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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 17. Sep 2002, 12:05 
Besessener
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Besessener
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Kapitel 1: Das Treffen

02:15

Verwirrt schaut Jarrod hoch. Voll Schmerz verzieht er sein Gesicht, als sein Gehirn Schmerzmeldungen vom ganzen Körper verarbeitet.

"Wir sind ja im Bison! Fehlt mir da nen Stück? Müssten wir nicht in der Uni sein? Oder fahren wir gerade erst dahin?"
Er blickt sich fragend um und erkennt die Gesichter von Rusty und Snake. Im Fond des Wagens erkennt er Searge und Brain.

"Wenn ja, dann hat ich eben nen üblen Traum. Wir sollten vorsichtig sein, ist nen Hinterhalt ... "
Schockiert hält er inne und betrachtet Snake.

"Aber die Brandwunden ... wo sind wir eigentlich? Wo ist Smartyy? Was ist hier los?" Konsterniert und mit ziemlich dämlichen Gesichtsausdruck hockt er sich hin, greift nach einem Medipak und murmelt vor sich hin.
"Ich brach ne Aspirin!", und er holt eine Packung Schmerztabletten hervor. Dann schnappt er sich Mull und eine Brandsalbe und nähert sich Snake. Augenscheinlich will er dessen Wunden im Gesicht behandeln.
"Danke Jarrod,", freundlich, aber bestimmt wehrt Snake Jarrods erste Hilfe ab. "Ich wollte eigentlich, dass sich einer der Herrn Magier darum kümmert - damit ich nich erst zu DocWagonTM fahren muß, soll ja auch narbenfrei verheilen!", und er zwinkert Jarrod versönlich zu.
"Ihrr nicht kucken dürrft mich so an, ist wohl eher Brrains Spezialgebiet." Rusty schüttelt mit dem Kopf, sein weißer Bart beschreibt Schlangenlinien. "Und derr Smarrtyy - tja, den sie haben wohl mitgenommen Jarrrod. Hast du sie gesehen? Werr warr das?"
Er lehnt sich erschöpft an die Wand und schließt die Augen.
Noch ehe Jarrod antworten kann, ertönt aus dem Fond eine tiefe Stimme und meint:

"Also ich haette Dich schon geheilt, aber Jarrod war einfach so schnell, da konnte ich gar nix machen, muss wohl an seinen vercyberten Reflexen liegen." Schwerfällig schraubt sich der große Troll aus dem Fond und kommt in die Ladefläche. "Aber wenn das geht, kann ichs ja immernoch versuchen, was meinst Du Rusty, ich kenn mich mit den Medkits nich so aus"
Rusty zuckt nur kurz die Schultern. Ein erbostes Schnauben hallt durch den Van, aufgebracht schmeißt sich Jarrod mit dem Mull in der Hand auf eine Sitzbank - weit weg von Snake und Brain.
"Jaja, is ja schon gut. Ich wollt ihn nur verbinden und ich sitz hier erst seit 5 Minuten, während ihr schon was weiß ich wie lange rumhängt." Er halte inne und lächlt dann schief. "Sorry, aber mein Kopf bringt mich um. Is übrigens kein Medikit, nur der Medipak -also nen Verbandskasten- ausm Auto. Äh ... " sein Blick schweift schnell zu Snake. "Ich pack ihn wieder zurück, wirklich." Mit erstaunt-fröhlichem Gesicht sagt er zu Brain.
"Vercyberte Reflexe? Coooooooooool. Was für welche denn? Wo ist der Trigger? Haste gehört, Snake, ich werd doch noch nen Sam." Aufgeregt springt er auf und hält abrupt inne, sein Gesicht verzerrt sich. Stöhnend sinkt er wieder auf die Bank.
"Ok, ich gebs zu. Du warst nicht schnell, ich war zu langsam!" Brain grinst in sich hinein. "Jut, Snake ich kanns ja noch mit Magie versuchen, was meinst Du ? Und wenns nich klappt, was solls, Narben gehoeren zum Biz ! Außerdem: wenn wir zu lange warten, kann ich Dir mit meiner Magie auch nich mehr helfen."
"Ok Brain, dann versuch´s mal, Jarrod hat's ja noch nicht wirklich behandelt!"
Während Brain mit einer Hand Snakes Gesicht berührt und mit der anderen Gesten beschreibt, wird Jarrods Miene wieder klarer, er runzelt die Stirn und wendet sich an Rusty.

"Wegen deiner Frage vorhin. Ich dachte, ihr habt die gesehen? Smartyy wollt mir grad den Chip geben ... Mist, habt ihr den? ... äh, wo war ich ...ja, genau ... den Chip geben, als plötzlich die Tür zu schlug und mich was umgehauen hat." Seine rechte Hand ruckt zum Hals. "Am Hals ... is da irgendwas?? Tut ziemlich weh beim Schlucken!"
"Ok Boys, wir hatten doch noch nen Treffen mit nem Taliskrämer. Wo wohnt er denn? Dann fahr ich da gleich vorbei.", erklingt da Searges Stimme vom Fahrersitz. Brain, mit angestrengtem Blick, aber sichtlich zufrieden mit seiner Arbeit, wendet sich ab, zückt sein Handy und Wählt eine Nummer. "Hi Balou, ich bins ..." Die andren können dem Gespräch nich weiterfolgen, da ein Rauschen aus dem Fond ertönt.
"Balou? Nen Bär mit Handy?", kichert Jarrod in sich hinein und wird sofort ernst, als Rick Goodspeech, der Nachrichtensprecher von 154,7 NewsRadio, ertönt: "... und hier die ShortNews
In der Nacht sind unbekannte Täter in die TU von Seattle eingebrochen. Ziel des Einbruchs waren warscheinlich HiTech Geräte. Die Polizei ermittelt.
Nun das Wetter heute, Temperaturen in der Nacht bis 10 Grad ..."
Die Aufmerksamkeit der Runner wendet sich ihren eigenen Gedanken über die unbekannten Täter zu. Brain bricht das Schweigen mit belegter Stimme.

"Balou meint, dass wir am Tag vorbeikommen sollen. Ich hab ihm gesagt, dass fuer ihn da ein paar Nuyen drin sind, wieviel wir dafuer ausgeben wollen, muessen wir uns dann noch ueberlegen. Wenn jetzt noch jemand behandelt werden will, sollte er schnell sein Pfoetchen heben." Dann wirft er Jarrod einen abschätzenden Blick zu. "Wer Balou ist ? Naja, ich hab mal bei ihm gearbeitet. Er is ein Schamane. Narf."
Snake betrachtet derweil sein Gesicht im Spiegel des Medipak. Erfreut sieht er, dass die Blasen verschwunden sind und nur noch eine art Sonnenbrand zurückgeblieben ist.

"Traumhaft, ich danke dir Brain, der Rest heilt von selbst, und es bleibt keine Narbe. Perfekt!"
"Das war gerade ganz schoen schwer. Du haettest deinen Koerper nich so mit Cyberware vollstopfen sollen. Wenn Du mich fragst, isses das nich wert, narf!" Snake zuckt als Antwort mit den Schultern.
"Weiß nicht, aber eins weiß ich: Ich leg mich nie wieder mit nem Feuergeist an!"
"Das solltest Du auch nich, Mann!"
"Ja, nächstes Mal ..." Snake unterbricht sich, als er Jarrod mit Mull und Salbe bewaffnet auf sich zukommen sieht.
"Nein, nein, nein, da muss noch dieses Kühlgehl drauf, sonst haste eventuell später doch Brandnarben."Jarrods Gesicht wird abwesend. "Auch bei Verbrennungen ersten Grades ist äußerste Sorgfalt angebracht. Die Haut ist das empfindlichste Organ des Körpers und bedarf guter Pflege, sonst ist man bald der Umwelt schutzlos ausgeliefert." Sein rechter Zeigefinger ist mahnend in die Luft erhoben und schwenkt vor Snake auf und ab. "Heutige Umweltgifte in Luft und auch im Leitungswasser und die zunehmende UV-Belastung durch die Zerstörung der Ozonschicht reizen die Haut ohnehin schon bis zum Äußersten." Jarrod bricht ab, schüttelt mit dem Kopf und meint dann:[/b] "Äh ... halt einfach still."
"Also wie soll´s denn nun weitergehen? Ich frag mich woher die so genau bescheid wußten. Jemand ne Idee.", nuschelt Snake, als Jarrod ihn behandelt. Rusty unterbricht sein nachdenkliches Schweigen und reißt sich mit sichtlicher Anstrengung vom Anblick seiner eigenen Brandwunden los. Mit leiser und doch eindringlicher Stimme sagt er:
"Zwei Dinge:
Erstens: Wir hatten es nur mit zweien der Geister zu tun. Der Magier von denen muß ziemlich mächtig und ganz schön teuer sein - die beiden waren selbst für mich zuviel. Aber genauso wie Snake muss man an die ran - dir fehlte nur der Feuerlöscher.
Zweitens: Sollten wir uns mit denen anlegen, müssen wir uns über ein paar Dinge klarwerden. Sie sind alle sehr professionell. Sie wissen, mit wem sie es zu tun haben. Und sie haben im Moment alle Vorteile auf ihrer Seite - jetzt ist es an uns einen Plan auszutüfteln wie wir das wiederbekommen was sie erbeutet haben.
Und wir müssen uns damit beeilen!"
Nachdem er dabei jedem im Auto eindringlich in die Augen gesehen hat starrt er wieder schweigend aus dem Fenster.

"Ein wahres Wort, mein magischer Freund. Immerhin haben wir das Blut. Hauptsache, wir koennen damit was anfangen. Ich wuerd sagen, wir fahren erstmal wieder zu Lagerhaus und denken uns da was aus. Narf!"
Jarrod inne.

"Wessen Blut? MEINS???", kreischt er und sucht seinen Körper erschrocken ab. Als er nichts findet, seufzt er beruhigt und klebt das Mull auf dem Gesicht von Snake fest.
"Gut, dann muss das Blut entwederr von Smarrtyy stammen oder von einem derr anderren - vielleicht hat sich ja einerr an derr zerrsplitterrten Scheibe geschnitten... jedenfalls könnte das Blut uns weiterrhelfen - wirr müssen nurr extrrem aufpassen, dann sind wirr nämlich selbst auffindbarr fürr diesen Magierr - wenn err das bemerrkt. Ich würrd sagen wirr fahrren zu deinem Frreund und verrsuchen überr das Blut was rrauszufinden."
Ein zustimmendes Grunzen ertönt von Searges Sitz.
"Wenn wir dann geortet werden sollten, um so besser, wenn wir gerade bei diesem Balou rumhängen. Der scheint was von Magie zu verstehen, und wir sind nicht an einem typischen Unterschlupf von uns." Er stoppt seinen Redefluß und meint nachdenklich: "Hat eigentlich schon mal jemand von Euch dran gedacht, dass uns dieser Smartyy verarscht haben könnte? Nur für den Fall wär es doch mal ganz nützlich einen Gedanken drauf zu verschwenden. Er wusste immer genau, wann wir wo hinwollten, hat die Sicherheit ausgeschaltet und konnte auch jedem Helfer aus der Matrix den Tipp geben, wann genau er fertig war. Ansonsten müsste sie außer nem tollen Spruchbubi auch noch nen super Matrixjockey am Start haben, der unsern Smart die ganze Zeit durch unbemerkt beobachtet hat. Augenscheinlich hat sich der Kleine ja auch nicht sehr gewehrt bei seiner Entführung. Es ist nämlich nicht gerade leicht mit nem strampenden Opfer sich abzuseilen, glaubts mir. Genauso, wenn man einen leblosen Sack auf der Schulter hat. Man braucht ja beide Hände schon fürs Seil. Übrigens, wenn die Theorie stimmt, weiss der Smart, dass wir von dem zweiten Team wissen."
"Naja, spätestens jetzt dürfte uns auch so klar sein, dass noch jemand hinter dem Chip her war." Jarrod steht auf und schwankt zum Fond. Dort redet er aufgeregt auf Searge ein.
"Smartyy soll uns verraten haben? Ich glaub nich dran, wieso hätt er dis tun solln? Den Run hätt er auch mit jedem andern durchziehen können. Und von dem Run selbst haben wir ihm ja erst erzählt ... außerdem fand ich ihn symphatisch." Er verharrt und meint dann. "Aber ich kann ja mal bei Bill auf den Compu gucken, ob ich seine Matrixspur zurück verfolgen kann. Bin aber nich sonderlich gut darin. Und wenn er nen Doppler war, dann können wir eh nich zurück ins Lagerhaus ob eines heißen Empfanges. Ich schließ jetzt einfach mal, dass ihr den Chip auch nich habt, ne?" Er sieht sich fragen um und sagt ins Schweigen:
"Sacht mal Snake, Rusty: Als ihr auf dem Gang standet, habt ihr da irgendwas ... äh ... Unsichtbares gesehen. Oder in dem Raum? Ich dachte als die Tür zuflog, vielleicht ist jemand reingestürmt und hat sie zugeschmissen. Dann hat er mich ausgenockt und dann Smartyy. Hab auf irgend nen Schemen geschossen und dann war ich weg. Wieso habt ihr die Tür nich einfach aufgemacht und uns geholfen? Hm ..."
Jarrod nimmt sich das Medipak mit dem Spiegel und besieht sich seinen Hals. Er hält inne, als er Rustys Gesicht im Spiegel sieht. Sofort greift er nach Salbe und Mull.

"Hey, du hast ja auch Brandwunden. Zeig mal her."
"Neenee, laß mal, ich hab meine eigenen magischen Methoden um sowas zu behandeln..." Rusty wehrt Jarrods Bemühungen um seine Wunden ab. Zum zweiten Mal an diesem Abend steht Jarrod vor einem Patienten, der sich von ihm nicht behandeln lassen will, sondern lieber auf Magie umsattelt. Stirnrunzelnd steht er im Wagen.
"Okay, Rusty, aber du solltest echt was tun, denn ... " Bestürzt beobachtet Rusty, wie Jarrods Gesicht bei diesen Worten abwesend wird und sich seine schmale Brust hebt - offensichtlich steht schon wieder ein Vortrag über sinnvolle Hautpflege bevor. Gelangweilt sinkt er tiefer in den Sitz, ein schicksalsergebener Seufzer entringt sich seiner Kehle. Doch ehe Jarrod ansetzen kann, schleudert der Wagen hektisch nach rechts und wirbelt die Hintensitzenden ziemlich durcheinander. Aus dem Fond ertönt ein lautes Brüllen.
"Hey, Du scheiß Taxi. Pass auf, wo Du hinfährst, sonst landeste mal irgendwann an ner Mülltonne und weißt nicht, warum." Selig grinsend dreht sich Searge kurz nach hinten. Als er sieht, wie sich die Runner an der Bank festkrallen und Jarrod ziemlich wütend auf dem Boden liegt, meint er schulterzuckend.
"Ach ja, anschnallen nicht vergessen." Das ärgerliche Gemurmel der Anderen über den Gewinn seiner Fahrerlaubnis im Lotto überhört er, als er fortfährt.
"Überleg doch mal Jarrod, er hatte zwar den Code, aber den Chip dazu nicht. Er hat ihn mal verschlüsselt und scheinbar seinem Auftraggeber den Code nicht gegeben." Nachdenklich trommelt Searge auf sein Lenkrad. "Dabei hat er ihn vielleicht auch gelesen, und ist jetzt heiß auf den Inhalt. Scheint mir eh nen Rookie in den Schatten zu sein, also nimmt er noch alles mit, was nach Geld aussieht." Sinnierend starrt er auf das gusseiserne Eingangstor, als sie an der Saint John Kapelle vor einer roten Ampel halten. "Ich kannte da mal nen Feuermagier, der hat ähnliche Sachen mit dem Leben bezahlt ..." Er reißt sich vom Tor los, als Hupen hinter ihm laut wird. Die Ampel hat längst auf grün geschaltet. Er gibt Vollgas und meint dabei grimmig: "Jedenfalls hat er den Chip jetzt in seiner Gewalt und wird ihn verkaufen. Was bisher noch nicht reinpasst ins Bild ist dieser novaheiße Magier, der diese Feuerteufel kontrolliert. Wie kommt man als Computerkid dazu solche Leute zu kennen. Oder der gehört zur Käuferfraktion?"
"Hui, von diesen ganzen Theorien" 'und von deinem Fahrstil', setzt Jarrod in Gedanken dazu, "fängt mein Kopf wieder mächtig zu schwirren an. Also, wenn dis nen Narcoject Pfeil war" und er zeigt auf seinen Hals, an dem sich ein blauer Fleck gebildet hat "und Rusty oder Snake niemanden gesehen haben, der die Tür hätte schließen können ... " Nachdenklich bricht er ab und sieht die anderen an. Bei Rusty hält er verblüfft inne - seine Gesichtshaut weist nichts mehr von irgendwelchen Brandwunden auf und hat eine leicht rosige Farbe angenommen, die jedoch nur Sekunden später wieder von dem gewohnten dunkleren Ton ersetzt wird. Auch Snake und Brain, die Jarrods ungläubigen Blick folgen, staunen nicht schlecht über das, was sie sehen. Mit einem schiefen Grinsen sagt Rusty bloß:
"So, jetzt fühle ich mich schon viel wohlerr - nurr mit den Haarren muß ich mirr noch was überrlegen, die gehörren schließlich dazu...", und zeigt auf seinen Bart, der noch immer einige dunkle Brandflecken aufweist. Jarrods Verblüffung weicht einem Grienen.
"Ja, der schöne Bart!!! Wird aber wieder nachwachsen."
"Nicht schlecht, Rust." Searge klingt beeindruckt. "Kannst Du das auch für andere? Falls es mal nötig sein sollte?" Als Rusty den Kopf schüttelt, fährt er enttäuscht fort. "So, wir sind jetzt langsam in der Gegend von Balou. Noch zwei Blocks oder so. Dann erzähl mal wo wir parken sollen und wie wir ihn genau finde, Brain. Müssen wir eigentlich auf irgendwas achten? Kenn die Gegend hier nicht so toll. Bin immer ein paar Strassen weiter unterwegs. Wessen Turf ist das denn hier?"
Er hält den Van an am Bordstein an, dreht sich um und starrt plötzlich in das große Gesicht des Trolls. Seiner Miene nach zu urteilen, ist er ziemlich erregt, man könnte auch wütend sagen. Mit den Hörnern erinnert er Searge ganz plötzlich an einen Stier, den er im Trideo gesehen hat. Spielend leicht hatte dieser den Torero aufgespießt und ihn unter seinen mächtigen Tritten zu einem Klumpen verarbeitet. Erschrocken zuckt Searge zurück. Doch Brains Stimme ist ganz ruhig.

"Sagt mal, hoert mir denn keiner zu ?? Ich hab gesagt, wir koennen erst zu ner normalen Tageszeit zu Balou !! Und wenn ich es mir recht ueberlege, sollten wir uns nicht gerade in seinem Laden mit ihm treffen. Sonst pfuscht uns wieder dieses "andere Team" dazwischen und nimmt ganz nebenbei Balous Laden auseinander und das wuerde ihm wohl nicht gefallen!"
"Du meintest aberr vorrhin, daß es nurr eine Frrage des Prreises wärre, so hab ich das jedenfalls verrstanden." Rusty hält inne und mustert Brain. Dann sagt er schnell. "Aberr kann sein, daß meine alten Ohrren mich manchmal im Stich lassen..." , und er stochert sich mit dem kleinen Finger im Ohr rum. Brains Gesicht verzieht sich zu einem Grinsen und alle entspannen sich sichtlich. Ein erzürnter Troll von über zweieinhalb Metern in unmittelbarer Nähe kann schon sehr angsteinflößend sein.
"Geld hab ich ihm natuerlich angeboten", brummt Brain. "und er wird auch sicher was nehmen, das stimmt. Aber seine Nachtruhe ist ihm eben unbezahlbar, da ist er sehr eigen."
"Dann kann ich jetzt noch wen absetzen, wenn er will. Ich werd dann den Rest der Nacht im Chrom und Kordit verbringen. Die haben nen Kaffee, der hält Dich ne halbe Woche auf Trab. keine Ahnung, was da drin ist, aber es hilft. Es ist jeder herzlich eingeladen mitzukommen. Du kannst Deinen Balou ja auch dahin bestellen. Ist nur ein Stück von hier. 0600 wär ne gute Zeit, dann bleibt noch was vom Tag und das Blut ist auch noch frisch. Bis dahin kann ja auch jeder nochmal rumtelefonieren und sehen, ob er hilfreiche Leute kennt. Vielleicht waren die Kumpels mit den Spiegelbussen ja auch Kiezgrößen. Mal sehen."
Brain dreht sich wieder zu Searge nach vorne.
"Ja, Du koenntest mich irgendwo in Tacoma rauslassen. Dann treffe ich mich mit Balou, sage ihm, was wir wollen und wenn er uns helfen kann, ruf ich Dich an und wir treffen uns dann irgendwo."
Searge nickt ihm über den Rückspiegel zu, als er sich wieder in den Verkehr einreiht und Richtung Tacoma fährt.
"Lass Dich nicht hops nehmen, Brain. Ruf am besten um 0600 mal an, dass wir wissen, dass es Dir gut geht. Wenn wir uns dann noch nicht getroffen haben, meld Dich alle Stunde immer um Voll. Alles klar. Du hast ja meine Nummer." Mit diesen Worten stoppt er an einer Kreuzung, die Runner erkennen die Gegend als Randbezirk von Tacoma. Brain öffnet die Seitentür und steigt aus.
"Na los Searge dann ab ins Chrom und Kordit. Ob Walther da immernoch der Chef ist?"[/b] Snake sieht fragend zu Jarrod rüber.[/b] "War schon lange nicht mehr da!"
"Ja genau! Ich brrauch jetzt was Flüssiges - mirr is immerr noch ganz warrm von den Hitzköpfen ..." Noch ehe Rusty diese Hitzköpfe näher spezifizieren kann, meldet sich Jarrod zu Wort.
"Brain, warte mal kurz." Der Angeprochene verharrt an der Tür und sieht Jarrod fragend an. "Okay, ich würd jetz gerne was klären und ich rühr mich nich eher wieder hier weg, bis die Sache klar ist. Lasst uns genau durchgehen, was jeder einzelne bei dem Run erlebt hat. Ich fang an, dann Brain, dann Snake und Rusty, dann Searge. Bill und White Skull sollten auf dem Weg ins Chrom & Karbid sein, die schließen sich dann an. Und wir klären kurz, was wir Mr. Digger bzw. seinem Stellvertreter ausm SyberSpace erzählen, wir sollten nämlich da mal anrufen." Daraufhin erzählt er alles, was er erlebt hat. Vom Ausstieg aus dem Bison über die Feuerleiter, das Knacken des Schlosses, Smartyys Entschlüsselung, das Zuschlagen der Tür, den Schemen, den er beschossen hat und seinem Erwachen im Van. "So jetzt wisst ihr, was bei mir und Smatyy los war. Jetzt du!" Er sieht Brain. Dieser zuckt nur mit den Schulter.
"Jut, " meint Jarrod daraufhin, "Wende nix Merkwürdiges gesehen hast, kannste ja lossausen zu Balou und dis mit ihm und dem Blut klären.", woraufhin Brain nur nickt und die Tür schließt. Snake räuspert sich und meint in ruhigem Ton:
"Also bis die Tür wieder zu war, stimmt ja alles. Bei uns tauchten dann zwei Feuergeister auf -einen für jeden von uns- und nach einem kurzen Gerangel verschwanden sie wieder. Dann schaltete die Tür auch schon wieder auf grün und wir fanden dich bewußtlos, die Fenster zerbrochen und Smartyy war weg." Er blickt Jarrod an.
"Hm, die Tür war dann verriegelt meinst du? Und öffnete sich von Geisterhand wieder?" Jarrod überlegt kurz. "Wie sind die eigentlich weggekommen? Haste was gesehen, Searge?"
"Als nicht sofort jemand zu sehen war nach dem Funkausfall, bin ich aus dem Gebüsch gesprungen. Dann kamen zwei dieser bekannten verspiegelten Vans angebraust. Einer fuhr nach Westen und einer nach Nordwesten. Den Einen haben dann William, der gerade mit dem Dodge angebraust kam und ich mit schwerem Autofeuer eingedeckt. Daraufhin platzte ein Reifen und der Van scherte aus. Dabei rammte er den Dodge. Der andere entkam unbehelligt. Wer nun in welchem Wagen war, war nicht rauszufinden. Nach einigem Rumgerenne kam ich dann zur Häuserecke Richtung Mensa, und sah dort unter Eurem Fenster die Reifenspuren von zwei Autos im Gras. Scheinbar hättet Ihr nur einen Blick aus dem Fenster werfen müssen, um sie zusehen. Naja, etwas Rauch kam auch noch aus dem Fenster und es hingen zwei Seile aus dem Stock dadrüber an der Wand runter. Also werden sich wohl ein bis zwei Leute abgeseilt haben. Wenn es nur ein Gegner war, war der Zweite der Smart. Wenn nicht hat ihn sich wohl einer über die Schulter geworfen. Dann mussten sie aber motorisierte Gurte gehabt haben. Wegen der Hände. Jedenfalls ging das alles sehr schnell." Als sich alle Blicke auf Rusty richten, sitzt dieser schweigsam da und starrt aus dem Fenster. Er scheint in Gedanken versunken in einer anderen Sphäre zu sein.
"Hm, danke. Also dann mal alle zum Chrom & Kordit."


Zuletzt geändert von Jarrod am 27. Sep 2002, 09:20, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 26. Sep 2002, 10:28 
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Kapitel 2: Chrom & Kordit


02:45


Searge blinkt rechts und fährt die Straße hoch. Langsam kommen die Runner in die Region der Chrom & Kordit Bar. Diese Gegend in Tacoma ist nicht unbedingt die hässlichste, aber die gefährlichste ... Gangs, Söldner etc. alles was Arbeit sucht oder Geld braucht, lauert hier in South Tacoma. Schließlich erreichen sie das Chrom & Kordit Searge fährt in die Sackgasse und parkt den Bison.

"Ok, alles aussteigen. Wir sind da."
Die Runner quälen sich müde aus dem Van und gehen Richtung Kellereingang. Ein jähes Klingeln lässt die angespannten Nerven aller zusammen zucken - schnell merken sie, dass es nur Searges Handy ist.

"Hallo? ... Ja wir habens auch geschafft. Sind jetzt am Chrom und Kordit. Komm doch einfach vorbei. Bye. War William." sagt er zu Rusty, der ihn mürrisch mustert. "Er und Skull kommen dann nach."
"Ok, ok, ich sag ja garr nichts...", brabbelt Rusty nur vor sich hin und stiefelt los.
"Holla Rusty, aus deinen Träumen wieder aufgewacht?" Jarrod versucht lustig zu klingen, doch ihm ist die Anstrengung der Runs deutlich anzumerken. "Was denkt man eigentlich so, wenn man ne halbe Stunde ausm Fenster starrt, die Stirn kräuselt und sich nich rühert? Muss muss einem ja der Fuß einschlafen! Denkste an deinen Stier? Oder haste irgendwo ne kleine niedliche Freundin, die eben wie du sehnsüchtig ausm Fenster aufn Mond starrt? Wie in nem Film! Hihi, "Starren in Seattle" oder so ähnlich. Erzähl doch mal was von dir, Chummer."
Während er weiterquasselt, stiefelt er Rusty hinterher ins Chrom & Kordit und folgt ihm die Treppe herunter. Über der Tür am Ende der Treppe sieht er eine alte Panzerplatte eines Banshee, den Schriftzug 'Chrom und Kordit' eingestanzt. Die Tür darunter sieht gepanzert aus und ist mit einer Kette gesichert, wodurch immer nur einer gleichzeitig durchtreten kann. Hinter der Tür sitzen auf Barhockern zwei Türsteher, ein Mensch & ein Ork. Sie sehen nicht besonders freundlich aus, grüßen aber Searge & Snake! Nachdem alle ihre schweren Kanonen, bei dem Ork abgegeben haben, deutet der Mensch auf die Tür auf der rechten Seite, am Ende des Ganges. Sie führt augenscheinlich zum Saal der Bar. Rusty folgt dem ausgestreckten Arm und betritt den Raum. Fast sofort taumelt er und tritt zurück. Jarrod, der hinter ihm läuft, hört ihn sagen.

"Irrgendwie ist hierr was nicht in Orrdnung - was wurrde hierr drrinnen denn angestellt?" Seine Stimme wird leiser, ist fast nur noch ein erschrockenes Hauchen. "Die Magie..... es ist alles so... so tot hierr..." Er wird immer leiser. "was habt ihrr nurr getan....." Traurig schüttelt er den Kopf und geht in seinen Bart brummelnd weiter. Je tiefer er in den Raum kommt, desto langsamer bewegt er sich - als ob er durch flüssigen Sirup waten würde ...
Rechts der Tür steht eine Theke mit sechs Hockern, in der Mitte ein großer, runder Tisch mit 5-6 Stühlen. Geradezu in der hinteren linken Ecke ist ein kleiner Tisch mit zwei Stühlen durch Wände abgeschirmt. Rechts von diesem Separé steht noch ein kleiner Tisch mit 3 Hockern. Dahinter, also an der rechten Wand vom Eingang aus ganz hinten ist eine weitere Tür. Dort blinkt ein 'WC'-Schild und man kann einen weiteren Raum erkennen.
Der Flair ist postapokalyptisch/ militärisch in der Bar. Alte Haubitzenkartuschen werden als Deko oder auch Schirmständer genutzt und verbogenes Metall vorzugsweise aus alten Panzern oder Industriehallen ist auch zu bewundern, u.a. als Kleiderständer.

"Hey Rusty, was´n los mit Dir? Geht´s nicht gut?" Snake kämpft sich zu Rusty vor und legt ihm besorgt die Hand auf die Schulter. Dann grinst er und meint leise zu ihm. "Ja, ja ich weiß, der Jarrod redet manchmal ein bißchen viel! Komm, ich geb Dir erst mal ein Bier aus!"
"Ach, der hat nur Beinhumpe, weil ihm der Fuß beim Nachdenken eingeschlafen ist.", meint Jarrod locker. "Außerdem ist er inna Depri-Stimmung wegen seiner Freundin. Ich finds hier nämlich ziemlich lebendig." Und er sieht sich in der gut gefüllten und verrauchten Bar um. Dann wendet er sich an Rusty. "Wie meintest du das mit 'alles tot'? Was fehlt dir denn hier? Wieso der Moonwalk?"
"Hoi Walther,", unterbindet Searge mit lautem Ruf die Antwort. Er wendet sich zur Theke, hinter der man jetzt einen Menschen mittleren Alters sehen kann. Er sieht ziemlich ordentlich aus, sein brauner Vollbart ist gut gepflegt. Seine Schürze allerdings ist eher in erbärmlichem Zustand, man kann auf ihr die Mahlzeiten der letzten drei Jahre erkennen. Offensichtlich bestanden diese hauptsächlich aus Bier und Kaffee. "Ne Runde von Deinem Spezialkaffee für uns vier."
"Jo, klar Searge ... ", brummt der Mann namens Walther mit tiefen Bass und schiebt ein paar Becher mit einer dampfenden, dickflüssig-schwarzen Masse zu Searge. "Alles klar bei Dir?"
"Klar?", antwortet Searge während er sich in der Bar umsieht, "Ja klar, es geht schon. Wollen uns von ner Nachtschicht erholen.", und er meint im Plauderton, "Wusstest Du, dass das Fireball dicht gemacht hat? War ich früher auch immer ganz gerne da. Natürlich nichts gegen Deinen Howling Cojotey, aber mal nen paar andere Laute, Du verstehst?"
"Wie du weißt, ist unser Stammpersonal nicht magisch, im Gegensatz zum Fireball, also keine Angst." Walther nimmt nebenbei eine Bestellung von einem der Gäste an der Theke entgegen. "Bin gleich wieder für dich da.", und er schnappt sich ein Bierglas und geht zum Zapfhahn am Ende der Bar. Searge dreht sich in Richtung der anderen, die anscheinend gerade in ein Gespräch vertieft sind. Rusty wendet sich gerade an Jarrod und murmelt etwas. Interessiert rutscht Searge näher.
"Derr MUHNWOHRRCK"? Was ist das?", vernimmt er Rustys Stimme. Dann senkt sie sich zum Flüstern und er sagt anscheinend mehr zu sich selbst:
"Es ist hierr alles so... so kalt... so tot... die Magie hierr ist so schwach und irrgendwie falsch..." Er murmelt noch mehr vor sich hin, doch Jarrod fährt ihm über den Mund, Searge kann nichts mehr von Rusty verstehen.
"Neinneinneinneinneinneinnein," ruft Jarrod aufgeregt, "Muhnwohk, nur die Vokale nich ganz so lang. Und OHNE 'r'! Dis is eine Art sich fortzubewegen, meistens genutzt beim Tanzen. Man tut so, als ob die Schwerkraft, die auf einen wirkt, geringer sei und man sich so also langsamer und fließender durch den Raum bewegt." Jarrod beschreibt mit den Händen lächerlich wirkende Gesten. "So wie du eben. Noch nie nen Clip von ... äh ... Jacky Michaelson gesehen? War früher ne Legende, die Queen of Pop!" Ungläubig schüttelt er den Kopf und nippt an seinem Becher. Mit einem ein Keuchen setzt er den Becher wieder ab und verzieht angeekelt das Gesicht. "Also alles is nich kalt. Diese Brühe hier z.B. ist wie kochendes Öl. Und ich glaube, da hab ich auch eben was drin schwimmen sehen, es schien sehr lebendig ...", wütet er leise vor sich hin. Dann wendet er sich zu Rusty. "Meinste nich, du bist übermüdet? Trink mal nen Schluck, der baut dich wieder auf." Er schiebt Snake und Rusty nen Schoppen hin. "Wieso merkst du die Magie so und ich nich? Ist dis bei allen Magier so? Was heißt 'falsch'?"
"Keine Ahnung ob das jederr Magierr spürrt, ich jedenfalls fühle mich nicht wohl! Ich werrd lieberr mal nach drraussen gehen ..."
Hastig leert Rusty seinen Becher, legt etwas Geld auf den Tisch und verlässt die Bar. Erst bewegt er sich langsam und schwerfällig, doch so näher er der Tür kommt, umso normaler werden seine Schritte.

"Okay, aber nich so weit ... sonst finden wir dich nich wieder. Und pass auf, wenn du über die Straße gehst.", ruft Jarrod ihm schmunzelnd nach. Dann guckt er zu Snake rüber. "Weißt du, was er meint? Was isn hier drin alles so anders als z.B. vor der Tür?"
Jarrod schlürft an seinem Kaffee, aber er kriegt nich viel runter. Snake kann sich Rustys Probleme auch nicht erklären und zuckt mit den Schultern. Das Gespräch verebbt, alle sitzen schweigsam an der Bar. Nach ner halbe Stunde fragt Jarrod Searge, ob er mir die Autoschlüssel gibt:

"Ich würde gern etwas Schlaf nachholen."
"Klar Jarrod, kannst den Schlüssel haben, aber schließ von innen ab und lass die Funkanlage an, sonst komm ich nicht mehr rein mit der Fernbedienung."
"Alles klar." Und Jarrod verlässt die Bar.
In diesem Moment wühlt Searges in seiner Tasche und ergreift sein Handy.

"Ja? - Ja wir sind da. Kannst Kommen. - Bis dann." Er klappt es wieder zusammen und lässt es in die Tasche zurück fallen.
"Wiliam schneit gleich rein." Dann rückt er etwas näher an Snake ran. "Sag mal wie gings so in letzter Zeit alles klar gegangen? Wo hattet ihr eigentlich diesen Jarrod nochmal aufgegabelt? Der quatscht manchmal ziemlich komische Sachen."
"Ach Searge warst Du da nich auch dabei? Naja kann auch sein, dess nicht. Also den Jarrod, oder wie auch immer er wirklich heißt, haben wir mit ner ziemlich dicken Beule am Kopf in einem Waldstück gefunden! Er konnte sich an gar nix erinnern, konnte uns aber gut bei der Technik helfen, naja und nun ist er dabei und ..."
"Hi Männer, da sind wir. Und, was wichtiges verpaßt?" Williams Hand klatscht auf den Rücken von Searge. "Wo ist der Rest der Bande?"
Er setzt sich mit an die Theke und bestellt einen Whiskey. White Skull hockt sichmit einem stillen Kopfnicken auf den Barhocker daneben.

"Hoi, ich hoffe Ihr habt keine unfreundlichen Besucher mitgebracht. Siehst schlecht aus Will. Trink erstmal nen Schluck. Wie gehts Deinem Auto nach dem kleinen Crash von vorhin?" Searge antwortet grimmiges Schweigen.
"Hey Will, schön dass ihr da seid. Ging alles so weit klar? Euch hat also keiner angegriffen? Erzähl doch mal!", wirft Snake schnell ein. William holt tief Luft und beginnt mit der Erzählung.

Als Jarrod aus der Bar tritt flutet ihm frische kühle Nachtluft entgegen. Er atmet tief ein und stiefelt zum Bison. Dort steht eine kleine, ziemlci breite Gestalt, an dem leuchtend weißen Bart erkennt Jarrod schnell Rusty.

"Willst dich nich lieber mit reinsetzen? Is ganz schön frisch und wer weiß, wie lange wir auf Brain warten ..." Er betätigt die Fernbedienung und der Wagen blinkt zwei Mal.
"Sach mal, Rusty,", meint Jarrod beim Einsteigen, "Wie alt bist du eigentlich? Dein Bart ist schneeweiß und du springst wie nen junges Reh. Werden bei euch -wo kamst du doch gleich her?- alle so jungalt?"
Rusty setzt sich mit ins Auto.

"Alt? Soo alt bin ich garr nicht. Hast du Schon mal davon gehörrt, daß Menschen nach Zeiten grroßerr Not bestimmte Merrkmale aufweisen können die sie vorrherr nicht besaßen? So ist es zum Beispiel möglich, daß man innerrhalb von ein paar Stunden oderr Minuten nach einem trraumatischen Errlebnis alle Pigmente in der Behaarrung verrlierrt." Er sieht in Jarrods ungläubig-zweifelndes Gesicht.
"Aberr ich will dich nicht verrwirrren Jarrrod. Ganz so jung wie du jetzt vielleicht denkst bin ich auch nicht - ich hab schon das eine oderr anderre Jahr auf dem Buckel. Und das mit dem Schnellsein? Alles nurr eine Frrage des rrichtigen Einsatzes derr Magie. Die is ja schließlich überrall um uns herrum, und sogarr da drrin!", und dabei tippt er Jarrod auf die Brust. Jarrod hustet verlegen und räuspert sich.
"Naja, also Jimmy meint immer -Jimmy ist mein Boss auf Arbeit-, dass ich viel zu ...", verlegen plappert Jarrod los, Rusty hört ihm schweigend und aufmerksam zu.


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 Betreff des Beitrags: EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 1. Okt 2002, 14:34 
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Kapitel 3: Balou


09:10


"Hi, ich bins schon wieder. Pass auf, Du kommst jetzt am besten gleich zu Balou .. und zwar zur Arlington Road 17, und bring das Zeug mit, das er sich ansehen soll."
Searge steckt sein Handy weg.

"Brain meint ..."
"Ja, ja, alles klar. Der Troll hat sone laute Stimme, wir konnten alles mithören."
Searge, William, White Skull und Snake erheben sich und treten durch die Tür ins Freie. Helles Licht flutet ihnen entgegen und sie stehen blinzelnd in der warmen Herbstsonne. Einzig Snake scheint unbeeindruckt und stiefelt zum Wagen.

"Och, süß.", ruft er. Jarrod und Rusty liegen schlafend im Fond des Wagens - Jarrod auf dem Fahrersitz, Rusty beim Beifahrer. William und Searge treten hinzu.
"So, Abmarsch. Es geht zu nem Kontakt vom Brain.", meint Searge rau, als er die Wagentür öffnet. Offenbar hat Jarrod nicht abgeschlossen. Verschlafen schlagen Rusty und Jarrod die Augen auf und sehen sich gähnend um.
"Vielleicht finden wir die Wichser dadurch. Folg mir einfach mit dem Dodge zur Arlington Road, Will. Nimm den Skull mit. Der sieht mir ganz schön käsig aus. Ist wohl nicht Buiz. Egal jetzt muss er erstmal mit durch. Soll sich seine Kohle ja auch verdienen."
Gesagt, getan.

Fünfzig Minuten später biegt Searge in der Arlington Road 17 in Tacoma Nord ein. Die Sonne wärmt ein wenig, der Himmel ist klar. Der Laden von Balou liegt im Nördlichen Stadtviertel von Tacoma. Die Gegend ist ansprechend, nichts besonders, aber für einen kleinen Taliskrämerladen genau das richtige.
Es ist normaler Betrieb auf den Straßen. Berufstätige Leute strömen aus allen Richtungen ... Parkplätze sind Mangelware.
Zwei Mal fahren der Bison und der Dodge an dem Laden vorbei ... und suchen nach einer geeigneten Parkmöglichkeit. Zwei Häuser von dem Laden werdet Searge und William dann fündig und stellen die Wagen ab.

"Na dann mal los!" Snake dreht sich zu Brain um, der auf der Strasse erscheint: "Hey Brain sollen wir alle mitkommen oder wäre das für deinen Chummer zuviel?"
"Ich wuerd sagen, ein paar von euch halten die Gegend hier draussen ein wenig im Auge .. unauffaellig natuerlich. Der Rest kann ruhig mit reinkommen. Vielleicht findet ihr ja noch was, das ihr kaufen wollt. Achso, ich hab Balou 1000 Nuyen versprochen, ich hoffe, das ist in Ordnung." Er sieht in die Runde. Gerade steigt William, der im Dodge noch kurz an seiner Jacke rumwerkelte, aus.
"O.k., is dein Geld.", meint er trocken und tritt an einen Zeitungsladen. Offensichtlich kauft er die Morgenausgabe.
"Nönö, lass mal dis Geld teilen. Dann wirds für alle billiger.", sagt Jarrod rasch. "Dis macht 142, 86 Nuyen pro Nase, die überschüssigen 2 Cent sind nen Bonus", setzt er grinsend hinzu. Er schnappt einen leeren Credstick und überweist seinen Teil. Dann reicht er ihn an Snake weiter. "Darf ich bitte mit reinkommen? Wollt immer mal nen Taliskrämer besuche. Ich hab da nen schicken Kettenanhänger, den ich mal prüfen lassen wollte ... außerdem möcht ich mal theoneandonlyphonecallingbear Balou sehen. Bin auch ganz leise ...", flehend sieht er Brain an.
"Ich denk mal ich verrechne das mit den Ausgaben für die Informationsbeschaffung - ok Jarrod?" Snake reicht den Stick an Rusty weiter. "Na dann geh mal mit rein, ich bin da nich so scharf drauf, ich bleib im Wagen und döse ein bischen, war ne lange Nacht!" Und er geht zurück zum Bison.
Rusty steht verwirrt da und reicht den CredStick an Jarrod. Dann packt er noch einen anderen mit hinzu.

"Ich hab von dem ganzen Techniksch%/§ nich soviel Ahnung, mach mal das mit derr Kohle ..." Seufzend erledigt Jarrod den Job und wirft Rusty seinen Stick dann wieder zu. Den anderen reicht er Searge. Dann folgt er Rusty und Brain zum Laden. Interessiert begutachtet er das Schaufenster beim Vorbeilaufen. Dort liegen allerhand HokusPokus Teile, von einer Kette bis zum fertigen antiken Schwert, welches gleichgesetzt wird mit Excalibur.
Aufgeregt geht er durch die Eingangstür, eine Kette aus Muscheln klimpert beim Hineingehen. Der Laden ist geräumig, besteht aus einem Tresen und mehren Regalen und Vitrinen. Dort liegen ähnliche Modelle wie im Schaufenster, Überall sind Schilder zu lesen "Bitte nicht berühren". Auf dem Tresen steht eine antike Kasse, warscheinlich aus dem 19 Jahrhundert. Hinter dem Tresen führt eine Treppe hinauf, zu einer Art Balkon, wo auch eine Tür ist.
Als sein Blick gerade nach oben schweift, tritt eine Gestalt auf die Treppe. Jarrod mustert sie, während sie die Treppe herunter stapft. 'Eindeutig ein Schamanen', schießt es ihm durch den Kopf: Haufenweise
Knochen, Kettchen und sonstiger Klimbim hängt an Balou herum. Für einen Troll ist er wohl schon recht alt, deine ergrauten Haarpracht und seinen gemächlichen Bewegungen sind sicheres Zeichen dafür.

"Wie kann ich ihnen helfen?", brummt er.
"Hi Balou, das hier sind die Jungs, vorstellen kann sich ja jeder selber, wenn er will. Kannst ja kurz das Pause-Schild an die Ladentuer haengen und dir die Sache mal ansehen." Brain tritt an Balou heran und schüttelt ihm freundschaftlich die Hand. Ein Grinsen geht über Balous Gesicht, als er seinen Chummer erkennt. Dann wendet er sich an Rusty, der auch herangetreten ist.
"Mich nennt man hierrzulange Rrusty Cha-ins´aw! Sehrr errfrreut deine Bekanntschaft zu machen.", meint dieser und drückt dem etwas verwirrten Balou eine Visitenkarte und die Blutprobe in die Hand. "Kannst du damit was anfangen bzw. denjenigen finden von dem das stammt?"
"Naja, die Visitenkarte ist von Rusty Cha-ins´aw und nein, ich kann damit nichts anfangen.", meint Balou in stoischer Ruhe. "Aber hiermit lässt sich was machen." Und er wedelt mit der Blutprobe umher.
"Ähm ... hi, ich bin Jarrod.", stammelt eine heisere Stimme in den Raum. "Schick, dich kennen zulernen. Schönen Laden hast du hier. Sehr gemütlich. Und eine Auswahl ..." Staunend sieht sich Jarrod im Laden um und spielt an der Kette aus Muscheln über der Tür. Als diese klimpert, lässt ersie schnell los, sieht sich peinlich-berührt grinsend zu Balou und Brain um und lässt seine Hände demonstrativ in den Taschen verschwinden. Balou hebt verdutzt die Augenbraue und wendet sich wieder an Brain. Schnell bückt sich Jarrod runter zu Rustys Ohr und flüstert:
"Tscha-ins was? ... Kriech ich auch sone Visitenkarte?"
Verwundert und mit einem schiefen Lächeln drückt Rusty dem Jarrod auch so nen Papierschnipsel in die Hand.

"In good old Germany nennt man mich "Rostige Kettensäge" - dichterische Freiheit bei der Namensfindung!", flüstert er ihm noch zu. Jarrod nickt nachdenklich und steckt die Karte weg.
"Hmm" Balou schaut sich die Probe an, betrachtet Rusty intensiv und meint im Umschwenken zu Brain. " Muss sehen was ich machen kann, aber dürfte möglich sein, geht Ihr Frühstücken und kommt zum Mittag wieder, dann sag ích euch was ich herrausgefunden habe."
Er dreht sich um, bleibt aber wieder abruppt stehen, dreht sich wieder um und hält die Hand auf.

"Axo, die Aufwandentschädigung, Brain".
"Ach so, Tscheyn-soa. Alles klar." Jarrods grinst in sich hinein. "Deutschland sagtest du? Mit Weißwurst und Sour-krout?"
Brain transferiert seinen Anteil an noch auf den Stick und reicht ihn Balou.

"Ich helf Dir auch gern noch dabei, wenn ich kann." Aber Balou schüttlet mit dem Kopf.
Die drei treten aus dem Laden auf die Straße, Jarrod meint nur:

"Vielleicht sollten wir in der Nähe bleiben. Nur wegen der schwarzen Vans, versteht sich ..." Angespannt warten die Runner im Bison, es will sich kein richtiges Gespräch entfalten. Plötzlich klingelt ein Telefon, alle sehen sich an. Dann greift White Skull entschuldigend grinsend in seine Tasche.
"Hallo ... Ja, der bin ich ... WAS? Aber ... " Sein Gesicht ist aschfahl, das Grinsen zur Maske erstarrt. Mühsam ringt er um Fassung und schluckt heftig. "Sofort!" Er klappt das Handy zusammen und drängt sich an den anderen vorbei zur Tür. Dort springt er hinaus und will die Tür schließen. Er sieht in die verdutzten Gesichter von Snake uns Searge, die ander sehen genauso erstaunt aus.
"Eh Snake, ihr braucht mich doch nich zur Zeit, oder? Hab da ein kleines Problem was ich mal klären muss, Ihr könnt euch meinen Rest von der Kohle aufteilen. Ist wirklich dringend, nich sauer sein" Und schon ist er weg, die Schiebetür fällt surrend ins Schloss. Die Runner sehen sich gegenseitig an, Rusty hebt nur seine Augenbraue. DAnn öffnet Searge die Tür und springt hinaus, doch von White Skull ist keine Spur mehr zu sehen. Nachdenklich steigt er wieder ein, die Atmosphäre wird noch ruhiger.
Die Zeit vergeht, nix passiert, was interessant sein könnte, kurz vor Zwölf stehen diesmal alle in Balous Laden. Dieser erwartet sie auch schon hinter dem Tresen.

"Ah, da seit Ihr ja endlich. Wo wart Ihr nur ...."
Er hat einen Stadtplan von Seattle auf dem Tisch zu liegen, wo er stetig mit dem Finger raufpocht.

"Hab ihn gefunden, war nicht sehr einfach, schwache Aura .... ", er wirkt nachdenklich. "Keine Ahnung wo das ist ... müsst Ihr selbst sehen"
"Zeig mal her." Searge beugt sich über den Ladentisch und betrachtet die Karte. Es sind die Redmond Barrens! "Wie genau kannst Du es denn sagen. Ist er in genau dem Haus unter Deinem Finger? Dann hat es wohl geklappt mit der Magie. Wie lang ist es denn her, dass Du da warst. Du warst doch da, oder? Geistig gesehen mein ich. Du weisst schon mit hinschweben und so. Wie ihr Schamanen das immer so beschreibt." Searges Fragen prasseln auf Balou ein, doch dieser antwortet nur:
"Sehr genau ... das sag ich dir. Irgend wo hier in dem Haus.
Und ich war vor kurzem da, denke aber der wird da noch ne Weile sein, denn der sieht gar nicht mehr gut aus."
Na denn wuerd ich sagen, nichts wie hin! Ausruestung hat ja wohl jeder dabei, oder?"
"Sag mal Searrge - ist das in derr Nähe derr Adrresse die ich euch vorr einerr Weile als Trreffpunkt genannt habe?"
"Nein ist sehr westlich in den Redmond Barrens. Hm, kenn ich gar nich ..."
"Egal, jetzt gehts auf zur Jagd!" Snake streicht sich über seine verblassende Brandwunde und funkelt William an. "Und wir werden gute Beute machen! Na dann mal los, wir haben schon lange genug gewartet!"
Er verlässt er den Laden und steigt in den Bison.
"Oh ja, Beute - reiche Beute!", und ein wölfisches Grinsen macht sich in Rustys Gesicht breit ... Abrupt dreht er sich aus dem Laden und folgt Snake.
"Ihr sagt es. Alle Mann einsteigen, nächste Station: Ein einsames Kellerloch mit einem auseinandergenommen Smarty. Oder euch die Hölle für unsere Campusbekanntschaften." Searge zieht sich dabei das Basecap tiefer in die Stirn und steuert mit entschlossenen Schritten auf den Bison zu.[/b]
"Ach William, nimm erstmal den Jarrod bei Dir mit. Der Rest zu mir."
Der Trupp setzt sich in Bewegung zu der unbekannten Adresse ...


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 Betreff des Beitrags: EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 7. Okt 2002, 13:06 
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Kapitel 4: In den Barrens


13:23


Die Häuser sind zum Teil verlassen und zerstört. Das Haus das wahrscheinlich gemeint ist, sieht noch einigermaßen aus, vorne sind die Hauseingänge zugemauert. An der Seite ist eine Stahltür zu erkennen.

"Hey Rusty, ich habe keinen Bock mehr auf Heimlichkeit, kriegst Du diese Stahltür auf oder weg?" Snake lädt seine Samopal durch und überprüft die Munition.
"Warrum die Stahltürr? Hierr ist doch viel einfacherr...", meint Rusty und bastelt eine von den zugemauerten Türen wieder frei.
Searge sitzt in seiner Tarnjacke auf der Ladefläche des Bison. Eine der zwei hinteren Türen ist geöffnet - direkt an der Stahltür. Von dort zielt er mit dem Sturmgewehr auf die Tür.

"Wunderbar Rust. Dann allemann rein zum Nachschauen. Ich behalte die Stahltür im Auge. Jarrod, wär vielleicht auch gut, wenn Du Dich etwas zurückhältst. Hier ist ein Medpack." Damit wirft er Jarrod mit der linken eines zu. "Der Balou sagte, Smart sei verletzt."
Die Runner betreten das Haus, durch das Loch von Rusty. Es ist verlassen, duster und sieht schon seit Jahren nicht mehr bewohnt aus. Alle Türen im Haus sind zerstört, Fenster sind vernagelt, die Treppen existieren fast überhaupt nicht mehr. Nach gründlicher Durchsuch der untere Etage bestätigt sich der erste Eindruck: keine Personen zu finden.

"Hmm, Balou sagte dass err hierr wärre... und ich glaube ihm irrgendwie! Oderr rriecht euch das hierr auch so nach Falle? Ich meine, wenn ich uns aus dem weg hätte haben wollen, dann hätte ich uns wohin gelockt, wo wirr keinen Schaden anrrichten können oderr zu derren Bedingungen kämpfen müssen...", Rusty sieht sich stirnrunzelnd um. Snake steht still da und murmelt dann wie zu sich selbst.
"Tja also hier drin ist erstmal nix Searge." Aufmerksam schaut er sich um. In dem Haus ist keine Treppe nach unten ... alles ist zerfallen und zerstört. Nix besonderes zu sehen außer toten Ratten und Spinnenweben.
"Mhh... also ich weiß nich, ist das auch die richtige Adresse? Hey Rusty, Brain, irgenwas Magisches? Brain, was sagt denn Pinky dazu? Der kann sich hier doch bestimmt schneller umschauen als wir!"
"Genau!", Jarrod schnippt mit den Fingern und wirbelt zu Brain herum. "Zort! Frag doch mal Pinky! Oder, oder ... Könnt ihr im astralen Raum nich irgendwie Auren erkennen oder versteckte Türen/Räume? War hier in letzter Zeit jemand? Ich hab mal gelesen, dass sich Schmerz und Angst ne Weile lang noch entdecken lassen ... " Dann sieht er sich im Haus um. "Also für nen Hinterhalt gibts hier eigentlich zu viele Ecken und Deckung. Intelligent wäre natürlich eine Komplettsanierung mittels C12."
Erschrocken über die eigenen Einfälle dreht sich Jarrod suchend im Kreis.

"Wie waers, wenn wir uns mal die Stahltuer ansehen. Wenn sie zu ist, koennen wir das Schloss ja auch aufballern. Und Pinky ist mir ehrlich gesagt ein wenig zu bloed, um das Haus zu durchsuchen. Wenn wir nichts finden, kann ich ihn ja immer noch rufen."
"Warrum willst du denn durrch die Stahltürr, Brrain? Wirr sind doch schon drrin! So, irrgendjemand sollte jetzt mal die "Türr" im Auge behalten, ich will mich umsehen. Die Idee mit Rrestspurren hat was."
"Kann doch sein, dass man nur von da in den Keller kommt oder was weiss ich!", verteidigt sich Brain. "Wir sollten uns jedenfalls beeilen, Balou meinte ja, dass die Aura ziemlich schwach sei."
"Jajaja, also hierr drrin warr schon seit Jahrren niemand mehrr. Hat eigentlich jemand währrend er die Prrobe unterrsucht hat Balou im Auge behalten? Vielleicht wurrde err ja unterr Drruck gesetzt... Und Brrain: wie weit trraust du Balou? Kam dirr irrgendwas komisch vorr an ihm als wir zum zweiten mal da warren?" Rusty krault sich nachdenklich den Bart.
"Ok jetzt reicht´s ich wußte schon, warum ich in die Stahltür will. Also kriegt irgendjemand diese Tür auf? Falls nicht, reich mal den Sprengstoff rüber Jarrod, oder mach das mal, hauptsache die Tür ist weg!" Wütend stapft Snake zurück zum Bison.
"Oh Mann, lass mich vor!" Brain stürmt hinter Snake her. "Ich reisse das Ding aus den Angeln!!"
"Hey, Rusty, Brain und Snake könnten ja recht haben und es könnte schon sein das hinter der Stahltür ne Gang nach unten ist. Im Haus ist kein Weg in ähnliche Richtung. Dis mit dem C12 machen wir, ich will mal nen starken Auftritt haben."
Auch Jarrod verlässt das Gebäude und kramt dann in seinem Rucksack herum. Schnell holt er zwei Knetbälle und zwei Stecker hervor und dreht sich zur Tür, an der Brain gerade steht.
"Was sagt man dazu .. ist offen. Sollte vielleicht doch lieber irgendwer nach Fallen untersuchen. Ich schaue es mir mal kurz astral an.", meint er gerade.
"Hmm, na dann mal los Jungz! Ich hab keine Lust hierr ewig drraussen rrumzustehen... achja, und laßt mich mal vorgehn, dann seh ich eventuelle Geisterr oderr magische Sicherungen als Errsterr..."
"Och Manno, is ja schon offen." Jarrod packt schmollend die Sachen wieder in den Rucksack. "Zort! Naja, auch gut ..."
Damit stürmt er mit einem Medipack und der Narcoject hinter den anderen her.
"Hey, Samrtyy, wir kommen. Halt durch, Kumpel", murmlt er dabei vor sich hin.
Er rennt durch die Tür und durch Geisterhand geht ein Licht auf dem Gang an. Es sind ungefähr 10 m nach unten bis er zu einer weiteren verstärkten Stahltür kommt. Dort steht neben einer Klingel & Display: "Praxis Doc Gnewkow". Die anderen stehen wartend und unschlüssig davor.

"Ups, vielleicht brauchen wir doch noch Dein C12, oder wollen wir erstmal hoeflich klingeln. Was meint ihr?" Nachdenklich schaut er sich um.
"Wirr sollten errstmal klingeln. Vielleicht konnte Smarrtyy entkommen und hat sich hierr verrkrrochen... Sieht nach nem Doktorr aus - mag sein, err läßt sich zusammenflicken. Ich bin fürr die diplomatische Tourr."
"Hey William sichere den Eingang nach draussen. Ihr trampelt Euch sonst da unten gegenseitig auf die Füsse. Die sagen Bescheid, wenn sie Hilfe brauchen.", tönt Searges Stimme aus dem Comlink von William. Grummelnd dreht sich dieser zurück an die Treppe und steigt ein paar Stufen hinauf.
"Verdammte Scheiße, nix zum Ballern. Ich würde auch zuerst klingeln und dann kann man es ja immer noch krachen lasse."
Mit ein wenig Hoffnung in den Augen, dass keiner öffnet, widmet er sich seinem LMG.
Derweil drückt Brain den Klingelknopf und schaut unschuldig drein. Nach einer kurzen Weile flackert der Monitor auf und eine junge Dame ist zu sehen.

"Sie wünschen bitte?", fragt sie mit etwas gereizter, aber sehr melodischen Stimme.
"Aeh, Hallo? Ja. Ich wuerde gerne nen Chummer von mir besuchen, steht wohl grad ziemlich schlecht um ihn. Kann ich reinkommen?" Brain plustert sich zu seiner volle Größe auf und versucht, die anderen zu verdecken.
"Gehören Sie zu dem Cybo Runner Team?", flötet die Stimme.
"Ja, genau. Wie geht es ihm .. kann ich jetzt rein ?"
"Ja natürlich ..."
Ein Summen ertönt und die Tür öffnet sich. Dahinter eröffnet sich ein Gang, der weiß gestrichen ist, beleuchtet und der Boden gefliest. Es riecht nach Arzt in dem Gang. Vorsichtig geht Brain den Gang herunter, die anderen folgen ihm. Sie kommen zu einem Raum, der aussieht wie ein Wartezimmer. Einfach Stühle stehen hier, vereinzelt Tische.
Als Brain den Raum betritt, kommt ihm eine junge, gutaussehende menschliche Frau entgegen. Sie hat ein Lächeln aufgesetzt, was nich recht freundlich rüberkommen will.

"Hey Kleiner, das riecht nach ner Falle, halt mal schön den Kopf unten und die Augen offen.", flüstert Snake Jarrod zu. Vorsichtig greift er unter die Jacke nach seiner Savalette, seine Zunge tastet nach den rechte, hinteren Backenzahn.
Rusty schiebt sich an Brain vorbei nach vorne, sieht sich um und schaut dann nach oben der kleinen Lady ins Gesicht. Die Frau ist etwas erstaunt, dass so viele ihren Warteraum betreten, doch schnell fasst sie sich.

"So, wo ist denn derr Kleine jetzt? Gehts ihm denn auch gut? Und wo ist Doktorr Gnewkow?"
"Der Doc ist grade kurz weg", nuschelt die Schwester gelangweilt, "Zimmer 7. Aber wie wir vorhin schon sagten, braucht er viel Ruhe. Also nur kurz und bitte nich alle, ja."
"Na los kleiner Mann", und Snake legt Rusty von hinten die Hand auf die Schulter, "dann wollen wir den Jungen mal besuchen. Und ihr macht bitte nicht so viel Krach hier draußen, schließlich ist es eine Klinik!"
Snake wirf Jarrod über die Schulter ein Zwinkern zu und schiebt Rusty dann zum Zimmer 7.
"Bis gleich Jungz. Wirr grrüßen ihn von euch mit." Und die beiden verschwinden im Zimmer.
Jarrod macht ängstliches Gesicht, als die beiden verschwunden sind. Dann dreht er sich zu der Frau um und meint hastig.

"Hach, hat der Doc dis also wieder hingekriegt?!? Ich versteh immer noch nicht, wie dis passieren konnte! Was genau war es denn nun? Wie lange wurde er behandelt? Wird er wieder ganz okay? Wenn ich doch nur das Krankenbild kennen würde - bin selbst etwas bewandert in diesen Dingen", meint er vertraulich zwinkernd und klopfe auf das Medipak. Dann wird er wieder ernst, sorgenvoll.
"Macht der Doc nen Hausbesuch? Ich möcht ihn unbedingt sprechen, wenn er wieder da ist! Wann kommt er denn wieder?" Aufgeregt läuft er bei diesen Fragen auf und ab. Plötzlich bleibt er direkt vor der Frau stehen und sieht sie verwundert an. "Wann sind eigentlich die Anderen weg? Wenigstens Cybo wollte warten ... oder war der gar nich mit dabei? Sieht ihm gar nicht ähnlich ... wo wollten die denn so schnell hin und haben dabei die Verabredung vergessen?"


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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 25. Okt 2002, 12:23 
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Erstaunt stellen Rusty und Snake fest, dass es sich bei dem Verletzten zwar um einen Mann handelt, er aber keinesfalls Smartyy ist: 185m groß, mit schulterlangen Haar und ziemlich muskulös. Er trägt einen blutigen Bauchverband und schläft.
Verdutzt verlassen sie den spärlich eingerichteten Raum ohne Fenster.
"Hmm, hatte Jarrrod nicht gesagt err hätte nurr Gelgeschosse oderr sowas benutzt?" fragt Rusty Snake flüsternd als er den Schlafenden betrachtet. Snake zuckt nur die Achseln.
Zurück im Wagen beraten sich die Runner: Ein Vorschlag zur Entführung des Verletzten kommt auf, forciert von Searge, Rusty und William, der begeistert ruft:
"O.k., dann wird die süsse Schwester jetzt erstmal in Ohnmacht fallen, weil ich hinter Searge stapfe, den Kerl aus dem Bett werfe und ihn mir über die Schultern schmeiße."
Doch auf drängen von Snake und Jarrod wird er schnell verworfen.

"Hallo? Was macht ihr denn da? Wollt ihr den Docladen stürmen und besetzen? WIESO? Den Typen könnt ihr auch so befragen und die anderen Runner kommen eh erst in ein paar Tagen wieder. Einzige Möglichkeit wäre, die Nummer des Cybo-Teams vom Doc zu erfragen und sie herzubestellen wegen intramuskulär-divexeralen Komplikationen bei ihrem Kumpel. Ansonsten bin ich gegen dieses Unternehmen - wir müssen die Klinik da nich mit reinziehen! Also schraubt euer Testosteron wieder runter, Mädels!"
"Sorry, hatte etwas weing Schlaf. Da gehen ab und zu die Reflexe mit einem durch. Ihr versteht?"
So betreten die Runner erneut die Praxis - dem Plan Jarrods folgend und nach Informationen suchend. Im Spint des Verletzten findet sich ein Handgelenktelefon mit diversen Nummern - CARLOS sticht ins Auge. Derweilen weckt Brain dank eines Zauber den Patienten auf Snake beginnt mit der Befragung
.
"Na los sprich schon, wo habt ihr den Kleinen und den Chip gelassen? Und versuch keine Spielchen mit uns!"
Der Typ schaut völlig benommen um sich, erkennt schnell die Situation.[/b] "Wer seit Ihr?" Jarrod schaltet als erster.
"Nun, das ging wohl ganz schön daneben, hm? Carlo meinte, es ginge alles glatt ... Carlo hat sich abgesetzt mit der Ware und das erfreut mich ganz und gar nicht. Da muss ich wieder arbeiten und ihn suchen! Aber ich will dir eine Chance geben. Der Doc hatte solche Mühe mit dir ... Wo ist Carlos? Beantworte einfach alles und du bist uns los."
Erst erweist sich der Typ als harte Nuss...

"Äh was? Was wollt Ihr ... ich weiß von nix ... Wir sollten das Ding für Carlo erledigen und kriegen dafür unsere Kohle. Das ist alles!"
... doch nach Snakes Einwurf ...

"Hey, der Boss hat gesagt, wenn Du ihn nicht zum Reden bringst, soll ich ihn kalt machen! Also was is nun, wenn er uns nich weiterbringt, dann ist er nutzlos."
... springt der Patient auf die Scharade an und plaudert munter los.

"Was soll ich zu Carlos sagen, Mann er ist mein Schieber. Er ruft mich an, wir übernehmen den Job, und haben einfach den Van in den Barrens abgestellt in einer verlassenden Gegend. Wer Carlo selbst ist weiß ich nich, ehrlich. Uns wure nur per Chip mitgeteilt, wo der Smartyy zu finden ist, haben Ihn beschattet und dann zugeschlagen. Carlos hat einen kleinen Laden in Bellevue, hier ist die Adresse."
Er schreibt die Adresse auf und will weiterreden ...

"Die anderen Mitglieder sind ... "
... als er röchelt und die Augen schließt. Trotz sofortiger Reanimierung gelingt es Jarrod nicht, ihn zu retten. Er stirbt fast sofort - an den Folgen einer Giftkapsel, die er selbst geschluckt hat.
Die Runner verlassen daraufhin die Praxis und fahren zu der angegebenen Adresse.

Der Laden von Carlos ist unscheinbar und sehr klein. Er liegt in den Randbezirken von Bellevue. Es ist ein hübsche Gegend, hier gibt es wenig Streß, wenn überhaupt.
Über der Tür hängt ein Eisenbeschlagendes Schild worauf steht: "Carlo's Elektronikmarkt"
In den Schaufenster liegen allerhand Plunder vom elektonischen Dosenöffner bis hin zur mietbaren E-Motorsäge.
Die Straßen sind belebt, es ist 16:00 Uhr, Feierabendzeit für die meisten Leute!
Die Runner beschließen, erst einmal die Lage im Laden zu erkunden, ehe weitere Handlungen folgen. Entschlossen stiefeln Jarrod, Searge und Brain durch die Tür. Doch leider erfahren sie von der Angestellten, die sich schnell als Carlos`Frau entpuppt ...

"Carlos? Der ist zur Zeit nicht im Hause. Ich stehe Ihnen aber gerne zu Verfügung."
Doch da sie nicht die gesuchte Person ist, hinterlassen die Drei enttäuscht den Laden und beraten sich mit den anderen Mitgliedern. Sie beschließen, Victor - eine Nummer aus dem Handy anzurufen. Jarrod veruscht es mit einer Taktik ...

"Ja hallo?!? Mister Victor? Mein Name ist Jarrod Lendor, ich rufe im Auftrag der Praxis von Doc Gnewkow an. Einer seiner Patienten wünscht mit seinen Angehörigen zu sprechen."
... doch der Angerufene geht nicht darauf ein, trotz Rustys tatkräftiger Hilfe als Patient.

>hust< "Verdammt nochmal, wo ist denn das Telefon?" >hust< "Gibs mir in die Hand - ich sehe schließlich nichts! Wer ist denn" >hust< "da eigentlich?" >Hustenanfall< "Oh Dreck, es blutet schon wieder... Hol endlich den Doc verdammt! Hey Mann, wer immer du bist, hol mich hier raus - ich will wenigstens nochmal die Sonne sehen bevor" >husthust< "ich ins Gras beiße... verdammt nochmal, ich sehe schon nichts mehr... alles so dunkel hier... helft mir doch..." >erneuter Hustenanfall der nicht mehr aufhören will<.
So beschließen sie, sich zu teilen. Searge, Snake und Brain bleiben vor dem Laden, während William, Jarrod und Rusty zurück zum Lagerhaus des Docs fahren.

Unterwegs kommt Jarrod eine Idee und er wählt erneut eine Nummer aus dem Handy.

"Ja hallo?!? Mister Carlos? Mein Name ist Jarrod Lendor, ich rufe im Auftrag der Praxis von Doc Gnewkow an. Einer seiner Patienten wünscht mit seinen Angehörigen zu sprechen."
Diesmal funktioniert der Versuch und der Angerufene schlägt ein Treffen in der Praxis vor. Um acht.
Dadurch wird das Zeitfenster der Runner erheblich gekürzt, denn es ist schon 19:45. Einzig Williams Dodge erreicht rechtzeitig die Praxis, Searges Bison bleibt erstmal im Abendverkehr von Bellevue hängen.

So betreten Rusty und Jarrod allein die Praxis - William bleibt am Wagen zur Rückendeckung.


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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 28. Nov 2002, 17:56 
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Kapitel 6: Carlos


7:55 pm

Nach einer kurzen Weile, flackert der Monitor auf und wieder ist die nette junge Dame zu sehen.

"Sie wünschen bitte?"
"Ähm, hallo. Ich bins nochmal, Jarrod. Ich wollte die Sachen abholen kommen von ..." Sein Blick wird traurig und er hält betrübt inne.
Die Tür summt und Jarrod öffnet sie. Ehe die Praxis betritt, raunt er Rusty zu:

"Ich hab ne Idee ... bleib mal bitte draußen und warte auf Mr. Carlos ... halt ihn auf, damit er nicht in die Praxis kommt ..." Er überlegt kurz, sein Gesicht wird blass. Schnell fügt er hinzu:
"Ich lass die Tür angelehnt, damit du reinkommst, falls Carlos schon da is ... bis gleich."
Dann betritt er den Laden. Dort sieht er sich aufmerksam um und geht dann zielstrebig auf die Theke zu.

"Tja, so schnell sieht man sich wieder. Ich wollt nur die Sachen abholen, der Bestatter kommt morgen und holt ..." Jarrod stockt kurz und ein Hauch von Schmerz huscht über sein Gesicht, als er leise weiterredet "ihn ab."
"Was wollen Sie abholen?", fragt die Schwester irritiert. Dann weist sie mit einen durchaus freundlichen Gesicht auf eine Tür. "Naja, bitte gehen sie in Raum 2, Sie werden dort erwartet."
Von dem Raum steht die Tür einen Spalt offen. Jarrod schluckt schwer.

"Ach, ich wwerde schon erwwartet? Ist CCarlos schschon dda?", stammlt er betroffen. Er holt tief Luft und meint dann etwas ruhiger. "Oder will der Doc noch was?"
Als die Schwester nicht antwortet, zückt er sein Handy und wählt die Nummer von Snake.

"Ja, Mama, ich red jetzt mit dem Doc,", sagt er laut. "der wartet schon auf mich! Reg dich nicht weiter auf! Ja ... sag ich ihm. Carlos ist schon aufm Weg oder schon da ... ja, ich grüß ihn ... ja, du kannst Bill Bescheid sagen ... bis dann!"
Er leg auf und nickt der Schwester freundlich zu.

"Sorry, meine Mum ist etwas schwerhörig - sie stellt ihren Hörer immer so leise ein!" Mit diesen Worten geht er auf die Nummer zwei zu und betritt vorsichtig den Raum!

Snake sieht beunruhigt aus der Frontscheibe des Bisons. Im Geiste wählt er Williams Nummer...

"Hey man was ist bei euch los? Jarrod sagt, dass Carlos schon da ist?!" Erschrocken bricht er ab, als ein Ford Americar den Bison kreuzt und fast in ihn reinfährt. "Mann du Idiot, mach die Fahrbahn frei!!! ... Was? Nein William, nicht Du! Also, schau doch mal nach was da los ist und nimm Rusty mit! Hä? Ja wir beeilen uns ja schon! Bis gleich!"

Der Raum ist hell, sehr grelles Licht scheint aus der Lampe. Zwinkernd erkennt Jarrod, dass in dem Raum kein Bett mehr steht. Nur ein Stuhl ist in der Mitte. Dort sitzt ein kleiner, dicker Mann mit Zigarre. Um ihn herum stehen 3 Männer mit MPs. Erstsunt bleibt Jarrod kurz hinter der Schwelle stehen, als sich hinter ihm die Tür schließt. Ruckartig dreht er sich um und erkennt 2 Männer, die dort stehen und ihn freudlos anlächeln.

"Ihr könnt jetzt draußen absichern, Tommi.", spricht der kleine Dicke schnarrend ins Telefon. Dann schaut er auf Jarrod, seine Miene scheint sehr besorgt.
"So nun zu Ihnen, Mr. Jarrod! Der Name Stimmt doch oder? Was wollen sie?"

"Ach du Scheiße, ich sag ja, man kann den Kleinen nichts machen lassen."
Wütend legt William seine Panzerjacke an, greift nach seiner Savalett und der HK und verläßt den Dodge in Richtung Praxistür.

"Na und jetzt muß ich die Karre wieder aus dem Dreck ziehen." Er stapft die Treppe hinunter, an deren Fuss ihn Rusty verwundert mustert.
"Wolltest du nicht am Auto ..." William schneidet ihm das Wort ab.
"Hey, mein Dicker. Die Party ist ohne uns losgegangen. Jetzt gehts aber rund." Mit diesen Worten betritt er die Praxis, Rusty folgt ihm.

Jarrod schaut sich erstaunt um, mindestens so besorgt wie der Dicke! Angestrengt versucht er, sein nervöses Zittern der Hände unter Kontrolle zu bringen.

"Ja ähm genau also ich wir ..." stottert er langsam. Dann atmet er mit geschlossenen Augen tief durch und öffne sie langsam wieder. Enttäuscht stellt er fest, dass die Männer immer noch da sind. Seufzend tritt ein Stück in den Raum rein.
"Heyhey, immer mit der Ruhe ich will nur nicht so in der Tür stehen. Ja, der Name stimmt, Mister Carlos!? Wir wollen doch ncihts überstürzen, nicht war?! Schön, dass wir uns treffen, ich möchte gern etwas Geschäftliches mit ihnen bereden!" Jarrod mustert Carlos etwas genauer. Carlos sieht wohl ernährt aus, er hat eine Glatze auf dem Kopf, die restlichen Haare sind zu einen kleinen Zopf zusammen gebunden.
Er versucht cool zu wirken, aber Jarrods Menschenkenntnis sagt ihm, dass auch er nicht genau weiß, was hier grade abgeht.
Die anderen Leute sehen wie gut bezahlte Leibwächter aus. Sie tragen schwarze schwere Lederkleidung / Panzerung und machen keinen zimperlichen Eindruck. Einer sticht aus der Menge von ihnen. Er trägt weniger Panzerung, sieht hagerer aus und trägt einen Stab. Magische Schutz!

"Ok Mr. Jarrod. Wie kann ich Ihnen helfen.", erwidert Carlos.

"Also gut William, wirr gehen da jetzt rrein. Aberr du wirrst dich hinterr mirr halten, da bist du sicherrerr." Rusty drängt sich an William vorbei. "Und laß den Fingerr vom Abzug. Keinen Schuß - niemand will ein Blutbad da drrin - vorr allem wenn Jarrod in derr Schußlinie derr anderren steht. Ich denke, am Besten ist es vielleicht sogarr, wenn du hierr die Türr aufhältst und aufpaßt das niemand uns in den Rücken fällt oderr unserre Rückendeckung aufhält. Dann gehe ich alleine rrein. Ich rrechne sogarr ziemlich fest damit daß die nicht alle Leute bei Jarrod haben. Hierr drraußen werrden auch noch ein paarr rumschwirrren. Also halt die Augen offen! Brring die anderren herr und rruft dann Jarrod an wenn ihrr da seid. Und keine Angst - ich hole Jarrod da wiederr lebend rraus...", meint er mit leichtem Grinsen. Dann schnurstracks auf das Zimmer 2 zu.

"Nun, wie es scheint, haben Sie mein Kommen schon erwartet, Mr. Carlos!?" Jarrod kratzt sich unbehaglich am Hals. "Ich beziehe Ihr Kommentar bezüglich der Absicherung nach draußen darauf, dass einige Ihrer Freunde das Lagerhaus bewachen ... Dann wissen Sie sicherlich, dass ich nicht allein da bin. Um eine Eskalation der Situation zu vermeiden - immerhin könnten wir dabei verletzt werden - schlage ich vor, dass ich meinen Chummern die herrschende Lage erkläre und somit zur Entspannung beitrage - natürlich werde ich sie bitten, vor der Praxis auf mich zu warten. Ich würde Sie weiterhin bitten, über meinen Protegè, der unzweifelhaft bald da sein wird um dem Gespräch beizuwohnen, nicht zu erschrecken. Ohne ihn wäre unsere Verhandlungen hinfällig, wodurch ich auf sein Dabeisein bestehen muss!", sprudelt es aus Jarrod heraus - am Anfang noch etwas zittrig, im Verlauf immer fester und professioneller. Dann Grinsen er leicht.
"Ich werde jetzt mein Telefon nehmen und die Sache mit meinen Chummern klären. Danach können wir uns dann viel entspannter unterhalten!"

"Da geht schon mal die Post ab und ich soll draußen warten? Kannste knicken!" William geht langsam den Gang hinunter und bleibt erstaunt stehen. Er beobachtet, wie Rusty sich vor die Wand -ein Stück neben der Tür- stellt und Gesten beschreibt. Prommt öffnet sich ein Loch in der Wand und Rusty tritt hindurch. Das Loch schließt sich sofort.
"Oh.", meint er mit trockenem Mund. Dann sieht er zur Schwester, die genauso entgeistert auf die Tür sieht. Schnell setzt er ein Grinsen auf und tritt auf sie zu.
"Ach, das ist nichts. das können wir alle. Wie wärs mit nem Kaffee ... oh.", bricht er überrascht ab.

"Wie sie denken Mr. Jarrod!", meint Carlos. Dann weiten sich seine Augen und er springt erschrocken auf. Auch seine Bodyguards umfassen ihre MPs fester und richten sie auf Jarrod ... nein, neben ihn, wie er feststellen muss. Schnell dreht er sich um. Neben ihm steht Rusty, seelig lächelnd.
"So Frreunde, ich wollte nicht daß mein Chummerr hierr ganz alleine mit euch rredet - err fängt dann immerr an seine Lebensgeschichte zu errzählen und die hat nun wirrklich nichts mit dem Geschäft zu tun..."

"Stehen bleiben"
Zwei Männer mit MPs erscheinen wie aus dem Nichts vor William.

Rusty schmaucht an der Zigarre in seinem Mundwinkel und zündet sie sich alsbald mit einer kleinen Flamme von seiner Daumenspitze an. Er genießt sichtlich die Verwirrung der anderen. Dann lächelt er Carlos und den hageren Magier entwaffnend an und bedeutet Jarrod mit einem ermunternden Nicken, fortzufahren.

"Tut einfach so als wärre ich garr nicht hierr...", und lehnt sich an eine Wand.
Jarrod kriegt seinen Mund gar nicht mehr zu vor Staunen. Irritiert verfolgt er Rustys Taten, völlig aus dem Konzept gebracht.

"Ja, das äh ist also wie ich bin tja mal sehem.", bringt er stotternd hervor. Nach gut einer Minute scheint er sich mit den Gegebenheiten abgefunden zu haben. Er klatsche nervös in die Hände und sagt etwas zu laut.
"So, das wär dann mal mein Protegè. Wie Sie sehen, halten nicht einmal Wände seinen Lauf auf. Darf ich vorstellen: Crusty Brainsaw! Äh, wo waren wir ... ah ja, ich ruf denn mal meinen anderen an."
Daraufhin zückt er vorsichtig sein Handgelenktelefon und ruft Snake an.
"Ja, ich bins. Ich berede jetzt mit Mister Carlos unser weiteres geschäftliches Vorgehen. Er weiß bereits einiges. Wartet doch bitte vor der Praxis auf mich, ja? Sag doch auch den anderen Bescheid."
Damit legt er auf, dass heißt, er drückt auf den "Lautsprecher stumm" Knopf, so dass Snake dem weiteren Gepräch folgen kann, aber keine Geräusch aus seiner Richtung durchgestellt werden. Er sieht Carlos an.

"Könnte ich darauf hoffen, dass ihre fünf Bewacher ihre MPs wieder senken - ich rede so ungern unter Druck!"

"Wir müssen da hin, Jarrod redet schon mit Carlos. Ich hör mit!" Snake sieht aufgeregt zu Searge rüber. Gib mal nen bißchen mehr Gas, scheinen seine Augen sagen zu wollen. Searge beschleunigt.

"Gut Mr. Jarrod!" Carlos gibt den Leuten mit der MP ein Handzeichen, die darauf hin die MPs senken.
"Was wollen Sie nun genau von mir. Sie haben versucht mich zu finden, hier bin ich, nun können sie mit mir reden."

"Hey Leute, bleibt ruhig. Ihr seid die Wachen von Carlos und ich bin die Wache von den anderen beiden, die da drin sind. Also alles ganz easy.
Wollt ihr auch nen Kaffee?" William wendet sich zur Schwester, den Blick auf die Waffen der beiden Männer gerichtet.
Die Schwester kommt auf ihn zu, läuft dabei an der Außenwand lang, um nicht direkt in die Schusslinie zu laufen.

"Nun gut, Sie haben recht. Genug gespielt." Jarrod sieht sich noch einmal im Raum um und verlagere sein Gewicht auf das andere Bein. Das Gesicht wird streng, seine Stimme hart und ernst. "Es ist eindeutig zu ungemütlich, um noch länger hier zu stehen. Ihre ähm Wachen sind Mitglieder des Cybo Teams? Dann muss ich Ihnen die Nachricht bringen, dass einer Ihrer Chummer heute Mittag gestorben ist. Ich konnte seinen Tod nicht verhindern, aber Sie wissen sicherlich selbst, wie gut Ihr Gift wirkt." Mit diesen Worten holt er langsam die Giftkapsel hervor und halte sie ins Licht. Dann lässt er sie wieder in der Tasche verschwinden. "Aber ich gehe davon aus, dass Sie die Umstände bereits kennen. Nun ... ich weiß aus sicherer Quelle, dass das Cybo-Team gestern Abend auf Ihren Wunsch hin einen Run auf die hiesige Renraku UNI durchgeführt hat und dabei in den Besitz eines ... nun ... Datensatzes inklusive dessen Entschlüsslers gekommen ist." Er sieht Carlos intensiv an - dann seine Bodyguards. "Nun wüsste ich natürlich gern, wie Ihr Team zu diesen überraschend genauen Plänen gekommen ist und wer Ihr Mr. Johnson ist, aber das gehört ja in meinen Bereich der Nachforschungen. Nun könnten Sie und ich mir aber viel Ärger ersparen, wenn Sie mir besagten Entschlüssler ... nennen wir ihn M&M ... aushändigen könnten - es besteht eine kleine Affinität meinerseits zu ihm und ich würde ihn gern wiederhaben. Sollten sich die besagten Daten noch in seinem Besitz befinden, wäre das natürlich eine nette Geste Ihrerseits, doch sie ist nicht vorrangig gefordert." Er hält inne und sieht Carlos an. "Bevor Sie eine Entscheidung treffen, möchte ich, dass Sie sich alle Vor- und Nachteile dieser Aktion bewußt machen und gründlich abwägen, ob sich der Ärger wegen einer Süssigkeit lohnt. Um so eher sind Sie bei Ihrer Frau im Laden und ich zurück in meinem Flieger."
"Mr. Jarrod. Wie Sie vielleicht wissen, bin ich nur der Schieber des Cybo Teams. Ich habe Ihnen den Auftrag veschafft, weiß aber nicht um was & um wie viel es dort ging! Ich könnte Ihnen höchstens die Auftraggeber sagen, dafür verlange ich aber einiges an Gegenleistung."
Er hält kurz inne, dann fährt er fort.

"Sagen wir, sie geben mir 5000 Nuyen und ich gebe Ihnen den Namen & die Adresse des Auftraggebers. Wenn nicht, dann müssen Sie ihn selbst herrauskriegen."

William spielt nervös in seinem Bart herum. Hastig wispert er in sein Internes Com:

"Mama, hab doch gesagt, dass heute zwei Kumpels kommen. Also bring Papa auch mit. Ich mach euch dann auf, einfach zwei mal kurz klopfen.
Ja bis dann tschüß ja ich hab dich auch lieb ja ist ja gut also bis dann."
Als sich die Schwester ihm nähert setzt er ein verschmitztes Grinsen auf und meint leise zu ihr.

"Bekomme ich einen Kaffee? Und wie war das mit dem Ausgehen?
Läßt sich da was machen?"
"Einen Kaffee? Gerne!"
Die Schwester kommt zu William und legt die Arme um seinen Hals.

"Schwarz oder mit Milch und Zucker?", säuselt sie ihm ins Ohr.

Searge stoppt den Bison vor dem Lagerhaus. Vom Dodge ist nichts zu sehen, auch sonst scheint alles ruhig. Nur aus seinem Headcom dringen Geräusche an sein Ohr. Es ist eindeutig William Mama, hab doch gesagt, dass heute zwei Kumpels kommen. Also bring Papa auch mit. Ich mach euch dann auf, einfach zwei mal kurz klopfen. Ja bis dann tschüß ja ich hab dich auch lieb ja ist ja gut also bis dann. Allamiert sieht Searge auf die Eingangstür.

"Hey, Snake, Brain die Kakke ist so sehr am dampfen, dass Will sogar SUBTIL wurde. Also passt auf Euch auf. Ich lasse den Motor laufen. Holt sie da raus und wir verschwinden. Ich halte hier oben die Augen offen. Ach ja die Rauchgranate hier kann sich als nützlich erweisen."
"Ok Brain, dann folge mir!"
Snake lädt die Savalette durch und begibt sich dann zur Tür. Er hält die Hand über die Kamera und klopft dann 2 mal kurz mit der anderen an.

William legt auch einen Arm um die Schwester und lächelt sie süffisant an. Sein Blick gleitet tiefer, zum Ausschnitt der Schwester, die daraufhin leise kichert. Ein Klopfen unterbricht das Kennenlernen. Mensch, das Zeichen. schießt es William durch den Kopf. Er löst sich von der Schwester und dreht sich zur Tür. In dem Moment spürt er eine Mündung an seinem Nacken.

"Sorry Kleiner!" Sagt die Schwester und drückt ihn liebevoll zur Seite. Ihr Manhunter, den sie wohl unter dem Kittel getragen hat, glänzt im Lampenlicht. Einer der beiden Wachen tritt an William heran und entwaffnet ihn.
"Los vorwärts, da hinten rein!", sagt er barsch und deutet auf die Abstellkammer am Ende des Flures.
"Guter Trick, Süße", meint William mit einem gequälten Lächeln. Dann bewegt er sich langsam in die angegebene Richtung.

"Dann sind diese Herren keine Mitglieder des Cybo-Teams?"
Etwas enttäuscht sieht Jarrod auf die Wachen und wirft Rusty einen fragenden Blick zu.
"5000 NY sagten Sie? Erfahre ich dann mehr als 'Mr. Johnson; Chrom&Kordit'? Sie werden verstehen, wenn ich das Geld nicht bei mir habe - aber ich könnte es beschaffen, mein zweiter Protegé, Mr. Viper, könnte es mir bringen, sobald er da ist. Könnten Sie mir das Gesuchte trotzdem schon sagen - die Neugier zerfrisst mich und ich komme ja sowieso nicht ohne Ihr Einverständnis hier heraus...", sagt er mit einem leichten Lächeln. Dann schnippt er mit dem Finger und ruft: "Ach ja, könnten Sie mir auch die Nummer ds Cybo-Teams geben oder auch ein Treffen arrangieren? Ich hätte doch gern Informationen aus erster Hand ..."
"Mr. Johnson? Chrome&Krodit?" Carlos verdreht die Augen. "Nein, sie erfahren alles was ich über den Johnson weiß, der das Cybo Team bei mir angeheuert hat. Er setzt ein gespieltes Lächeln auf.
"Und die Informationen Ihnen geben, bevor Sie mir das Geld gegeben haben, dass kann ich nich tun. Ich habe damit immer nur schlechte Erfahrungen gemacht!" Er wird wieder ernst " Die Nummer vom CyboTeam kann ich Ihnen nicht geben, Sie wissen ja Datenschutz! Aber ein Treffen kann ich vereinbaren, sagen Sie mir einen möglichen Zeitraum und ich werde versuchen was ich machen kann." Carlos sieht Jarrod in die Augen und meint fragen:
"Und sie können Mr.Viper gerne herrufen, oder ist das Ihr Kollege vor der Tür?"

William bewegt sich zur Abstellkammer - die Wachen und die Schwester folgen ihm. Aus dem Augenwinkel sieht er, dass die Schwester genau zwischen ihm un den Klauen steht. Blitzartig wirbelt er herum, seine Sporne springen wie von selbst aus seinem Arm und beißen sich tief inden Hals der Schwester. Mit einem Gurgeln sinkt sie zusammen, das umherspritzende Blut raubt William die Sicht. Schnell greift er nach dem leblosen Körper und hält ihn wie einen Schild vor sich. Hastig tastet er nach dem Manhunter der Schwester, zieht sie aus ihrer schlaffen Hand und feuert auf die Wachen. Klick, klick, die Kammer ist leer, das Magazin auch. Dafür ertönen auf der anderen Seite Schüsse, blind feuern die Wachen auf die umschlungenen Körper. William spürt, wie der Körper der Schwester unter dem Kugelhagel erzittert, dann durchfährt ihn von Kopf bis Fuss stechender Schmerz, sein Blick verschwimmt und wird schließlich schwarz. Unter weiteren Schüssen bricht er zusammen.


"Na, das hörrt sich doch garr nicht so schlecht an - sehrr interressant ...", schnarrt Rusty.
"Und nein, Mrr. Viperr ist nicht derr Mann im Gang drraussen, derr kommt errst noch hierr an. Aberr bitte - passen Sie auf, dass niemand nerrvös wirrd, diese Arrztrechnungen schreien langsam zum Himmel... vielleicht sollten wirr den Kleinen auf dem Flurr auch rreinholen, derr ist immerr so ungeduldig...wie sie sicherr verrstehen werrden haben wirr genauso gerrne unbekannte Faktorren im Rrücken wie sie, also sollten vielleicht auch ihrre Leute rreinkommen, auch wenns dann hierr ein bisschen eng wirrd und ich das eigentlich überrhaupt nicht mag..."
"Sie scheinen ja ein ganz schlauer zu sein" Carlos schüttelt den Kopf.
"Ihr Mitstreiter ist in guter Aufbewahrung dort draußen, keine Angst. Er möchte gar nicht mehr hier in den Raum. Ihre anderen Leute stehen vor der Tür. Rufe Sie bitte Mr.Viper an, er solle alleine zu uns kommen und die 5000 Nuyen mitbringen. Wir werden dafür sorgen das er unbeschadet hier ankommt." Er zückt ein weiteres mal sein Telefon und wählt eine Nummer.
"Wenn sie mich kurz entschuldigen würden." Er steht auf und geht in die hintere Ecke des Raumes und telefoniert.
Plötzlich ertönen vom Flur aus Schüsse, alle Anwesenden schrecken zusammen und sehen zur Tür.


"Hey, Searge, komm raus. Hier ist echt was faul, es macht keiner auf und ich habe ein echt ungutes Gefühl!" Snake läßt die eine Hand auf der Kameralinse und dreht den Kopf, um hinter sich zu schauen. Dort versperrt im die massige Gestalt des Trolls das Sichfeld.
"Hey Brain, das gefällt mir nicht, ist hier irgendwer?" Stiefel erklingen auf der Treppe, schnell wird klar, dass Searge zu den anderen aufschließt.
"Alles klar hier? Was zu erkennen? Ich dachte, Will macht auf?"
"Man ich weiß auch nicht, Will wollte aufmachen aber hier rürt sich nix."
"Dann werden wir wohl hier warten müssen, bis sie rauskommen. Ich kann nicht die Hälfte des Teams riskieren, wenn wir uns durchsprengen.", sagt Searge ernst. "Auch wenn ich echt Lust drauf hätte.", fügt er grimmig hinzu.

"Was zum Henker ... So war das aber nicht abgemacht!" Zornig dreht sich Jarrod zu Carlos um. "Sagen Sie Ihren schießwütigen Gorillas, dass sie gefälligst Waffenruhe zu halten haben! Meine Chummer stürmen hier doch auch nicht einfach rein und ballern wild um sich. Schließlich sind wir doch beide professionelle Geschäftsleute, die NICHT an einer Eskalation interessiert sind - da sollte das Wort schon zählen!"[b], sagt Jarrod laut. Zur Verwunderung aller sieht er dabei eher auf seinen linken Unterarm als auf Carlos. "Crusty? Könntest du nachsehen, was da draußen los ist? Ich rufe derweilen mal Mr. Viper an und bitte ihn, aus meinem Rucks ... äh ... meiner Aktentasche den Credstick zu holen." Er hebt mit einem Tastendruck die Hörersperre auf. "Ja, Mr. Viper. Könnten Sie den Credstick mitbringen ... Ja, es öffnet Ihnen jem... im Zimmer Zwei. Und kommen Sie bitte allein, Hektik können wir nicht gebrauchen.", sagt er drängend. Die Stimme zittert vor Anspannung.

"Mist, Searge ich geh da jetzt rein, könnt ihr beide euch mal aus dem Eingang hier entfernen, ich laß die Tür angeklappt." Snake nimmt die Hand von der Kameralinse, als Searge und Brain aus dem Blickfeld verschwunden sind. Er rückt seine Sachen zurecht und schaut in der Innentasche noch nach seinem Kredstick. Danach klopft er nochmals eindringlich an die Tür.
Ein Summen ertönt und die Tür öffnet sich. Snake streitet hindurch und wird von einem Wachmann mit MP empfangen.
"Bitte folgen Sie mir", sagt er mürrisch. Snake kommt ohne Probleme zu Zimmer 2. Als er sich umschaut kann er eine voll mit Blut verspritzte Wand erkennen, an der eine Leiche in einer riesigen Blutlache liegt . Oh Gott! Was ging hier denn ab? Nach genaueren hinsehen kann man erkennen, dass es die Schwester war.
Von William keine Spur!
Snake betritt den Raum und nickt allen Anwesenden zu.

"Meine Herren."

"He, seit wann hast du lustige springende rote Pünktchen auf dem Rücken?" Brain sieht fragend zu Searge.

"Ah, Mister Viper. Darf ich Ihnen Mister Carlos und seine Freunde vorstellen?" Jarrod zeigt auf die Genannten. "Crusty kennen Sie ja. Haben Sie das Gewünschte mitdabei? Sie dürften ja im Bilde sein. Was machen die sonstige Nachforschungen? Schon Nachrichten von Brian und Bill?" Er hält seine Hand auf, den Credstick erwartend. Snake zieht den Credstick aus der Tasche und hält ihn Jarrod hin. Als dieser danach greift, zieht Snake ihn heran und knurrt ihm ins Ohr:
"Wehe Du gibst zu viel aus; das ist meiner und du zahlst es zurück."
Danach läßt er den Credstick los und sagt lächelnd:

"Ach ja, Brian gings ganz gut als ich ihn das letzte mal sah, von Bill hab ich nix gehört."
"Dann wollen wir mal zum finanziellen Teil kommen. Mr. Carlos, wenn Sie mir bitte Ihren Credstick reichen wollen." Erwartungsvoll sieht Jarrod zu Mr. Carlos. Als er ihm den Stick reicht, überweist Jarrod 5000 NY, behält aber den Stick in der Hand.[/b]"Ich bin ganz Ohr."
Rusty beobachtet ziemlich kühl die Szenerie. Plötzlich steht er auf und läßt die Zigarre fallen, die er achtlos mit dem Absatz seines Stiefels zertritt. Mit einer gefährlich ruhigen und relativ leisen, aber doch von jedem im Raum vernehmbaren Stimme sagt er:

"Ich glaube wirr sollten uns alle jetzt errstmal etwas entspannen. Bevorr wirr nicht wissen was hierr passierrt wird keinerrlei Geld den Besitzerr wechseln. Auch wenn sie sich momentan in einerr ihrrerr Meinung nach sicherrerren Position befinden, Mrr. Carrlos - glauben sie wirr würrden wie die Rratten in eine Falle laufen und nicht noch mindestens einen Jokerr in derr Hinterrhand haben? Sehen wirr das Ganze hierr doch als einen rrunden Tisch mit gleichberrechtigten Verrhandlungsparrtnerrn, denn genau das sind wirr schließlich. Niemand von uns will hierr ein Blutbad, ich hoffe sie alle sehen das genauso.
Ach ja, bevorr ich es verrgesse: dieses Gelände hierr steht natürrlich unterr Beobachtung, und wirr haben natürrlich Vorrberreitungen fürr den Fall derr Fälle getrroffen. Wie sie sicher bemerkt haben hat mein Kollege Mrr. Jarrrod hierr von Zeit zu Zeit etwas an seinem Armband getan. Man nennt das glaube ich auch "Tote-Mann-Schaltung", obwohl ich von solchen Dingen wirrklich wenig Ahnung habe. Da müssen sie schon unserre anderren Experrten frragen. Behalten Sie das bitte im Hinterrkopf.
Und jetzt möchte ich noch einmal alle hierr im Rraum und auch dorrt drraussen um Rruhe bitten!"
Den letzten Satz stößt er schon fast mit einem Zischen aus. Er verschränkt die Arme vor der Brust und sieht abwechselnd Carlos und dem Magier in die Augen - nie lange, aber immer sehr kalt und intensiv. Als ob er bis in die tiefsten Tiefen ihrer Seele schauen würde ...
Ohne eine Regung zu zeigen tritt Carlos auf Jarrod zu und wirft Rusty nur einen abschätzenden Seitenblick zu.
"Mister. Niemand stellt hier Fallen oder sonst noch was. Sie haben nach mir verlangt. Ich wollte nix von Ihnen. Ich sicher mich ab, sie sichern sich ab, der eine besser der andere schlechter. Das Armband halte ich für einen schlechten Scherz, Ihre Männer stehen draußen wie Zielfiguren. Einer stürmt blind hinein! Haben Sie erst mal Ihr "Team" unter Kontrolle."[b]
Dann wendet er sich Jarrod zu.
"Kommen wir nun zum Geschäft."
Er macht eine kurze Pause und sagt dann:
"Der Name des Auftragsgebers ist Yakumo Hui. Hier ist die Adresse. Und nun geben sie mein Geld und verschwinden Sie!" Dabei zieht er am Stick.
"Ahm ... Yakumo Hui? Danke schön." Jarrod lässt den Credstick los und drehe sich um. "Kommt ihr?" Dann bleibt er zögernd stehen. "Ach ja, das Treffen mit dem Cybo Team ... sie sollen mich anrufen, möglichst schnell!", sagt er ernst. "Die Nummer ihres verstorbenen Chummers, die sollten sie kennen." Daraufhin verlässt er den Raum. Snake schließt sich Jarrod an und flüstert ihm ins Ohr.
"Wo ist eigentlich Will?"
"Axo, nehmen sie bitte Ihren Kollegen mit. Er liegt im Nachbarraum. Wir musste Ihn etwas beruhigen, bevor er noch mehr Opfer gefunden hätte.
Wir bedauern sehr den Tod der Schwester. Sie sollten dafür aufkommen.
Wenden sie sich bei Gelegenheit an den Doc.", ruft Carlos ihnen nach.
Mit William über der Schulter verlässt Snake die Praxis, JArrod und Rusty folgen ihm.


Zuletzt geändert von Jarrod am 24. Jan 2003, 14:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 12. Dez 2002, 16:16 
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Kapitel 7: Was nun?


8:30 pm


Jarrod geht wortlos zum Bison und setzt sich hinein.

"Lasst uns mal wegdüsen. Übrigens ... Danke Rusty, dass du gekommen bist, obwohl dich das ganz schöner Gefahr ausgesetzt hat. Hab mich gleich viel wohler gefühlt ... auch wenn dein Auftritt mich überrascht hat. War übrigens fast wie aufs Stichwort ...", grinst er in sich hinein. "Hab zwar eher an Snake gedacht mit dem Protegè, aber der wär sicher nicht so beeindruckend Houdini - Like im Raum erschienen ... Danke nochmal. Achso, mich hat dein letzter Hinweis an Carlos beeindruckt, mir hättste Angst eingejagt ...", meint er zwinkernd. Dann lässt er sich tiefer in den Sitz sinken. "Mensch, bin ich erledigt. Soviel Adrenalin und Angst hatt ich schon seit Stunden nicht mehr - seit dem Einbruch. Das hätt ziemlich ins Auge gehen können." Seufzend schließt er die Augen.

Schweigsam setzen sich die anderen Runner ins Auto. Snake besteigt den Dodge und die beiden Wagen brausen durch die Barrens zurück zum Hafenviertel. Dort betreten die Runner Williams Lagerhaus und sehen sich erschöpft um. Searge bricht als erstes das Schweigen, als sie alle in der Couchecke sitzen.

"So, da wären wir. Nach einem Liter Kaffee für jeden sollten wir uns dann einen Plan ausgedacht haben. UNd das möglichst schnell. Vorschläge. Und dann hätte ich gern endlich gewusst, was da unten los war. Jarrod, Rusty, William, was habt ihr da gemacht?" Seine Stimme klingt rau und fordend. Urplötzlich bricht William in Tränen aus.
"Oh mein Gott, ich hab sie umgebracht, aber sie wollte mich doch von hinten abknallen, hat mir einfach eine Kanone an den Kopf gehalten, oh Gott das konnte ich doch nicht wissen ..."
Er kann vor Schmerzen und Weinen nicht weiter sprechen. Snake schaut Jarrod mit weit aufgerissenne Augen an und sieht, dass dessen Kopf zurückgesunken auf der Lehne liegt. Snake gähnt ausgiebig und sagt plötzlich gereizt durch Searges forschen Ton.

"Hey kannst du dich nicht ein bißchen zusammenreißen, siehst doch dass die beiden fertig sind, der eine heult wie ein Schloßhund und der andere schläft friedlich! Laß uns alle erst mal ausruhen war ein echt langer Tag und anstrengend! Wenigstens ein paar Stündchen!"
Snake dreht sich um und sucht sich einen Schlafplatz.

"Was da unten los warr willst du wissen?", fragt Rusty schnarrend. "Nun, wirr haben dorrt unten das Beste aus derr Situation verrsucht zu machen und rrauszuholen, was zu krriegen warr! Und glaub mirr, das warr nicht einfach, wie du sicherr auch bemerrkt haben wirrst. Die ganze Aktion hätte auch zu einerr Todesfalle fürr uns alle werrden können, wie du hoffentlich bemerrkt hast. Wirr können nurr frroh sein, daß die Situation drraussen auf dem Flurr nicht weiterr eskalierrt ist und William überrlebt hat. Man könnte sagen daß wirr nurr noch leben weil wirr alle den einen oderr anderren Schutzengel hatten... Und weil Carrlos anscheinend sicherr warr Herrr derr Lage zu sein. Wirr haben da drrin verrhandelt Mann!
Alles was zählt ist nurr daß es funktionierrt hat..."
Er steht auf, macht sich eine Pizza heiß und zieht sich grummelnd in eine Ecke der Couch zurück.

"Alle leben noch. Was will man mehr. Ich hab doch aber wohl auch mal das Recht zu erfahren, was genau Ihr da gemacht habt, nachdem ihr mich schon die ganze Fahrt lang angeschwiegen habt. Hä?", meint Searge gereizt. "Was hieß denn sicher Herr der Lage? Wer war da unten. Er hatte sicher einige Gorillas dabei. Und ihr seid trotzdem wieder hier, naja außer William, der wohl etwas ausgerutscht ist.
Mein Problem ist nur, dass wir offensichtlich einen Auftrag geschmissen haben, der schnell erledigt werden sollte. Nach meinem Ermessen keine Aussicht besteht ihn noch abzuschließen und unser Johnson noch nichts von uns über sein Glück erfahren hat. Wir sollten die ersten sein, die es ihm sagen. Das wirft ein besseres Licht auf uns. Mit oder ohne Erfolg. Und nach dem Stress gerade kann ich jetzt erstmal nicht schlafen."
Grunzend und gähnend richtet Jarrod sich auf und meint verschlafen:

"Immer mit der Ruhe, was los war? Mr. Carlos hat uns Namen und Nummer -0124/23454- seines Johnson verkauft - ach so, Snake kriegt von jedem von Euch schlappe 833, 34 NY- und die Cybos werden uns bald anrufen für ein Treffen. Weiterhin hat William einer unbewaffneten Frau den Hals durchgeschnitten. Das wars auch schon, okay? Jaja, William, heul ruhig. Du kannst das schlechte Gewissen haben! Hm, was riecht hier denn so lecker ..."
Er geht rüber zu Rusty und nimmt sich dankbar grinsend ein Stück Pizza. Das verzehrt er auf der Coach und sinkt bald schnarchend tiefer in die Polster. Während dessen wisch sich William die Augen und starrt wütend auf Jarrod. Nach einiger Zeit sprudelt es aus ihm heraus:

"Ich bin nicht Schuld, dass die Frau tot ist. Der Scheiß Carlos hat sie gekauft und wenn ich den noch mal sehe dann ist Ende mit freundlich, dann kracht es richtig und jetzt will ich nichts mehr von dem scheiß tag hören klar!!!! Mir gehts nicht gut hat einer was gegen kopfschmerzen?" William steht auf und geht langsam zu seinem Bett.
Mit funkelnden Augen, ungläubigem Blick und lauter werdender Stimme wendet sich Rusty in Williams Richtung:

"Uhm, William - hast du schonmal überrlegt daß du nurr noch am Leben bist weil die das wollten?! Du wurrdest nurr betäubt - und das, obwohl du jemanden getötet hattest! Und natürrlich bist du "Schuld" an ihrrem Tod!!! Schließlich warrst du doch derrjenige derr die Nerrven verrlorren hat oderr habe ich da was falsch verrstanden? Oderr hat die berrühmte Stimme zu dirr gesprochen und dich gezwungen die Schwesterr abzustechen? Jetzt tu nicht so als wenn das alles nicht auf dein Konto gehen würrde und steh zu dem was du getan hast! Hättest du dich an das gehalten was dirr gesagt wurrde wärre niemand zu Schaden gekommen... also sei frroh daß du lebst und heul hierr nicht rrum wie ein Kleinkind und hoffe auf mein Verrständnis!" William bleibt bei der Rede Rustys stehen und dreht sich langsam um. Dann holt er tief Luft und versetzt:
"Ach nein, ich bin Schuld daran, dass sie tod ist, galaktisch schnelle Auffassungsgabe, die du da hast, du machst mir Angst.
Wenn ich nicht gewesen wäre, wer weiß was die Typen mit euch gemacht hätten. So und ich sagte ich will davon nichts gehr hören und wenn jemand meint er muß zu diesem ..... Vorfall noch etwas sagen dann von der tür sonst bringe ich den jenigen selber dort hin. War das verständlich?"
Mit zornig funkelnden Augen wendet sich William ab. Rusty hält mitten im Essen inne und meint mit einem bellenden Lachen, wobei die aufgesetzte Fröhlichkeit seine Augen bei weitem nicht zu erreichen vermag:
"Tollerr Kommentarr William. Wenn du nicht gewesen wärrst würrde die Frrau noch leben - sonst hätte sich nichts geänderrt. Rrein garr nichts! Du hättest - und du hast! - niemanden an irrgend etwas gehinderrt, ausserr ein lebendes Wesen am weiterratmen! Überrleg mal was du hierr fürr einen idiotischen und absolut sinnlosen Drek errzählst. Und wenn du derr Meinung bist irrgendwas vorr derr Türr errledigen zu haben - ich komme gerrne mit rraus und sehe dirr dabei zu - sonst geht wiederr was schief worran du natürrlich keine Schuld hast. Vielleicht pustest du dirr ja dein bisschen Hirrn selbst rraus - und das wollen wirr doch nicht oderr mein Kleinerr? Wobei - wahrrscheinlich macht das bei dirr ja auch keinen Unterrschied mehrr..."
"So, und wo wir uns nun genug beleidigt und gedroht haben, können wir uns wieder dem Run zuwenden. William muss das mit sich ausmachen - einen Ablassbrief hat er sich schon erkauft." meint Jarrod beschwichtigend und grinsend zu den Streithähnen. "Schon was neues, Searge? Was sagt deine Connection zur Nummer?", lenkt er die Aufmerksamkeit zu Searge. Doch die beiden reagieren nicht. William dreht um, geht zu Rusty und packt ihn am Kragen.
"Jetzt pass mal auf, du kleiner Schisser. Wenn du nicht hören kannst, dann raus hier. Ist das klar? Ich denke jeder weiß, dass es Scheiße gelaufen ist und ich weiß das wohl am besten. Aber von so einem abgebrochenem Gartenzwerg wie dir brauche ich mir in meinem Haus nicht auf der Nase rumtanzen zu lassen. Ist das klar? Also
RAUS UND ZWAR SCHNELL, bevor du auch gleich nicht mehr atmest!"
"SETZ DICH WILL!", Searges Stimme hallt durch das Lagerhaus. William zuckt kurz mit den Augen, lässt aber Rusty, der ohne Bewegung schlaff herabhängt, nicht los. "LASS RUSTY JETZT LOS UND SETZ DICH.", setzt Searge hinzu. "So mies, wie das bisher gelaufen ist, müssen wir uns nicht selbst an die Kehle gehen. Bevor dieser Run nicht zu Ende ist verlässt keiner das Team. Ist das klar? Skull konnte gehen. Er ist früh genug ausgestiegen. Doch jetzt haben wir andere Probleme und die müssen erst behoben werden, bevor es normal weitergehen kann." Searge legt William die Hand auf die Schulter und sagt eindringlich. "Die Nummer, die wir gekauft haben, gehört definitiv einem führenden Mitglied der Yakuza. Ich hab das überprüfen lassen. Meine Konnetion bestätigt, dass Nummer und Name übereinstimmen. Von dem Zielhandy wurde mit Carlos telefoniert. Danach wurden noch zwei japanische Nummern unbekannten Hersprungs angerufen. Damit haben wir es wohl mit einer echten Opposition zu tun. Also, lass Rusty jetzt los, wir haben echte Probleme!"
Zwei Sofakissen prallen an Rustys Rücken und fallen zu Boden. Jarrod klingt betont amüsiert:

"Hier, macht ne Kissenschlacht. Wessen Kissen als erstes reißt, der hat verloren ..." William entspannt sich und lässt Rusty zu Boden.
"Ist ja schon o.k. Ich bin mit den Nerven ein wenig am Ende, tut mir Leid." Er streicht Rusty seinen Anzug wieder glatt. "Sorry Chummer, war nicht so gemeint, tut mir leid."
"Also, Searge, rufen wir da an!?! Was meinst du, Snake ..." Jarrod dreht sich zu seinem Chummer um und hält stutzend inne.
"Snake? Wie kann er denn bei dem Lärm schlafen?" Jarrod sieht ratlos zu Searge rüber. Doch wie auf Kommando schlägt Snake die Augen auf und meint brummig.
"Nee Kleiner, bei dem Lärm kann wirklich keiner schlafen! Also Will, Rusty vertragt euch, ich glaub Will hat seine Lektion gelernt und ist schon genug gestraft. Ändern läßt es sich jetzt sowieso nichtmehr." Snakes Blick bleibt kurz an Rustys versteinerter Miene hängen, dann dreht er sich kopfschüttelnd zu Searge.
"Also, ich seh das so: Entweder wir gehen der Spur nach, und riskieren unseren Hals für echt wenig Geld, oder wir geben uns geschlagen und melden den Run als verloren, also was ist? Stimmen wir ab?" Er sieht zuerst zu Rusty, der mit starrem Blick aus zusammengekniffenen Augen den um einiges größeren William vor sich fixiert und seine Lippen bewegt. Dank seiner Geräuschverstärkung dringen einige sehr leise, aber eindringliche Worte bis zu ihm, die wohl nur für William bestimmt waren.
"... und ega,l in welchen Räumlichkeiten ich mich befinde - niemand hat es Zeit meines Lebens gewagt so mit mir zu reden und es überlebt. Solltest du jemals wieder das Bedürfnis dazu verspüren so sprich vorher dein letztes Gebet zu den Göttern an die du glaubst..." Damit wendet er sich von William ab und geht wieder zu seiner Pizza.
"Wie auch immerr ihrr euch entscheidet - ich komme mit." sagt er an alle gerichtet in den Raum hinein. Snake zuckt zusammen, als seine Dämpfer nicht sofort den Lärm herunterstellen und Rustys Stimme so immens laut an sein Trommelfell schlägt. William sieht Rusty abschätzend nach und meint dann: [/b]
"Also, sich mit der Yakusa anzulegen ist doch echt Wahnsinn, oder?
Ich denke, der Run ging echt in die Hose!"
"Ich würd gern wissen, ob das Cybo-Team den Chip schon abgegeben hat. Nur dann ist es sinnvoll, den Asiaten anzurufen. UND ich möchte wissen, wo Smartyy ist!" Jarrod klingt entschlossen. "Also schlage ich vor: Warten wir auf den Anruf des Cybo-Teams und entscheiden dann! Wenn wir uns aber jetzt entscheiden sollen, stimme ich für: Anrufen statt aufgeben!" Snake nickt Jarrod zu.
"Ich zieh noch mit, solange es nicht lebensgefährlich wird. Mit den Yaks sollte man nicht spaßen, die sind echt nachtragend, außerdem ist es das bißchen Geld nicht wert! Aber erst mal können wir ja noch weiter machen!", sagt er etwas unsicher. Auch Searge wirkt unentschlossen, scheint sich dann aber entschieden zu haben:
"Wir sollten den Run erst melden. Dann können wir immernoch die Yaks beehren. Wenn Digger dadrin eine Chance für sich sieht, wird er nicht nein sagen. Dann können wir uns kümmern. Und wenn mir dieser Smart nochmal über den Weg läuft werd ich mich auf jeden Fall nochmal mit ihm ernsthaft unterhalten.", setzt er grimmig hinzu und sieht dann fragend zu Brain. Der atmet tief und langsam, seine Stirn ist in viele Falten gelegt und man kann es hinter seiner Stirn förmlich arbeiten sehen. Er öffnet den Mund, als Jarrod plötzlich hastig aufspringt und an seinem Handgelenk rumspielt.
"Hallo, wer ... Was? Aber ... Hallo? Sind Sie noch dran? Wwie gehts Smartyy? Halloo ...?" Konsterniert legt Jarrod auf. "Hey, das Cybo-Team hat gerade unser Treffen abgesagt. DER RUN IST ERLEDIGT. Heißt wohl, der Chip ist abgegeben ... Also was is jetzt? Rufen wir den vermeintlichen Ojabun an oder nicht?" Searge klatscht sich auf die Oberschenkel und erhebt sich.
"Damit ist ja wohl klar, dass wir ein Gespräch mit Mr. Digger führen müssen. Snake, ruf ihn doch bitte an uns sag, dass wir ein sofortiges Treffen wünschen. Kannst ihm notfalls auch sagen, dass wir nicht erfolgreich waren. So, da wirst Du doch noch mit hinkommen, oder Brain? Da ist keine Yak im Spiel nur der Job, für den Du Dich freiwillig gemeldet hast." Brain nickt bloß, sieht aber noch nachdenklicher als vorher aus. Snakes Kopf sinkt nach hinten, als ob er eingeschlafen wäre. Merkwürdigerweise sind seine Augen weiterhin geöffnet. Interessiert nähert sich Jarrod und zuckt zurück, als Snake sich abrupt aufrichtet.
"Ok Leute, wir haben in 2 Stunden einen Termin mit Digger, mal wieder im Laberi! Jarrod und ich noch mal schnell was erledigen! Es ist jetzt 22:00, spätestens 00:00 sind wir alle dann im Laberi!" Jarrod sieht Snake fragend an und sagt dann: "Ha, genau! Wir beide erledigen jetzt erstmal was und dann treffen wir uns alle fürs Laberi! Ich find übrigens schade, dass wir aufhören ... naja, mal sehen, was Mr. Digger so sagt. Was machst du noch so, Rusty?", fragt er im Gehen.
"Keine Ahnung was ich noch solange mache - vielleicht geh ich schonmal hin und trrink da nen Schluck... Searge?" [b] Jarrod setzt sich zu Snake ins Auto und die beiden brausen in den nächtlichen Hafen in Richtung Bellvue. Searge und die anderen sehen ihnen nach.
"Oke, Rusty, ich nehm Dich und Brain mit rüber. Kommst du auch, Will?"
"Nope, ich muss noch zum Doc, mein Kopf bringt mich um ... fahrt ruhig vor, ich komm nach."


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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 24. Jan 2003, 15:48 
Besessener
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TREFFEN MIT DIGGER


00:00 am

Searge sieht Snakes Honda und Williams Dodge ziemlich zeitgleich um die Kurve biegen und am Straßenrand parken. Rusty und Brain, die schon seit einiger Zeit im Laberi sitzen, scheinen nicht besonderes festgestellt zu haben - jedenfalls haben sie sich noch nicht gemeldet. Als Snake und Jarrod den Honda verlassen, erkennt Searge sofort, dass die beiden frische Sachen tragen, auch wenn sie den alten ähneln. Jaja, noch was zu erledigen hieß dann wohl, sich zu baden und maniküren zu lassen. Diese zwei verhielten sich eindeutig wie Kon-Pinkel! Son bißchen Schweiß und Dreck hatte noch niemanden geschadet. Verächtlich runzelt er seine Stirn und spuckt aus, als er aussteigt. Er hätte zwar auch gern gebadet, aber die Arbeit ließ für ihn das nicht zu - noch war der Run nicht zu Ende und erforderte vollste Aufmerksamkeit. erfreut stellt er fest, dass William noch die alten Sachen trägt. Der lag wenigstens halbwegs auf seiner Wellenlängen, auch wenn die Sache mit der Schwester
gar nicht so sauber war. Naja, war halt auch eigentlich noch ein Greenhorn, dieser Schotte.

"So Will, dann wollen wir uns mal auffällig an der Bar platzieren. Rusty und Brain sind schon drin. Ihr beiden wartet noch kurz und kommt dann hinterher, okay?"
Ja, eindeutig waren die duschen, der Duft frischer Seife dringt an Searges Nase. Pinkel! Dann betritt er mit William die Bar.

[b]
Searge und Willam betreten vorsichtig das Laberi. Erstaunlicherweise ist die Kneipe fast leer, nur am Billardtisch herrscht Bewegung. Zwei Norms und ein Elf, wohl von der ansässigen Gang wie ihre einheitliche Kleidung verrät, sehen konzentriert auf den Tisch, ein weiterer Norm zielt mit seinem Cue. Offensichtlich trifft er nicht nur die Kugel, denn ein verräterisches Reisen, wie von Stoff, klingt durch den Raum – zusammen mit johlendem Gelächter der Umstehenden. Der Barkeeper, ein ungepflegter Mann mit dunklem Vollbart und dreckiger Schürze sieht missmutig zu ihnen rüber iund murmelt etwas Unverständliches. Leise dringt Countrymusic aus den Boxen.
Searge entdeckt Rusty und Brain, die an der Bar Platz genommen haben und gesellt sich zu ihnen. Noch ehe er bestellen kann, schiebt ihm der Barkeeper erin Pils über die Theke.

"Bittsse ssschön bein Freund!" Überrascht mustert Searge das Bier und den Barkeeper.
"Sag mal, du heißt nicht zufällig Smeagol, mein Schatz?", ertönt da Jarrods Stimme hinter Searge. 'Mann, die sollten doch noch warten, diese Pinkel!' schießt es Searge durch den Kopf. Tja, nur Anfänger. Jarrod spricht derweilen ungeniert weiter. "Wie auch immer, ich hätt gern nen ähm Indian Tonic Water. " Searge dreht sich um, bereit, die beiden ordentlich anzufauchen wegen ihrer Stümperhaftigkeit. Doch nur Jarrod steht hinter ihm und zwinkert ihm zu. Dann nimmt er sein Tonic, setzt sich an einen Tisch an der Tür und spielt an seinem Handgelenk rum. Deutlich hört Searge ihn zischen:
"Okay, mein Schschatzzz, du kannssst reinkommen und nach Sssauronssse fragen." Sichtlich beeindruckt von seinem eigenen schauspielerischen Können sieht er sich in der Kneipe um. Searge schüttelt nur den Kopf und dreht sich wieder zur Theke. 'Auch noch nen durchgeknallter Pinkel'.
Snake kommt durch die Tür gestürmt.

"Ja, Ja kleiner Stinker, hier bin ich ja." , sagt er mit einem Augenzwinkern zu Jarrod. Dann dreht er sich um, zur Bar hin. "Ein Bier bitte mein Freund und Mr. Digger bitte, er erwartet uns!"
"Ssssooo, das Bierlein und der Rest", er schiebt jedem der Runner ein Getränk zu, mit einem breiten Grinsen. Dann wendet er sich zu Snake:
"Er erwartet Ssssie wie immer hinten ... gehen Ssssie ruhig dorthin durch und nehmen Sie Ihre Getränke mit " Dabei rutscht ihm des öfteren die Zunge zwischen den Zähnen hindurch und verursacht diesen merkwürdigen Akzent. Angewiedert sieht Searge, dass nicht nur die Zunge, sondern auch Spucke aus dem Mund herausschießt. Schnell leert er sein Bier und begibt sich außer Reichweite des Barmanns.
"Auf gehts.", meint er dabei und stiefelt den Gang in des Hinterzimmer hinab. Die anderen, außer Jarrod, der interessiert auf den Barkeeper sieht, folgen ihm.
Als Searge hinten ankommt, sieht er eine kleine Treppe, die nach unten führt, so 2 m und dann in einen kurzen Gang endet. Er geht schnell hinunter und erreicht eine metallische Tür, die offen steht.
Er tritt in einen mittelgroßen Raum mit einem runden Tisch in der Mitte, darum genug Stühlen, so dass sich jeder, der möchte, setzen kann. Ein Zwerg, offenschtlich Mr. Digger, sitzt schon mit dem Gesicht zur Tür gerrichtet und deutet auf die Stühle.

"Bitte setzen sie sich meine Herren"
Snake schaut durch die Runde, dann ergreift er das Wort.

"Also Mr. Digger, der Auftrag ist nicht ganz so verlaufen wie es geplant war. Irgendjemand hat Wind von unserer "Entschlüsselungsaktion" bekommen. Viele von uns vermuten, dass Smartyy uns verkauft hat. Wie auch immer, wie wir mittlerweile wissen, hat die Yakuza Ihren Chip und Ihren Smartyy, sie haben wirklich teures und schweres Geschütz aufgefahren um ihn zu kriegen! Wir konnten sie bis zu dieser Telefonnummer zurückverfolgen." Digger nimmt den ihm dargebotenen Zettel mit sehr gleichmütiger Miene entgegen, das Geschilderte scheint ihn kaum zu beeindrucken. Snake fährt fort:
"Wenn sie nun immernoch Ihren Chip wollen, dann ist der Preis dafür gestiegen. Mit den Yaks legt man sich nicht gern an, wir würden aber gegen eine höhre Aufwandentschädigung weitermachen."
Die Miene des Zwerges verändert sich nicht im geringsten als er Snake kalt in die Augen sieht.
"Die Yakuzza? Es war im Endeffekt klar, das sie hinter den Infos genauso her sind wie ich. Es geht dort um persönliche Dinge, im Bezug auf mich und die Yakuzza. Ich stelle jedem frei, sich aus dem Auftrag zurück zuziehen. Wer nicht aussteigt, sollte sich im klaren sein, dass jede Minute zählt. Ich denke nicht das Smartyy Sie verkauft hat. Ich kann Ihm vertrauen. Wie kommen Sie darauf. Aber egal. Besorgen sie Smartyy, lebend, und die Informationen. Ich biete 20000 Nuyen pro Person extra. Plus 5000 Nuyen für den Kopf des Auftraggebers." Er sieht in die Runde, als Brain aufsteht und mürrisch murrt:
"Ich würde gerne aussteigen, die Sache ist mir zu heiß." Noch ehe Snake reagieren kann, reicht Digger Brain einen Stick und meint:
"Wie Sie wünschen ... Vielen Dank für Ihre Bemühungen." Wortlos beobachten die Runner, wie Brain ihnen zunickt und den Raum verläßt.
"Noch jemand?", klingt ihnen Diggers Stimme rau in den Ohren. Snake fasst sich als erster:
"20000 extra hört sich gut an. Ich mache weiter, wenn das Team nicht zu klein wird!"
Die anderen Nicken zustimmend. Zufrieden fährt Digger fort.
"Ich werde Ihnen zusätzliche magische Unterstützung stellen ... , da Mr. Brain wegfällt."
"Und wie sieht es mit zusätzlicher Intelligence aus? Ohne die richtige Infos, wo wir suchen oder zuschlagen sollen, sind wir nicht voll und schnell genug handlungsfähig."
"Also ich denke 20000 Nuyen pro Person sind genug Geld um mit Hilfe einer Nummer genug Informationen herraus zubekommen. Und ich denke sie haben diese Infos schon. Sie haben genug Querdenker bei Ihnen im Team, also bitte ..."[b], beantwortet der Zwerg Searges Frage ungehalten. Er erhebt sich und will sich wohl verabschieden, als Searge grimmig nachhakt:

"Ich werde den Job zu Ende bringen. Doch was verstehen sie darunter Mr. Digger? Sie wollen den Chip zurück? Sie wollen ihren Smarty zurück? Sie wollen den Yakboss tot sehen, dem diese Nummer hier gehört? Das macht eine Datenbeschaffung, eine Geiselrettung und eine Wetwork. Ist das nicht etwas viel?

"Hey, ich weiß ja nicht, obs dich nicht stört, aber ich kenn nen guten Doc, der dir für nen geringes Entgeld sicherlich eine Zahnprotese bastelt - der Erfolg bei Frauen steigt ungemein mit einem kompletten Lächeln!" Jarrod beugt sich über den Tisch in Richtung des Barkeepers und nickt ihm bei seinen Worten vertraulich zu.
"Eh ... ss ssssseh ich ssssoo aussss dasss ich unglücklich bin? Ich brauch keine Protesssse! Na ....."
"Naja, wenn du meinst, aber ... " Jarrod bricht ab, als er Brain aus dem Hinterzimmer treten sieht. Fragend sieht er ihn an.
"Schon fertig? Wo sind die anderen? Hey, warte doch ..." Doch Brain geht unbeirrbar zum Ausgang des Laberi und murmelt nur:
"Wie gesagt, ich steige aus." Und er verschwindet durch die Tür. Jarrod sieht ihm irritiert nach und wendet sich dann an den Barkeeper.

"Mr. Searge ..." Digger macht eine kurze Pause, in der er tief Luft holt. Er setzt sich nicht noch einmal hin, sondern meint im Stehen:
"Dass Sie den Chip verloren haben, ist Ihre Schuld. Dass Sie Smarty verloren haben, ist auch Ihre Schuld. Ich bin bereit, noch mehr Geld zu investieren als vereinbart war. Dabei ist der alte Auftrag noch gar nicht beendet." Er schaut ein Mal in die Runde. "Und wie gesagt. 5000 Nuyen extra für die Person, die mir den Kopf des Japaners bringt. Sie müssen das nicht machen, also kein Auftrag zur Wetwork!" Die Augen des Zwerges funkeln vor Freude über seine Spitzfindigkeiten. Searge verschränkt seine Arme und mustert seinen Johnson kurz. Dann brummt er:
"Ich werde mich bemühen, diesen Job zu Ende zu bringen."
"Gut, wenn sonst keiner Probleme damit hat, sollten wir uns ausruhen und dann loslegen, solange die Spur noch warm ist! " Auch Snake erhebt sich jetzt und sieht zufrieden zu Mr. Digger.
"Oh doch ich habe sehr wohl noch etwas zu sagen." Ertönt da Williams Stimme. Snakes Gesicht verfinstert sich, als er sich zum Sprecher umdreht. William fährt ungerühert fort:
"Irgend so ein Kleiner ... will von uns, dass wir einen Yakuzaboss umlegen und unser Leben damit verwirken, und will uns dafür nur mit läpischen 20K abspeisen? Könnt ihr vergessen, da mach ich nicht mit, nicht für den Preis gegen so eine Organisation!" Er sieht höhnisch zu Digger.
"Soll ich vielleicht gleich danach zu Renraku und den Boss auch noch abknallen, oder wie?"
"Dann lass es bleiben, Will." Searge weißt auf die Tür des Zimmers. Dann wendet er sich an den Zwerg. "Wer ist denn die neue magische Unterstützung, und wie treffen wir sie? Was kann sie denn?" Doch Digger reagiert nicht, mit gleichmütigem Gesicht sieht er auf William, doch seine harten Augen sprechen Bände. Mit ruhiger Stimme sagt er:
"Mr. William, Sie haben genau 30s den Rat Ihres Chummers zu befolgen. " William hebt seine Augenbraue und sein Mund formt ein Lächeln.
"William: Bleib rruhig." Durchbricht Rusty das Blickduell von William und Digger. "Es ist lange nicht alles wahrr, was überr die kleinen Leute aus dem ferrnen Osten errzählt wirrd. Klarr, sie haben Macht und nen langen Arrm, aberr auch derr endet allerrspätestens vorr den Barrens und damit vorr unserrem Gebiet... ich finde den Prreis für den Auftrrag angemessen - allerrdings, und ich glaube ich kann hierr fürr alle sprrechen," dabei sieht Rusty William tief in die Augen, "wirrd niemand von uns hierr einen Auftrragsmorrd ausführen. Berufsehrre - sie verrstehen sicherr..." wendet er an Digger.
"Ähhm Rusty, Du mußt das ja nicht machen, aber sprich bitte nicht von Berufsehre und schon gar nicht für uns alle!", sagt Snake entschieden. Rusty zuckt nur die Schultern.

"Und dann würrden wirr gerrn Näherres überr den neuen Magierr im Team errfahrren..."

"Okay, okay. Kein Grund, gleich bissig zu werden. Solange alle Bereiche deines Lebens so gut miteinander verzahnt sind, dass du ausgefüllt bist, ist ja alles in perlweiß-strahlender Ordnung. Ach ähm ich hätt gern noch nen Tonic ..." Jarrods Lächeln erstarrt und er wendet sich noch einmal zur Tür, durch die Brain gerade verschwunden ist.
"Hm, war wohl kein Scherz. Viele Grüße an Pinky! Werd immer an euch denken, wenn ich NARF vernehme!"

"Ja, also, wo und wann treffen wir unsere "magische Unterstütz..."?" Snake bricht ab, als sich William erhebt und dabei fast den Tisch umwirft.
"Ich bin drüben bei Jarrod. Wenn ihr der Meinung seid, mich noch zu brauchen, dann bin ich dabei. Sonst meldet euch, wenn es Probleme gibt!" Er schenkt Digger noch ein unechtes Lächeln, deutet eine Verbeugung an und verlässt den Raum. Digger zuckt mit keiner Muskel, bis der Schotte die Tür geschlossen hat. Dann wendet er sich an Snake.
"Also, Ihre magische Unterstützung heißt Timberwolve. Sie finden ihn in der Blue Flame Bar, nicht weit von hier. Er ist ein Kampfmagier und wird Sie in magischen Angelegenheiten unterstützen. Viel Erfolg!"[b] Er zeigt erneut auf die Ausgangstür.
"Axo, sagen Sie Mr. William, wenn er sich nicht in nächster Zeit zu zügeln weiß, fliegt er aus dem Kontrakt raus!"

Erstaunt sieht Jarrod William auf sich zukommen. Noch ehe er etwas sagen kann, setzt sich der Norm neben ihn an den Tisch und grinst zu ihm rüber.
"Na mein Großer, alles klar hier? Der Digger hat echt Einen an der Waffel." Dann dreht er sich zum Barkeeper. “Ich hätte gern noch einen Whiskey ... du auch noch was, ich bezahle.“, fügt er an Jarrod gewandt hinzu.
"Was? Du bezahlst? Ähm, Barkeeper, ich hätt gern mal die Karte ..." Jarrod stöbert etwas in einem fleckigen, gelben Zettel, der wohl die Karte darstellt.
"Was war eigentlich los da drin? Erst kommt Brain raus, dann du ... Worum gings?"
"Ach, wir sollen den komischen Yakkunden von der Telefonnummer umlegen und "seinen" süßen kleinen Smartyy wieder finden. Für billige 20000 oben drauf. Und den Chip natürlich nicht vergessen.
Da bin ich etwas sauer geworden, weil er so ein Scheiß Großkotz ist und darum steh ich jetzt hier. Weiß noch nicht wie sie sich da drin entscheiden ob ich dabei bleibe oder nicht." Jarrod hört bei der Erwähnung der Yakuza auf, im Menü zu suchen und sieht William groß an. Der klopft ihm freundschaftlich auf die Schulter und meint:
"Keine Angst, ich pass schon auf dich auf."
"Naja, aber wenn jetzt Brain raus ist, wer ist dann unser neuer Magier - neben Rusty natürlich? Also ich war immer schon dafür, Smartyy zu suchen. Vielleicht sollten wir mal unter der Nummer, die mich angerufen hat, beim CyboTeam anfragen, was die über seinen Verbleib wissen ... 20k hört sich doch erstmal gut an ... Und die Japaner sind mir eh Schnuppe. Weiß zwar nicht warum, aber irgendwie weiß ich, dass ich vor denen keine Angst zu haben brauche ...", sinnierend starrt er in die Karte.
"Naja wir kriegen wohl einen neuen Magier. Ach weißt du, Großer, mit den Yaks ist das immer so eine Sache. Man weiß nie, was die hinter ihren kleinen schlitzigen Augen aushecken. Wer weiß: Schlitzaugen gleich Schlitzohren? Was weiß ich, aber ich denke, das wird mächtig Ärger geben, wenn wir denen in die Bahn geraten."

"Also gut Mr. Digger, wir werden unser bestes tun." Snake verlässt das Hinterzimmer und lässt die Tür offen stehen. Searge tippt kurz mit der Rechten an den Kopf und verlässt ebenfalls den Raum.
"Snake, wollen wir erstmal den Neuen abchecken, solange er noch in seiner Bar hockt? Waldwolf hört sich für mich wie völlig ungeeignet für die große Stadt an.", fragt er Snake auf dem Weg zum Ausgang. Der nickt bloß. Als die beiden den Tisch von Jarrod und William erreichen, baut sich Searge vor William auf.
"Hey William, was war das für eine Show? Entweder die bist dabei, oder nicht. Ich hab keinen Bock mit Leuten zu arbeiten, die nicht wissen, was sie wollen. Die haben nämlich die blöde Angewohnheit sich dauernd zu einer anderen Seite ihrer gespaltenen Loyalität hingezogen zu fühlen. Digger hat da übrigens auch kein Verständnis für." William reagiert auf die Rede nicht sichtbar, er sieht nur in sein Glas und schlürft an dem Whiskey. Searge fährt daraufhin fort.
"Snake und ich gehen mal rüber zur Blue Flame Bar. Werden dort vielleicht jemanden kennen lernen. Hört sich für mich wie ne Schwulenbar an. Kommst du mit Rusty, kannst uns dann sagen, was der Typ so drauf hat.", meint Searge mit leichtem Grinsen. Rusty, der kurz hinter Searge steht, lässt nur ein Schnaufen vernehmen, nickt dann aber. Jarrod sieht zu den beiden und sagt dann leise:
"Was isn in der Blue Flame Bar? Der neue Magier? Hört sich für mich zwar witzlos an, dass wir uns dem Magier vorstellen müssen, und nicht er sich uns - immerhin sucht er den Job, also kann er auch hierher kommen - aber wenn du gerade lauffreudig bist ... Ich geh mit Will in seinen Dodge. Bis denne!"[b] Damit erhebt er sich, William folgt seinem Beispiel.

"Na los, Searge, Rusty, gehen wir. Aber wir sacken den Typen bloß ein und dann ab zum Lagerhaus. Ich hab keinen Bock mehr auf abchecken, der wird schon für den Job geeignet sein, sonnst wäre er nich dabei! Und laßt Will ein bißchen zufrieden, er hat gerade viel durchgemacht." Snake wirkt ziemlich genervt. Nachdem er das in die Runde gesagt hat, marschiert er geradewegs in Richtung Tür, dort dreht er sich nochmal.
"Na Tempo auf gehts. Wer mitkommen will, kommt mit, wer nicht, fährt schon mal vor!"
"Lass uns schonmal vorfahren, Will.", sagt Jarrod. "Mir knurrt der Magen und die Preise hier sind mir zu hoch. Willste mitkommen, Rusty? Bei dir wird sogar ne Tiefkühlpizza zu FastFood - man spart sich die ganze Ofenerwärmungsphase ... und ich könnte nen halben Stier essen!" Jarrod bezahlt seine Drinks und verlässt hinter Snake die Bar. "Wie sahs eigentlich mit nem Vorschuss aus? Wie hieß der Magier? Vielleicht kenn ich ihn ja ... obwohl ich nur zwei Magier kenne - Tick und Flame ... und die sind eigentlich beide verhindert ..."


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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 29. Jan 2003, 14:44 
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DAS BLUE FLAME


00:52 am


Jarrod trommelt ärgerlich auf dem Armaturenbrett des Dodge herum. Zorn lodert in ihm, warum konnte William auch nie richtig zuhören? Eindeutig hatte er, Jarrod, formuliert, dass man ja zum Lageraus fahren könnte, schließlich habe er, Jarrod, Hunger. Aber nein, es gab ja nur ihn, William, und er, Jarrod, konnte ruhig verhungern, während sich er, William, die ohnehin zerstörte Leber nochmals in Whiskey einlegen musste. Und das ging natürlich nur in der Blue Flame Bar. Ganz toll! Ha, der würde staunen, wenn er rauskäme und sein Dodge wär weg. Man müsste ja nur um die Ecke fahren und schon würde William heulen. Wie im Lagerhaus schon. Die Launen von dem Typen waren furchtbar, nie wußte man, was er als nächstes tun würde. Aber der sollte mal seine Launen zu spüren bekommen. Der Whiskey sollte ihn einen Adrenalinstoß kosten! Interessiert betrachtet sich Jarrod den Zündmechanismus des Dodge. Wenn man nur an die Drähte kommen würde, diese nostalgische Karre funktionierte ja noch mit richtigem Zündschlüssel. Aufgeregt setzt sich Jarrod auf den Fahrersitz. Jetzt musste er nur noch die richtigen Drähte finden.


In der Bar tümmeln sich Massen von Menschen, die zu einer Cyber-Punk Band abfeiern ... das der Boden bebt. Es wird gesprungen, gestossen und gebrüllt.
Hauptsächlich Menschen sind im Geschehen verwickelt, aber auch vereinzelt Zwerge, die herumgeschubst werden und dabei ihre Freude haben. Und ein paar Trolle, die ihre Freude haben, alle anderen zu schubsen ... meist bis an die nächste Wand. Um sie herum hat sich eine freie Fläche gebildet, die stark gemieden wird. Nur Einige entkommen den langen Armen nicht und sorgen für eine neue Wandfarbe.
Im Hintergrund sind Spielautomaten zu erkennen, eine lange Bar die vollständig besetzt ist und eine Tür die auf WC hindeutet.
Rechts ist die Bühne mit der Band ... links vereinzelt Tische ... und Hocker ... aber die stehende Masse dominiert.
Snake bedeutet den anderen zu Warten und drängt sich bis zur Bar vor. Dort winkt er sich den Barkeeper heran:

"Kennst Du einen Timberwolf?"
Der Wirt, ein menschlicher Recke, genauso breit wie hoch, mit Glatze und einer Tattowierung, einer Art Strichcode, erinnert an eine Art übergroßen Meister Proper.

"Was kann ich DIR bringen?"
"Einen doppelten Scotch für mich und für meine Freunde, was sie wollen, und Mr. Timberwolf, BITTE!", brüllt Snake erneut.
Mr. Proper lächelt kurz und schiebt die Getränke rüber.

"20 Nuyen. Und für die Infos 50!"
Die Getränke riechen merkwürdig, aber alle anderen trinken sowas auch! Als Snake seine Nase rümpft, wird das Lächeln breiter ... und erreicht fast die Ohren, als Snake statt der geforderten 80 NY einen Stick mit 100 über die Theke reicht. Dann macht nur ein Kopfnicken zu dem Typen am Ende der Bar, steckt den Stick weg und ist auch schon zum nächsten Kunden verschwunden.
An der bezeichneten Stelle sitzt Norm normaler Statur mit Glatze. Er trägt eine ausgewaschene Jeans, darüber einen abgeschabten langen Mantel, der nur so von Dreck protzt. Vom Seitenprofil scheint das Gesicht sehr kantig auszufallen. Unzählige Ohringe glitzern in seinem linken Ohr.
Snake schiebt sich zu dem Typen am Ende der Bar durch.

"Mr. Timberwolf? Ich bin Snake, Mr. Digger hat sie empfohlen. Wir haben viel zu tun, also trinken Sie aus, ich warte draußen!"
Ohne eine Antwort abzuwarten dreht sich Snake um und schiebt sich in Richtung Tür. William. Rusty und Searge sehen ihn erstaunt an, folgen dann aber. Eret jetzt fällt ihnen auf, dass der glatzköpfige Mann nicht nur eine Zufallsbekanntschaft war ... er folgt Snake nämlich ziemlich schnell nach draußen. Dort zieht er die frische Luft ein und meint:

"Hallo, Mr. Snake", und reicht Snake die Hand, die mit medizinischen Handschuhen vor der Umwelt geschützt ist. Irritiert ergreift Snake sie:
"Wie Sie bereits zu wissen scheinen, mein Name ist Timberwolve und Sie sind wohl mein Kontakt. Ich werde mich vorerst an Sie halten. Sagen Sie mir einfach, was ich für Sie tun kann und ich werde es nach besten Wissen und Gewissen erledigen."
Snake sieht in das Gesicht des Mannes und stellt fest, dass dieser nicht nur eine Glatze trägt, sondern auch sonst völlig haarlos zu sein scheint: Keine Wimpern, keine Augenbrauen, nicht mal Bartstoppeln.

"Tja, Mr. Timberwolf, wie schon gesagt, haben wir nicht viel Zeit, also steigen Sie bitte zu diesem netten Herren"Snake deutet auf Searge, der an seinem Van steht, in den Wagen, und wir fahren dahin, wo es für eine Unterhaltung besser geeignet ist! Wir ..."
"Verdammte Axt, was ist das denn!"
Snake dreht sich zu William um, der bestürtzt auf eine freie Parklücke an der Straße stiert. Moment mal, stand da nicht vorhin der Dodge? William kramt wie verrückt in einer seiner Taschen und zaubert einen kleinen Apparat hervor, auf dem ein kleines rotes Licht blinkt. Snake verkneift sich ein wissendes Lächeln und meint nur:

"Will, Du fährst erst mal bei Searge mit, Jarrod kommt gleich wieder denk ich! Los, wir haben keine Zeit!"
Während William murrend auf den Bison zugeht, zückt er sein Handy und tippt Jarrods Nummer ein ... es klingelt kurz ... dann meldet sich die automatische Abfuhr: The person you have called is tempor ... William legt auf und steigt wütend ein. Wenn er den erwischt ... Plötzlich klingelt sein Handy. Es ist Jarrod:

"Hey, ja, ich bins ... Sorry, der Empfang ... komm auch gleich zum Lager, bis dann!" , und schon ist er wieder weg, aufgelegt.
Searge startet den Bison, ignoriert Williams Flüche und braust los zum Lagerhaus.


Jarrod legt seelig grinsend auf, sieht sich noch einmal schnell in der Wohnung von Smartyy um und schnappt sich dann die gefundenen Chips und den Taschensekretär. Fröhlich pfeifend hüpft er die morsche Treppe hinunter, schwingt sich in den geknackten Dodge und steuert Richtung Hafen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 8. Apr 2003, 15:41 
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IM LAGERHAUS

1:33 am

William läuft vor seinem Lagerhaus unruhig hin und her. Jarrod hätte schon längst da sein müssen mit dem Dodge ... ob ihm wohl etwas passiert war? So einen tollen Kumpel würde man nie wieder finden können, er hatte immer dann geholfen, wenn er gebraucht wurde, ohne Murren, ohne Wehklagen. Etwas Aufmerksamkeit und schon lief alles wie geschmiert. Und wenn er an das Aussehen dachte ... Jaja, dieser Dodge war unersetzlich! Sollte dieser komische Elf auch nur einen Kratzer im Lack hinterlassen haben, dann würde er ihn vierteilen! Und der Dodge dürfte zuschauen!
Zwei Scheinwerfer bogen vom Highway in den Hafen ein. William stellte seine optische Vergrößerung schärfer und erkannte die Birnen seines Dodge! Gott sei Dank, es war ihm nichts passiert, alles in Ordnung! Na, der Kurze kann sich was anhören!
Langsam fährt der Dodge ins Lagerhaus und ein ziemlich glücklich aussehender Jarrod steigt aus. Als er William sieht gefriert sein Lächeln etwas und erreicht dann schnell wieder Normalgröße, selbst als William auf ihn zutritt.

"Hey, Jarrod, solltest du nochmal so ein Ding drehen, dann laß es mich vorher wissen, weil ... bei meinem Wagen, da hört der Spaß auf, alles klar? Wenn du fragst, dann kannst du ihn gerne haben, aber nicht einfach los fahren! Ich habe mir auch schon überlegt, was ich mit dem mache, der meinen Wagen genommen hat also ..."
Jarrod zuckt bei den letzten Worten leicht zusammen, doch als William schlicht vor ihm stehen bleibt, klopft er ihm beruhigend auf die Schulter und geht dann zum Computertisch. Dort kramt er in seinem Mantel und holt einige Chips und einen verbeulten Taschensekretär heraus. Snake nähert sich und flüstert:

"Wie bist Du eigentlich ohne Schlüssel mit dem Wagen davongekommen?", dann meint er laut:
"Darf ich vorstellen, Timberwolf Jarrod, Jarrod, Tiberwolf!" Timberwolf sieht Jarrod kalt an.
"Bin erfreut, Euch kennenzulernen." Dann wendet er sich wieder an Snake.
"Wollt ihr mir noch einige Details zukommen lassen oder soll ich mich die ganze Zeit nur in eurer Gegenwart aufhalten und nach eigenen Ermessen handeln?"
"Hm? Oh, hallo, gar nicht gesehen. Tiberwolf? So wie der Fluss in Rom? Du hast nicht zufällig mal zwei Jungens gesäugt, hm? Ähm, die anderen erzähln dir schon, was los ist, ich muss mal schnell meine eMails abrufen." Jarrod hackt wie wild auf dem Sekretär herum, der ein sonores Summen von sich gibt. "Blödes Mistding ... die paar Kugeln ... Na mal sehen.", flucht er dabei leise vor sich hin. Dann startet er den PC vor sich und schiebt einige Chips in das Lesegerät.
Searge indess erhebt sich von der Sitzecke, auf der er zu schlafen schien und geht auf Timberwolf zu. Dann streckt er die Hand aus und zeigt auf die Anwesenden.

"Mr. Timberwolf? Darf ich vorstellen? Mr. Snake kennen sie schon. Dort drüben am Rechner sitzt Mr. Jarrod, keine Angst der haart nicht sehr, und ich hab noch niemanden mit einer Allergie auf seine Haare getroffen. Der Große mit den Sorgen um sein Auto neben Ihnen ist Mr. William. Und der Kleine mit dem blauen Schimmer ist Mr. Rusty. Er ist neben Ihnen die zweite magische Erweiterung des Teams." Er holt tief Luft und sieht Timberwolf tief in die Augen, als er leise weiterredet.
"Zu ihren Fragen: Wie sieht denn ihr Kontrakt genau aus? Wofür werden sie denn bezahlt? Ansonsten ist es bei uns nämlich üblich, dass jedes Mitglied - und das sind Sie, wenn Sie an unserem Auftrag teilnehmen - alle seine Fähigkeite und sein Wissen vorbehaltlos in die Erfüllung des Auftrags einbringt. Wenn sie also bei uns bleiben, müssen Sie nicht fragen, bevor Sie sich zu Wort melden. In Konfliktsituationen wäre ich ihnen jedoch dankbar, wenn meine taktischen Hinweise befolgen. Das wird der ganzen Einheit helfen." Fragend zieht Searge die rechte Augenbraue hoch. Als der glatzköpfige Magier zustimmend nickt, spricht er weiter.
"Zu dem Auftrag an sich: Der Job besteht darin, einen Chip und eine Person zu beschaffen. Momentaner Aufenthaltsort unbekannt, jedoch eingeengt. Momentaner Besitzer: Unterführer eines Yakuzaklans. Vermutete Mindestopposition: ein Yakuza Wach- und Sicherungsteam und/oder das Runnerteam "Cybos Runner Team". Sind Sie ihnen bekannt?" Zu aller Enttäuschung schüttelt Timberwolf den Kopf. Seufzend fährt Searge fort. "Wenn Sie mit dem Auftrag Probleme haben, wäre jetzt der richtige Zeitpunkt, um sie vorzubringen und auch noch auszusteigen. Ihr magischer Vorgänger konnte seine Zähne leider nicht mehr ruhig aufeinanderhalten, als er den Namen Yakuza hörte. Ich hoffe unser Kontakt ist sich da bei Ihnen sicherer gewesen. Wie sieht es aus?"
Timberwolf mustert alle Anwesenden noch einmal genau. Dann zieht er sich seelenruhig die Handschuhe aus und ersetzt sie durch ein neues Paar. Dabei sagt er selbstsicher:

"Ich wurde angeheuert um für Ihre magische Sicherheit zu sorgen. Des weiteren wohl wegen meiner Fähigkeiten mit aggressiver Magie. Sie werden von mir solange unterstützt, bis sie Ihren Chip und Ihre Person beschafft und abgeliefert haben. Noch Fragen?"
"Klingt gut Mr. Timberwolf. Willkommen an Bord. Geht das in Ordnung, wenn ich sie der Kürze halber Wolf nenne? Oder Timber?" Der Magier nickt auf Searges Frage. William ergreift Timberwolfs rechte Hand.
"Angenehm, William. Hier sind Sie in meinem kleinen Reich, also wenn wir mal versprengt werden, dann ist hier Sammelpunkt." Dann wendet er sich ab und gesellt sich zu Jarrod.
Timberwolve schaut ihm verdutzt hinterher und nimmt seine Hand wieder an den Körper.

"Danke Mr. William."
"Hast du das mit dem Auto gehört?" William kneift Jarrod in die Schulter und beugt sich herunter.
"Wollte mich nur nochmal erkundigen."
"AU! Du alter Grobian! Wenn sich dein Auto so leicht knacken läßt, ists doch nich meine Schuld! Außerdem dachte ich, ich hätte diese schwarzen Vans wiedr gesehen.!" Er reibt sich die Schulter und sieht William wütend an. Dann dreht er sich zu Snake, einen Seitenblick auf Timberwolf. "Also, konnte wenig finden. Die drei Chips sind verschlüsselt ... kein rankommen! Einer ist nen Uniplan! Der Sekretär spuckt nen Terminkalender aus. Anscheinend hat Smartyy nen Trefen mit "Shine" diesen Dienstag. Kennt ihn/sie jemand? Ich schätze, einer dieser Chips ist für sie - irgendwie hab ich da ne Frau vorm Auge ..." Jarrod seufzt und dreht sich zum Rechner. "Ne Matrixspur gibts nich bzw. hab ich nich gefunden. Bin wohl nich son guter Decker ... Also, wir haben zwei Chancen: Wir rufen Shine an, fragen nach ihrem Treffpunkt mit Smartyy und hoffen, dass er da auftaucht ... oder wir besuchen Shine und hoffen, dass er dort ist! Ansonsten hat ihn noch unser Yakuzafreund ... Wieso bist du eigentlich so schweigsam, Rusty?"
"Ich überrlege mirr grrade was - wenn ich zu nem Schluß gekommen bin sag ich Bescheid. Aberr vorrherr: Hey grroßerr böserr Wolf, magst du´n Stück heiße Pizza? Keine Angst, die is nich aus dem verrhaarrten Ofen da hinten ," sagt Rusty zu Timberwolf und zwinkert Jarrod dabei zu, während er ihm im Vorbeigehen ein Stück auf die Hand gibt. "Laß uns mal da hinten auf die Couch setzen, Wolf, dann kann ich dirr ne heiße Geschichte von ein paarr wildgeworrdenen Kaminfeuerrn errzählen..."
Dabei stapft er weiter zum hinteren Ende der Couch, setzt sich hin und mampft ein Stück Pizza nach dem anderen.
"Ich hab das Gefühl als könnte die mehrr Käse verrtrragen...", meint er sinniernd und starrt auf die Pizza. Jarrod schaut Rusty grinsend nach. Dann flüstert er Timberwolf zu:
"Ja, aber pass auf, dass sich das Stück nicht in Rauch auflöst - Rustys Besitztümer sind da vorbelastet ... Außerdem hab ich mich vorhin auf dem Sofa gekämmt! Es stört dich doch nicht, wenn da jetzt Haare von mir liegen?"
Timberwolf übergeht Jarrods Necken und setzt sich zu Rusty auf die Couch. Bald sind die Beiden in eine Diskussion über Feuerelentare und andere magietheoretische Fragen vertieft. Jarrod ist hämmert auf der Tastatur des Computer und des Taschensekretär, unterstützt von Searge, der via Com einen echten Decker hinzugeschaltet hat. In dem Lagerhaus kehrt eine Pause ein, die William und Snake zum kraftsammeln Nutzen. Sie schrecken hoch, als Jarrod laut auf den Tisch schlägt.

"Verdammt, alles Sackgassen. Sagt mir mal wie wir jetzt weitermachen wollen? den Oyabun anrufen?" Sein Blick fällt auf Timberwolf, der nur die Achseln zuckt.
"Ähhh .... schaut nicht mich an. Ich bin noch neu und werde mich der Mehrheit anschließen."
Von Rusty ertönt ein erstickendes Prusten, er haut Timberwolf auf die Schulter und dreht sich weg - an seinen bebenden Schultern erkennt man sein unterdrücktes Gekicher. Mit Tränen in den Augen dreht er sich wieder um und sagt:

"Ja, genau, ich schließe mich auch der Mehrrheit an - was haben wirr noch fürr anderre Optionen übrrig?"
Jarrod schaut irritiert zwischen Rusty und Timberwolf hin und her. Dann wendet er sich direkt an Timberwolf, mit typischen Lehrergesicht, und sagt mit lauter Stimme wie zu einem Kind:

"Naja, aber du musst doch ne eigene Meinung haben -hör doch mal auf zu Lachen, Rusty, das steckt an- Oyabun oder nicht Oyabun, das ist hier die Frage. Also: Geld oder nicht Geld! Rusty, bitte ... hier gehts um nen ernsten Sachverhalt. Was ist denn, wenn sich die Mehrheit für Seppuku -ach nee, in Japan ists ja Hara-Kiri- entscheidet? Dann stehste aber ganz schön doof da, hm? Och Mensch Rusty, also wirklich ...". Jarrod bricht seinen Vortrag mit einem unterdrückten Grinsen ab. Dann wird sein Gesicht ausdruckslos, sein Blick schweift an die Lagerhauswand, als er in leiernder Vortragsmanier zu sprechen beginnt. "Wie soll sich denn eine Mehrheit konstituieren, wenn sich alle nur der Mehrheit anschließen wollen? Geschichtlich gesehen ist dies in der Politik schon viel zu oft vorgekommen und hinterher haben alle gesagt: Naja, eigentlich war ich ja dagegen. Denkt nur an die alten Römer -genauer an 59 vor Christus- als Gaius Julius Cäsar aus Gallien zurückkam und einen Bürgerkrieg begann. Alle haben ..."
"Jaja, Jarrod, sehr interessant, aber nicht jetzt.", wirft Searge leicht genervt ein. "Im Moment interessiert uns weniger das Römische Reich, denn Smartyy." Jarrod zieht eine beleidigte Miene und verschränkt seine Arme vor der Brust. Serage fährt fort:
"Einer meiner Kontakte konnte den Standort des Yaks herausbekommen. Ob er den Standort selbst hat, oder nur den Standort seines Telefons müssen wir selbst sehen. Ich hab die Daten jedenfalls auf meinem NavDat und den Text im Handyspeicher. Mal sehen, auf was wir uns freuen dürfen." Searge schließt sein Handgerät an den Computern an und auf dem nahen Bildschirm erscheint ein Gebäudeplan. Der anderen Runner sammeln sich um den Schirm und betrachten das Gebäude.
"Das wird haarig." Timberwolf schreicht sich über seine Glatze. "Meiner Meinung nach sollte sich das eine "geeignete Person" mit den "richtigen Fähigkeiten" mal astral anschauen.... ----- ALSO ICH!!!"
""Jup, find rraus wo´s ist und sieh dich um - ich paß hierr derrweilen auf deinen Körrperr auf."
"Ok, ich brauche Dich bestimmt nicht 'belehren' meinen Körper nicht in der Zwischenzeit durch die Gegend zu schleppen?" Jarrod wendet sich vom Bildschirm ab und geht zum Sofa.
"Na, dann kann ich ja erstmal schlafen gehen. Von Taktik hab ich absolut keinen Schimmer und soweit ich das in Erinnerung habe, kann sone Astralnummer ziemlich lange dauern - Flame ist immernoch nicht in seinen Körper zurückgekehrt und das war vor knapp zwei Monaten ... Achso, und dieses "haarig" war nicht lustig, Timberwolf. Nur weil ich über wahre elfische Haarpracht verfüge musst du dich in deinem Neid noch lange nicht darüber lustig machen, Kojak!"
"Na, bißchen gereizte Stimmung hier, was? Vielleicht sollten sich alle, die nix zu tun haben, mal ein Plätzchen zum Schlafen suchen. Planen sollten wir sowieso erst mit den Infos von Timberwolf! Also dann Leute." Mit diesen Worten sucht sich Snake ein ruhiges Eckchen und schläft sofort ein. Rusty sieht mitleidig zu Jarrod rüber, der es sich auf dem Ecksofa bequem macht.
"Oha, ich glaube wenn diese "Astrralnummerr" längerr dauerrt als nen Vorrmittag - und das auch nurr bei nem wirrklich mächtigen Magierr - kannste ihn lockerr unterr `Verrlust` abhaken... der kommt bestimmt nich wiederr..." Jarrod zuckt nur die Achseln und schließt die Augen.
Es wird wieder ruhig im Lagerhaus, alle dösen vor sich hin und warten auf die Rückkehr des Magiers in seinen Körper. Plötzlich öffnet Timberwolf seine Augen:

"Tja, der Zielort wird wie es scheint bewacht. Auf dem Gelände davor befinden sich 2 stark vercyberte Wächter mit Hund, die die Gegend patroulieren. Als ich versuchte, vorsichtig in das Haus einzudingen, wurde ich von einer Barriere aufgehalten. Ich glaube nicht, daß ich bemerkt wurde. Da ich keine Aufmerksamkeit erregen wollte, habe ich es unterlassen, mit Gewalt einzudringen. Nach einem Check der Umgebung habe ich ein Nachbargebäude entdeckt, welches anscheinend nur von ungefähr 8 Schreckhähnen bewacht wird. Da mir bei dem ganzen Critterkram sehr unwohl ist, und ich nicht weiß, ob die Viecher mich riechen können, habe ich auch auf diesem Gelände nicht weiter observiert."
"Schrreckhühnerr? Bah, diese astrrale Komponente verrsaut dirr echt jedes gute Essen - man krriegt die Viecherr einfach nicht gut genug gewürrzt ... oderr rruhig genug, daß man sie in Rruhe kochen kann. Sind die denn außerrhalb unterrwegs oderr nurr in ihrrem Verrschlag?"
Rusty schaut bei diesen Worten auf und mapft dann weiter - die nächste Pizza - die leeren Pizzakartons künden von einem unersättlichen Apettit. Jarrod blinzelt leicht und meint mürrisch:
""Schreckhähne? Critter?!? Also: acht Schreckhähne, zwei Sams mit je einem Hund! Und mindestens ein fähiger Magier, der für die Barieren sorgt ... Also, das mag zwar jetzt kleinlich klingen, aber: Meint ihr, der Job ist was für uns? Ich möcht gern mal die Taktiker für Häuserkampf hören ... und ich möcht nochmal nach hause, um mir etwas Panzerung zu besorgen!"
"Hm, das lässt uns drei prinzipielle Möglichkeiten."[b] Searge hustet.

"1. Ein Spitzel geht rein und versucht verdeckt an Informationen und/oder den Chip zu kommen.
2. Wir brechen irgendwie ein. Das dann a) mit viel trara oder b) subtil.
3. Wir locken sie raus, falls sie nicht sowieso ein Treffen mit einem Unbekannten außerhalb ihres Versteckes bevorzugen." Er schüttelt unwillig den Kopf. "Irgendwie sind die Pläne etwas dürftig. Vielleicht sollte man demnächst nicht die Zeichnungen des Innenausstatters klauen, sondern vom Katasteramt, oder so. Keine Aussentür, keine Fenster, keine Sanitäranschlüsse... Wie soll man da denn vernünftig planen?"
"Vielleicht könnte unserr Astrralrreisenderr hierr ja den Aufenthaltsorrt von Smarrtyy rrausfinden, wenn err was Perrsönliches von ihm hat!" Rusty nickt Timberwolf zu, der als Antwort nur mit dem Kopf nickt. Searge klatscht erfreut in die Hände.
"So, da haben wir doch schon zwei Sachen, die sich parallel verfolgenlassen. Rusty besorgt dem Wolf den Knuddelbären vom Smart und Snake und ich machen uns schon mal an die Überwachung. Immer abwechselnd, damit der andere auch mal ein Auge zutun kann. Wenn das mit dem Ritual nicht klappt, sagt Bescheid. Auf jeden Fall sollten wir zuschlagen, sobald wir unsere Opposition gut genug einschätzen können. "
Jarrod nickt zustimmend.
"Okay, denn lass uns mal losdüsen, Bill. Oder leihst du uns deinen Dodge, musst ja nich mitkommen.", sagt er mit leisem Spott. "Da liegt hoffentlich was echt Emotionales rum, in dieser Bude ... Die übrigens schon ziemlich durchsucht aussah, als ich das letzte mal da war ..."Er geht zum Dodge. "Wir könnten auch nen Abstecher zum SoyShop um die Ecke machen - der Gefrierschrank ist ziemlich leer und ... hab ich da nicht gerade Rustys Magen knurren hören? Wo isst du das eigentlich alles hin? Hyperaktiv?"
"Wieso, das warr doch nurr die Vorrspeise?! Was kann ich denn schon dafürr daß Bills Kühlschrrank so klein ist! Und was heißt hierr Hyperraktiv - ich bin die Rruhe in Perrson! Laß uns mal zur SoyBude fahrren, ich krrieg langsam wirrklich Hungerr..." Auch Rusty begibt sich zum Dodge. Jarrod schielt zu William rüber, der schlafend auf einem Sessel hockt.
"Hey, sind das da nicht die Autoschlüssel in seiner Tasche?"
"Na na, mein Kurzer, mal nicht so schnell mit meinen Autoschlüsseln." William erhebt sich abrupt vom Sessel und funkelt Jarrod warnend an. "Ich fahre!"
"Schön, dasde jetzt wach bist, Bill, dann können wir ja losschießen. Kommste, Rusty? Immerhin mußt du entscheiden, ob etwas "tauglich" ist. Und ihr fangt mit der Beschttung an, Searge?!?"
"Jawollja. Snake, du fährst?!"
"Na dann steig mal ein Searge! Hoffe du hast alles dabei."

Die Runner steigen in die Autos - Snake und Searge brausen im Honda zur Adresse der Villa. Die anderen zwängen sich mehr oder weniger in den Dodge und düsen Richtung Barrens.


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 Betreff des Beitrags: Re: Tagebuch eines Schattenläufers - EIN MAL IST KEIN MAL
BeitragVerfasst: 17. Apr 2003, 11:39 
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Wohnort: Bornim
Jäger des verlorenen Smartyy

08:12 am.

Ein dunkler Dodge biegt in die schmutzige Straße der Redmond Barrens, die verfallenen Häuser türmen sich an den Seiten auf wie Ruinen. Timberwolf sieht unbehaglich durch die Frontscheibe, diese Gegend entsprach eindeutig nicht seinem Geschmack von Wohnidylle. Vorsorglich nimmt er eine neue Packung Handschuhe aus seinem schier unerschöpflichen Vorrat und wechselt sie gegen die alten aus. Dieser ganze Schmutz an den Fassaden und dem Gehsteig widerte ihn an, wieso konnten diese Menschen nicht alles mit Sagrotan wischen und für eine saubere Umwelt sorgen, in der sich niemand vor Keimen und Bazillen schützen musste? Wie anders sah doch seine eigene Wohnung aus ... Verträumt hängt er dem Gedanken an den antiseptischen Duft in seinem Bad nach, als der Dodge zum Stehen kommt und ihn Williams Stimme herausreißt aus dieser herrlichen Umgebung - zurück in die verkeimte Gegenwart der Redmonds.

"So, wir sind da. Geht ihr schon mal rein, ich hab irgendwie das Gefühl, wir werden beobachtet ..."
Seufzend erhebt sich Timberwolf von seinem Platz und sieht angeekelt auf die Polster von Jarrod. Diese ganzen Häarchen darauf waren einfach widerlich, wieso konnte sich der Elf nicht auch so ein perfektes Äußeres wie er selbst zulegen - Glatze.


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BeitragVerfasst: 13. Sep 2003, 18:55 
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Gott der Unterwelt
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na Jarrod mal wieder Lust zu ende zu schreiben ;)

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Wenn mir auch alles, was ich um mich herum wahrnehme, nur vorgegaukelt werden könnte, so ist doch die Tatsache, dass ich denke und an all dem zweifeln kann, ein Beweis dafür, dass ich selbst keine Einbildung bin, sondern wirklich existierte. Ich denke, also bin ich.
(René Descartes)


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BeitragVerfasst: 5. Nov 2004, 12:37 
ja schreib mal wieder...
8)


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BeitragVerfasst: 5. Nov 2004, 20:07 
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Besessener
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genau!

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