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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - DAS ERSTE MAL
BeitragVerfasst: 2. Aug 2002, 12:02 
Besessener
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Besessener
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Prolog


14:34 Uhr

... es ist ein milder Herbsttag in Seattle. Es nieselt leicht ... dicke Luft, so wie man es gewohnt ist. Hecktisch drängen sich Passanten, die in der Mittagspause schnell etwas erledigen wollen.
Ein schnittiger nachtschwarzer Honda GM 3220 ZX-Turbo hält am Straßenrand und ein an die 1.90 großer Norm mit kurzen, schwarzen Haaren steigt aus dem Wagen. Er trägt einen maßgeschneiderten Anzug und eine Designersonnenbrille. Eigentlich passt sein Äußeres nicht in die Redmond Barrens. Angeekelt schaut er sich um, überquert die Straße und nähert sich dem Soyfrassshop gleich zwei Häuser weiter. Er scheint keine Eile zu haben, warum auch schnell, ist ja eh nix los! Als er den Laden erreicht, lungert eine Gang davor. Die übliche halt, die immer davor abhängt. In letzter Zeit, hat die Anzahl der Gangs rasch zugenommen, hier in dem nördlichen Teil der Barrens. Es kam ein Gerücht auf, das die alte, regierende Gang kurz vor dem Zerfall sei! Naja es wurden ihnen wohl die Gelder gestrichen, von den ansässigen Yakks.

Dem Gedanken nachhängend betritt er den Laden, der sich "Jimmys kleiner Center" nennt...und muss sich erst einmal die Nase zuhalten. Der vergammelte Gestank haut ihn fast um. Ja, die Ware steht schon eine Weile! So schnell wie möglich geht er die Regale ab ... nimmt, was er braucht und ab zur Kasse! Dort steht wie eh und je Jimmy, ein schwarzer Norm mit einem weißen Kittel, der so aussieht, wie es hier riecht. Der Mann im Anzug versucht zu lächeln und bahnt sich den Weg vorbei an vergammelnden Essen zur Kasse. Eine völlige versüffte Orkbraut, mit zwei abgebrochenen Hörnern steht dort neben Jimmy, und macht einen Akt daraus, die Suffpullen auf das Band zu stellen.
Das Gesicht des Norms färbt sich rot ...er holt schon Luft, um sie anzusprechen ... und sie zuzubrüllen, als sein Headphone läutet.
Er geht zwei Schritte zurück und nimmt ab!

"Ja.", meldet er sich.
"Guten Tag, Mr. Snake, mein Name ist Johnson. Ich hätte da einen kleinen Auftrag für Sie. Hätte sie Interesse!?", tönt es von der anderen Seite der Leitung! Die Stimme ist verzerrt, und leicht verlangsamt.
"Klar hab ich Interesse, um was geht es?"
[i]"Es geht um einen kleine Beschafffung; wir sollten uns treffen, sagen wir heute Abend um 23 Uhr im SyberSpace, 1. Etage! Ich werde dann dort einen Tisch bestellt haben."

tuuuut, aufgelegt. Snake will gerade anworten, aber es ist schon zu spät! .........

Verdutzt legt er auf, zahlt und verlässt so schnell wie möglich den Laden. Er spurtet zurück zu seinem Wagen, steigt ein und fährt zurück nach Hause. Unterwegs ruft er Erika, seine Schieberin und üblicher Johnson an, und erkundigt sich, wer ihm denn da einen Auftrag zuschanzen will oder ob sie ihn weiterempfohlen habe. Zuhause angekommen informiert er sich per Matrix über das SyberSpace.
"Hey, was isn los?"
Vom Sofa vor dem Trideo erhebt sich eine fast zwei Meter große und ziemlich schlanke Gestalt. Snake sieht in das fragende Gesicht eines nächtlichen Elfen mit kurzen, schwarzen Haaren und grünen Augen. An seinem Kopf blinkt neben der Chipbuchse eine niegelnagelneue Datenbuchse.
"Hey Jarrod, endlich ausgeschlafen? Dein 'Feinkostladen' war echt der Reinfall - ist ne billige Soyfrassbude. Hab dir dein Zeug trotzdem besorgt. Ach, und ich hatte nen Anruf von Mr. Johnson..."
Jarrod betrachtet angewidert die ranzigen Speisen.
"Danke auch...Schon wieder dieser Mr. Johnson. Was will er denn diesmal?"
Snake erzählt seinem Mitbewohner von dem Gespräch und die beiden beschließen, sich die Sache mal anzusehen.


Zuletzt geändert von Jarrod am 9. Sep 2002, 12:23, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - DAS ERSTE MAL
BeitragVerfasst: 13. Aug 2002, 11:42 
Besessener
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Kapitel 1: Das SyberSpace


22:00 Uhr

Snakes schicker Sportflitzer biegt in die 47th Strasse und fährt direkt aufs SyberSpace zu. In einer Parkbucht kurz vor dem Club hält er an.
"Whoa...".
Jarrod, der es sich auf dem Beifahrersitz gemütlich gemacht hat, streicht nochmals seinen Anzug gerade und schaut dann hoch. Den beiden bietet sich ein überwältigendes Panorama auf den Club: Ein dreistöckiges Gebäude im Stil der 20er Jahre, angestrahlt von riesigen Scheinwerfern, die alle 10 sec die Farbe wechseln und so das Lokal in einen Regenbogen tauchen. An der Straßenfront flackert unstet eine große Leuchtreklame, die mit roten Lettern das Wort "SyberSpace" formt. Mittig unter ihr ist passend zum alten Look eine große, holzbeschlagene Tür, die vermutlich wesentlich dicker ist als sie auf den ersten Blick scheint. Vor ihr stehen zwei Trolle, die nicht unbedingt freundlich wirken, trotz Très Chic Anzügen. Offensichtlich fungieren sie als Einlasser.
Der Laden scheint gerade anzulaufen. Eine große Menge sammelt sich vor seiner Tür - Menschen, Elfen und vereinzelt auch ein paar Zwerge. Die Leute drängen sich regelrecht um den Eingang, aus dem dumpfe Bässe dringen, sobald die Tür geöffnet wird.

"Oh Gott, was da wohl abgeht?"

Snake und Jarrod beobachten das Treiben für fast 15 Minuten; dann wendet sich Jarrod an Snake:
"Na, was sagt man dazu? Hab gar nicht gewusst, dass dieser Laden existiert. Hört sich doch schon mal schick an. Meinste, der Anzug war doch die falsche Wahl? Hach, will doch nicht overdressed sein..."
Mit diesen Worten verlassen sie den Wagen, gehen zum SyberSpace und drängeln sich an den Massen bis zur Tür. Unmittelbar davor spürt man schon das Vibrieren der Bässe, obwohl die Tür noch zu ist. Die Trolle betrachten Snake und Jarrod grimmig.
"Abend schön. Ganz schön was los heute, hm?!?"
Doch die Trolle beachten weder Jarrods Lächeln noch seine Frage.
"Was wollt ihr? Wer seid ihr?", knirscht einer von ihnen.
Als Snake und Jarrod ihre Namen sagen, hämmert der rechte Troll auf die Tastatur eines Taschensekretär in Laptopgröße -offensichtlich eine Besucherliste- ein, mustert die beiden und brummt:
"Ok. 100 Nuyen pro Person. Keine Waffen, keine Magie! Verstanden?"
Sie nicken kurz, bezahlen den Eintritt und gehen durch die geöffnete Tür.

Es ist krachend laut. Der Lärm, der aus den Boxen kommt, tötet fast die Nerven! Noch dazu kommt ein ständig flackerndes Licht.
Links von ihnen erstreckt sich eine lange Bar mit Barkockern, rechts sind Sitzecken mit Sesseln. In der Mitte des Raumes erstreckt sich eine riesige Tanzfläche mit kleinen Käfigen, in denen GoGos tanzen. Die Tanzfläche ist gefüllt mit einer Masse von tanzenden und im Rhythmus der Bässe zuckenden Leibern. Der Laden scheint wirklich gut besucht zu sein...Über die Köpfe der Besucher hinweg kann Snake zwei Türen am Ende des Saals ausmachen, anscheinend Toiletten. Daneben erstreckt sich eine Treppe, die nach oben führt. Automatisch schweift sein Blick hoch, und er kann zwei weitere Etagen erkennen. Sie sind durch Glas vom Dancefloor abgetrennt, wahrscheinlich Geräuschdämmer.
"Na dann wollen wir uns mal umsehen."
Snake wendet sich von Jarrod ab und bahnt sich zielstrebig einen Weg durch die Menge zur Treppe. Jarrod wippt Snake hinterher, doch das Flackern und Beben bereitet ihm sichtlich Probleme.

Plötzlich spürt er eine Hand auf seiner Schulter. Mit einer Drehung wendet er sich dem Besitzer der Hand zu - einem mittelgroßen, schmächtigen Norm, bekleidet mit einem Imitat eines Vashion Island Anzugs. Seine Augen sehen fertig aus, glasig. Seine Hand zittert und seine halblangen, dunkelblonden Haare verdecken nur zum Teil eine Datenbuchse an seinem Kopf. Er scheint ziemlich jung, vielleicht Mitte zwanzig.
"Eh, Chummer, willste nen BTL Chip kaufen?"
Man kann ihn kaum verstehen, aber die kleine Palette Chips, die er aus seiner Innentasche zieht, sagt mehr als seine Worte...
'Oh Mann, auch das noch. Nen besch... BTL Dealer.', schießt es Jarrod durch den Kopf. Fragend dreht er sich in Snakes Richtung, aber der ist schon in der Masse der Menschen untergetaucht.
Jarrod holt tief Luft und sagt in einem Atemzug:
"Hm, hast du den QV3759P mit audiovisueller, endomechatronischer Quantumdigitalbeschichtung für Nanospeeddirectinjection auf Celeronpseudotitanbasis im Ionultrabereich? Nein? Schade, also...ooups, ich würd die wegpacken, da kommt ein LoneStar Norm...", und er zeigt hinter den Typen.
Dieser dreht sich irritiert um und murmelt:
"Scheiße, lass uns schnell abhauen..." Doch Jarrod ist längst nicht mehr hinter ihm.

"Wo steckt der denn schon wieder?"
Suchend schaut Snake von der zweiten Stufe der Treppe in der Menschenmenge. Nach einiger Zeit entdeckt er Jarrod, der verzweifelt auf sein Handgelenktelephon einhämmert und sich dann fragend umguckt. Anscheinend funktioniert wegen der ganzen Technik das Funknetz nicht. Snake gelingt es, Jarrods Aufmerksamkeit zu erlangen und ihn an die Treppe zu winken.
"Muss man dich eigentlich immer an die Hand nehmen, Kleiner? Also lass die Spielereien und pass ein bisschen auf; wir haben hier einen Job zu erledigen. Es gefällt mir nicht, dass ich so gar keinen Schimmer habe, wer uns hier sehen will. Also komm jetzt!" Er dreht sich um und geht die Treppe hinauf.
"Jaja, Spielereien...ich pass nächstes Mal besser auf, Paps. Diese Flackerei macht mich noch ganz wuschig. Nächstes Mal nehm ich meine Sonnenbrille mit."
Nörgelnd folgt Jarrod Snake in die erste Etage.

Anscheinend wurde die Bitte erhört. Es ist dort viel angenehmer - ruhig, ohne Lichtspiele, leerer. Es stehen nur vereinzelt Leute herum und unterhalten sich. Nach kurzer Umschau meint Snake:
"Tja, Kleiner, da UNS jetzt noch keiner angesprochen hat und ich auch nix Besonderes feststellen kann, würd ich sagen, wir setzen uns an die Bar da drüben. Guck nicht so erschreckt, ich lad Dich ein."
Jarrod nickt Snake zu, folgt ihm an die Bar und bestellt für sie zwei Drinks. Relativ zügig -es ist nicht viel los am Tresen- bringt ihnen eine hübsche Elfin mit silberweißen, schulterlangen Haar, engem Leder-Top und passendem Leder-Rock die Getränke. Behaglich an ihren Longdrinks schlürfend sehen sich die beiden im Raum um. Am Rand der Bar sitzt ein Zwerg mit Datenbuchse, der nervös um sich blickt. An einem Tisch sitzt ein Mädel mit blauen Haaren, die sich intensiv mit einem Norm unterhält. Ihr Blick schweift weiter zu den Billardtischen an der Wand des Casinos. Der einzige Spieler ist ein hagerer, ca. 30 Jahre alter Mann im Ledermantel, der mit sich selbst Billard spielt. Sein Kopf ist kahl rasiert und offenbart ein vom Leben gezeichnetes Gesicht. Die Hände stecken in engen Lederhandschuhen. Er bewegt sich vorsichtig um den Tisch herum, es scheint, als hätte er Angst, gehört zu werden. Auch sonst macht er eher einen stillen und unauffälligen Eindruck. Was auf sein Spiel allerdings nicht zutrifft...
"Hey Snake, siehst du den?" Jarrod nickt mit dem Kopf zum Billardspieler rüber. "Der kann verteufelt gut mit seinem Stock umgehen, ne? BOAH, hast du das gesehen? Nen Dreher über die 12, an die Bande zur 17 und dann noch die 11 ins entgegengesetzte Eck." Aufgeregt nippt er an seinem Tequila Sunrise. Dann wirft er der Barkeeperin ein Lächeln zu und meint zu ihr:
"Mann, der spielt ja wie nen Profi! Kennt man den?"
"Ja, Kleiner, der ist öfter hier. Spielt sonst immer mit ein paar Freunden! Der ist wirklich gut."

In diesem Moment tritt eine schwarz gekleidete Person hinter sie:
"Mr. Snake? Mr. Jarrod?"
Der Mann spricht gebrochen Englisch, offensichtlich mit russischem Akzent.
Snake und Jarrod drehen sich von der Barkeeperin weg zum Sprecher - einem schwarzen Norm in Vashion Island Anzug. Eine Ausbeulung in der Jacke lässt eine schwere Pistole erahnen.
"Wenn Sie mit bitte folgen würde?"
Der Mann wendet sich ab und geht den Gang hinab. Snake und Jarrod folgen ihm. Als sie in Höhe der Billardtische sind, dreht sich der Norm zur Seite, tritt auf den Spieler zu und spricht kurz mit ihm. Der nickt ihm zu, stellt seine Cue in aller Ruhe in die Wandhalterung neben seinem Rucksack. Dann schließt er zu den anderen auf.
"Hey, der Stoß war wirklich gut.", sagt Jarrod und schenkt ihm ein anerkennendes Lächeln. "Hallo, ich bin Jarrod."
Der Billardspieler mustert Jarrod von oben bis unten, nickt bedächtig und presst ein
"White Skull" hervor.
"Tach schön, nett, dich kennen zu lernen.", erwidert Jarrod.
Der Norm strebt einer Kabine auf der anderen Seite zu, vor der zwei Personen ähnlichen Kalibers stehen. In der Kabine sitzt eine etwas ältere Person mit viel hochwertigerem Anzug als seine Bediensteten. Er blickt den Runnern entgegen:
"Setzen Sie sich bitte, meine Herren."
Während Jarrod freundlich in die Runde nickt und sich dem Mann vorstellt, nimmt Snake das Angebot an und setzt sich. Jarrod setzt sich neben ihn, White Skull bleibt an der Wand gelehnt stehen. Der Typ mit dem russischen Akzent schließt daraufhin die Kabine und aktiviert ein Gerät an der Tür, wahrscheinlich etwas gegen lästige Zuhörer.
"Guten Abend, meine Herren. Ich hoffe, sie haben gut hergefunden? Wie Sie vielleicht ahnen habe ich einen kleinen Auftrag für Sie. Zur Zeit besteht das Team aus vier Leuten - ihnen und einer Person, auf die wir noch warten. Wenn Probleme auftreten sollten, was ich nicht hoffe, werde ich für die nötige Unterstützung sorgen. Es geht um eine Art Beschaffung einer kleinen Sache, die mich sehr interessiert. Hätten Sie Interesse?"
Er schaut fragend in die Runde, sein eisiger Blick verharrt für 5 Sekunden auf jedem Gesicht.
Jarrod wirft Snake einen Seitenblick zu, seine Augen formen Fragezeichen. Dann lächelt er dem Johnson freundlich zu und lässt seinen Blick in die Umgebung schweifen.
"Hört sich für`s erste ganz gut an!", meint Snake. "Dann machen Sie uns den Auftrag mal schmackhaft. Worum geht es, wo findet es statt und was haben wir davon?"
"Kann ich somit davon ausgehen, dass Sie den Auftrag annehmen? Mr. White Skull, was sagen sie dazu?" Der Johnson richtet seinen Blick auf ihn.
Dieser zieht die Augenbrauen hoch, kratzt sich am Kopf und antwortet:
"Kommt drauf an, worums geht. Aber eins schon mal vorab: Ich hab absolut keinen Bock auf übermäßigen Ärger mit irgendwelchen bis an die Zähne bewaffneten Vollidioten. Ich lasse mich nicht auf Suizidkommandos ein. Wenn Sie Angst haben, dass ich was ausplaudere...Also wenn`s das ist...Keine Sorge. Ich bin hier so schnell wieder raus, wie ich reingekommen bin und halte meine Klappe. Wenn es sich aber um was Vernünftiges handelt...bin ich dabei."
"Na schön, ich fasse es als ein Ja auf." Der Johnson wird noch ernster. "Meine Herren, bei dem Auftrag handelt es sich um eine Art Datenbeschaffung. Ich selbst bin nicht wirklich ihr Johnson, sondern nur ihr Kontaktmann. Ich arbeite im Auftrag von Mr. Digger. Er ist für die Bezahlung und ähnliches zuständig.
Sie werden jetzt bestimmt denken, Sie müssten 'Daten beschaffen' als Gegenstand des Runs betrachten. Aber dem ist nicht so. Wir haben hier einen Chip, besser gesagt Mr. Digger hat ihn, der entschlüsselt werden muss. Und da kommen Sie ins Spiel. Ihre Aufgabe besteht darin, diesen Chip von Mr. Digger im Laberi abzuholen und ihn zu einem Decker namens Smartyy zu bringen. Wo der sich zur Zeit aufhält, müssen Sie selbst herausbekommen. Von diesem lassen sie die Daten entschlüsseln und bringen sie dann umgehend zu Mr. Digger zurück. Ein Treffpunkt wird neu ausgemacht."
Der Johnson bricht ab und schaut ein Mal in die Runde. Dann fährt er fort:
"Die Bezahlung beträgt 10.000 Nuyen pro Person, 10% Anzahlung. Kann ich auf sie zählen?"
Jarrod wippt mit dem Kopf und schaut zu Snake rüber. Dieser überlegt kurz und sagt:
"Also gut, sagen wir 12.000 pro Kopf und eine Nummer, wo wir Sie erreichen können, und die Sache ist schon erledigt. So schnell und so unauffällig wie möglich! Falls das unserem Partner hier", und er nickt White Skull zu, "nicht zu schwer erscheint."
Dieser seufzt kurz auf.
"Klingt ja nich so schwierig. Und wenn ich mich drauf verlassen kann, dass ihr Jungs mir den Rücken frei haltet, wenn`s brenzlig..."
Der Johnson fällt White Skull kopfschüttelnd ins Wort.
"10.000 Nuyen, 10% Anzahlung. Ich mach hier nicht die Preise."
"Na gut, dann muss das wohl reichen. Was unseren Service aber keineswegs mindern wird. Wir werden uns bemühen, Sie glücklich zu stimmen. Sonst noch irgendwas, das wir wissen sollten?"
Doch Snakes Frage wird nicht beachtet, die Aufmerksamkeit aller richtet sich auf die Treppe. Dort hechtet gerade ein hochgewachsener, breiter Mensch die letzten Stufen hinauf, schaut sich kurz um und steuert dann zielstrebig auf die Kabine zu. Der Johnson dreht sich zur Treppe, macht dann zu einem seiner Bodyguards ein Handzeichen:

"Ah, da kommt ja Ihr vierter Mann. Damit wären Sie komplett. Schön, dass Sie noch gekommen sind, Mr. William.", meint er, als der Norm die Kabine betritt. Dieser macht eine Verbeugung in Richtung des Johnson, stellt sich nochmals vor und entgegnet:
"Hallo Leute, entschuldigt die Verspätung. Es soll nicht wieder vorkommen, ich möchte nicht, dass Sie ein falsches Bild von mir haben."
"Mensch Bill, alter Schwerenöter, du auch hier?" Erfreut steht Jarrod auf und schüttelt William die Hand. Dieser klopft Jarrod freundschaftlich auf die Schulter:
"Habe ich was wichtiges verpasst, Kurzer...äh...Jarrod?"
"Erklär ich dir später" Jarrod wendet sich dem Johnson zu. "Nun, Mr. Johnson, wenn das alles war, legen wir los. Einen schönen Tag wünsch ich Ihnen noch. Gehen wir?" Fragend blickt er von Snake zu White Skull. "Ach ja," Er fasst sich an den Kopf und schenkt Mr. Johnson ein freundliches Lächeln, "die 10% Anzahlung..."
Dieser überreicht jedem einen beglaubigten Credstick mit 1000 Nuyen.
"Viel Erfolg."
"Gut, na dann..." Snake steht jetzt auch auf und nickt dem Johnson zu. "Ach bevor ich`s vergesse, wie erreichen wir Sie, wenn Alles erledigt ist?"
"Mr. Snake, auf dem Credstick finden Sie auch meine Nummer. Falls Probleme auftreten, zögern Sie bitte nicht, mich anzurufen. Einen schönen Abend noch."
Bei diesen Worten deaktiviert einer der Türsteher den Geräuschedämmer an der Tür und öffnet sie. Snake tritt aus der Kabine, wartet kurz auf die anderen und führt sie auf direktem Wege aus dem SyberSpace. Draußen sammelt sich die Gruppe etwas abseits der Menge.
"Naja, soweit, so gut. Dann lasst uns erst mal richtig bekannt machen." Jarrod zeigt auf William. "Snake, das ist William. William, das ist Snake. Ach, ihr kennt euch ja schon...Ähm, Snake und William, das ist White Skull, qualifizierter Experte für Billard und...??" Erwartungsvoll mustern alle White Skull.
Gelassen lässt dieser seinen Credstick in die linke Tasche seines Ledermantels verschwinden.
"Okay, sieht so aus, als würden wir jetzt zusammen arbeiten. Ihr könnt mich White Skull oder einfach nur Skull nennen. Wenn ihr Probleme mit Elektronischem und Computern habt, bin ich der Mann dafür. Naja...und Billard spielen kann ich auch...wenn ihr mal einen ausnehmen wollt...Wo soll`s übrigens als nächstes hingehen?" Fragend blickt er zu Snake.
"Gut, Skull, ich denke mal, wir können Dich gebrauchen." Snake mustert ihn unverhohlen. "Verstehst Du Dich auch auf Waffen? Zumindest so, dass Du Dich selbst verteidigen kannst und wir nicht auf Dich aufpassen müssen wie auf ein Baby!?" Ohne eine Antwort abzuwarten wendet er sich an William. "Hallo erst mal, heute wieder pünktlich wie die Monorail. Sag mal, hast Du noch Dein altes Lagerhaus am Hafen? Falls ja würd ich vorschlagen, wir begeben uns dahin um erst mal was zu planen und ein paar Informationen zu beschaffen..."
White Skull beantwortet derweilen Snakes Frage:

"Ein bisschen schon...hab mit Handfeuerwaffen geübt...und mit nem Messer kann ich auch was. Also, wenn`s nur auf Selbstverteidigung ankommt, dafür reicht`s." Damit zieht er ein Cougar-Messer und lässt es wie beiläufig zwischen seinen Fingern rotieren. Plötzlich ruckt sein Kopf nach oben. Über ihm kreisen mehrer Überwachungsdrohnen. Man sieht deutlich seine Bestürzung und die Erkenntnis, dass Downtown ja eine AAA Sicherheitszone ist, über sein Gesicht ziehen. Hastig steckt er das Messer weg.
"Hmja, schöner Briefbeschwerer...tja...ähm..." Jarrod blinzelt zu einer der Drohnen. "Lasst uns doch WOANDERS weiterspielen. Dann kannste ja noch ein paar Wirbel zeigen...Hey, letztens hab ich nen Film mit nem Typen gesehen, DER konnte mit dem Messer umgehen. Hieß ALIENS oder so was. Ach so, störts dich, wenn ich dich Scully nenne? Nein? Gut! Dann lass uns mal zum Hafen fahren und da weiterreden Diese Drohnen machen mich nervös. Oder wolln wa gleich unseren eigentlichen Johnson aufsuchen? Was sagst du eigentlich zu diesen neuartigen EMP`s, die RENRAKU nächstes Jahr auf den Markt werfen will, Scully?"
Ehe dieser antworten kann, presst Snake eine Hand auf sein Ohr und dreht sich mit den Worten
"`tschuldigung, hab nen Anruf auf der Leitung" weg.
"Keine Sorge, dis ist nur seine Mutter. Die ruft alle Stunde an und versichert sich, dass es ihrem Kleinen auch gut geht. Grüß mal schön von mir."
Nach dieser Erklärung wendet sich Jarrod wieder White Skull zu.

"Wie bist du eigentlich hergekommen?"...
Doch White Skull reckt wieder seinen Kopf gen Himmel und ist, wie Jarrod feststellen muss, mit ganz anderen Sachen beschäftigt.

"Hm, du redest nich so viel, hm? Naja, dafür rede ich mehr...Mit Motorrad? Ich wollte schon immer nen Führerschein machen. Ists denn schwer?...Also das Fahren, nich das Motorrad..."
In dem Augenblick dreht sich Snake wieder den anderen zu:

"Sorry für die Störung...Äh, wo waren wir...Ach ja, ich würd sagen, wir fahren dann mal los, gefällt mir nicht hier so lange rumzustehen und von Drohnen beobachtet zu werden. Hast Du Dein eigenes Auto, Skull, oder soll dich einer mitnehmen? Falls ja, musst Du bei William mit, bei mir ist schon voll! Oder Du lässt Dir von ihm den Weg geben, wir kommen dann gleich nach." Damit packt er Jarrod beim Arm.
Immer noch ein wenig geknickt von der Sache mit den Drohnen antwortet White Skull stockend:

"Ja ja...hab mein eigenes Auto...'n VW...etwas weiter weg steht der. Aber fahrt ihr mal vor...euer Wagentyp wäre dann...?"
"Fahr mal lieber William hinterher, wir müssen noch was erledigen. William hat diesen netten Pick Up dort drüben, dem solltest du folgen können. Wir treffen uns dann am Lagerhaus." Ohne zu warten lotst Snake Jarrod zum Wagen.

"Na dann wolln wir mal." William schmeißt seinen Wagen an und braust los; White Skull hat Mühe , ihm zu folgen. Sie schwenken sofort aus Downtown heraus und streben auf den Hafen zu.

Snake und Jarrod sehen den beiden noch nach und machen sich dann auf den Weg zu ihrer Wohnung.


Zuletzt geändert von Jarrod am 9. Sep 2002, 12:25, insgesamt 4-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - DAS ERSTE MAL
BeitragVerfasst: 13. Aug 2002, 11:43 
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Kapitel 2: Mister Digger!!


0:10 Uhr.

William und White Skull sitzen in der Lagerhalle, einem zweistöckigem Gebäude von knapp 10m Breite und 12m Länge. In der Mitte ist eine große Hebebühne, um verschiedene Sachen in die erste Etage zu transportieren. Dort befindet sich eine Couchecke mit Trideo, eine kleine Küche und ein großes Bett. Im Erdgeschoss sieht man die Tür zu Gäste-WC. Davor ist eine kleine Werkstatt für Autos und kleine elektronische Sachen; alles was das Bastlerherz begehrt.

Noch bevor sich White Skull der Bastlerecke richtig ansehen kann, hört man vor der Lagerhalle einen schweren Diesel vorfahren; ein Tür klappt, und es klopft zwei Mal an der Hallentür.
"Jemand zu Hause?", hört man eine Stimme von draußen rufen.
Ohne auf eine Antwort zu warten drückt jemand die Klinke der Tür vorsichtig nach unten und als sich die Tür als offen entpuppt, stößt er sie auf. Gespannt sehen William und White Skull auf den Eingang, die Hände an den Waffen. Ein mittelgrosser Norm in abgetragener, aber sauberer lederner Straßenkleidung steht kurz im Türrahmen und mustert das Innere der Halle. Auf dem Kopf trägt er ein schwarzes Basecap, das seine Gesichtszüge verdeckt. Dann betritt er mit geschmeidigen Bewegungen die Halle, und kommt auf William zu.
White Skulls Hand umfasst den Griff seiner Waffe fester.

"Ich hoffe, du kennst den Vogel, William. Und ich hoffe noch mehr, dass er nicht beißt."
Doch William winkt schon ab.

"Alles ok, White Skull. Ein alter Chummer von mir; einer der besten Söldner, die du je in deinem Leben sehen wirst - nach mir natürlich."
Mit einem breiten Grinsen geht William auf den Ankömmling zu.

"Hi Searge, altes Haus. Komm rein. Was ist denn hier los?"
"Einen wunderschönen. Snake hat mich eingeladen. Wo ist er denn?" Er sieht sich kurz in der Halle um. "Hast Dir Mühe gegeben, hm.... Ich kann doch sicher meinen Wagen reinfahren? Ich lass ihn nicht so gern allein da draußen. Dann könnt Ihr mir auch gleich mal ne kleine Übersicht geben, was Euch so vorschwebt für diesen Auftrag."
In dem Moment hört man draußen ein Quitschen. Searge dreht sich um, schaut bedächtig aus der Tür und meint dann:

"Da ist er ja, wird ja auch Zeit, dass er kommt."
Aus dem Wagen vor der Tür steigen Snake und Jarrod.

"Hi Ihr beiden, keinen Tag älter geworden."
Searge öffnet beide Torflügel der Halle und fährt seinen Wagen rein.
Interessiert mustert Jarrod das Auto - einen mattschwarz lackierten Ford Kanada Bison. Das führ einen Kleinbus sehr große Auto besitzt im Heckbereich keine Fenster und hat eine Schiebetür auf der rechten Seite.
'Etwas klobiger als das Seriemodell' Jarrod mustert den Bison genauer.
"Hi Searge, schön Dich wiederzusehen.", Snake, jetzt mit gefütterter Jacke, unter der ein Halfter mit einer schwerer Pistole hervorlugt, lehnt sich ans Fahrerfenster des Bison. "Ich würde vorschlagen" , meint er dann laut in die Halle hinein, ", wir fahren alle Autos rein, dann fällt es nicht so auf, dass hier was los ist. Ja, auch dieser komische VW sollte da weg." White Skull wirft Snake einen missmutigen Blick rüber. "Und dann sollten wir uns einen kleinen Überblick verschaffen!"
Daraufhin verlässt Snake die Halle und fährt seinen Honda neben den Bison. White Skull folgt seinem Beispiel. Als alle wieder bequem an der Couchecke ankommen - einzig Jarrod drückt sich immer noch bei den vier Autos rum - fängt Snake an zu erzählen:

"Also zuerst sollten wir Searge mal erklären, was nun unser Auftrag ist."
William hustet.

"Ja, dir natürlich auch. Also: `s hört sich eigentlich ganz simpel an; wir sollen bei einem gewissen Mr. Digger in der Luis 'Laberi' Fletscher Bar einen Datenchip besorgen, der dann zu einem Decker namens Smartyy gebracht werden soll. Dieser wird die Daten entschlüsseln und wir müssen sie dann bloß noch zu diesem Mr. Digger zurückbringen!" Snake räuspert sich. "Ganz schön trocken hier drin, hast Du mal was zu trinken da, Will?" Als William nicht reagiert fährt er seufzend fort.
"Naja wo war ich... ach ja also das hört sich ja erst mal nicht so schwer an. Allerdings hat der Johnson mir vorhin mitgeteilt, dass sich noch ein weiteres Team auf diesem Auftrag befindet, sie wollen ebenfalls diesen Chip. Das heißt wir müssen uns beeilen!"
Snake schaut fragend in die Runde. "Hat jemand noch Fragen, Wünsche oder Bedenken? Ich bin für jede Idee dankbar!"
"Wenn die Zeit so drängt, wollen wir uns doch gleich auf den Weg machen, oder?"
Searge holt einen handgroßen konischen Apparat aus dem Handschuhfach, wirft Jarrod einen ablehnenden Blick zu als dieser ihm neugierig näher rückt, und dreht dann die Spitze des Gerätes ein Mal herum. Es anfängt an zu summen.

"Mein Vorschlag:" Searge zieht überlegend die Augenbrauen zusammen und fährt fort. "In zwei Wagen zum Laberi, der Bison und Williams GMC, da passen wir dann alle rein. Jarrod und William fahren zusammen schon mal vor. William steigt an einer Ecke in der Nähe unauffällig aus und geht schon mal als Gast in den Laden. Jarrod sucht sich inzwischen die Gasse mit der Hintertür und parkt so, dass er vorfahren und eine schnelle Flucht ermöglichen kann. Ist das OK für Dich William, dass er mit Deinem Auto fährt?"Er sieht ihn fragend an. Aber William schüttelt nur die rechte Hand, fordert ihn auf, weiterzureden. Seinem Blick nach ist er allerdings ist nicht gerade begeistert.
"Du bist in der Bar nun mal nicht zu entbehren. Jarrod," Searge muss sich zu den Autos umdrehen und seine Stimme etwas heben "Du bekommst dann ein Headset von mir, damit wir in Kontakt bleiben können. Maximale Reichweite 25km, ist auf Funk eingestellt. Ich verkabel Dich gleich. Ich selbst werd das Zweite nehmen." Jarrods blickt auf das gemeinte Headset im Bison.
"So," Searge wendet sich wieder in die Runde "dann, würd ich sagen, kommen wir im Bison und schmeißen Snake an der Ecke schon mal raus. Wobei er natürlich auch mit dem Honda hinfahren könnte, das wär unauffälliger, macht die Flucht nur schwerer. Das kannst Du machen, wie Du willst. Weisskopf, ich zeig Dir dann, wie Du die Funkanlage bedienen kannst." White Skull kräuselt die Stirn: Er und eine Funkanlage nicht bedienen. Doch Searge beschwichtigt. "Das ist ein wichtiger Job und sollte nicht unterschätzt werden.
OK, wenn alles glatt geht, holt sich Snake den Chip und kommt wieder schön nach draußen, steigt entspannt in den Bison und wir machen uns an den zweiten Teil. Wenn etwas schief geht, gibt William Rückendeckung in der Bar und Weisskopf und ich werden sehen, was wir von draußen machen können. Lasst uns, wenn es geht, keinen Krieg anzetteln. Trotzdem, William, hast Du vielleicht ne Thermorauchgranate, die Du mit reinnehmen kannst? Das kann vielleicht helfen ungesehen, zu verduften! Ansonsten kann ich auch eine auslegen. Apropros auslegen:" Searges Gesicht wird ernst, geschäftlich. "Verbrauchtes Material geht von der Gesamtkasse ab, bevor die Anteile verteilt werden!" Er mustert die Runde. "Gut. Soviel dazu. Ich hätte natürlich lieber ne gute Karte, um damit zu planen. Hab ich aber nicht. Also wird improvisiert." Die anderen sehen sich an: improvisiert? Das ist doch schon nen handfester Plan...
"Treffpunkt nach dem Run ist dieses Lager. Wenn das nicht geht bleibt noch das alte Parkhaus an der 58th Ecke Sunset Boulevard. Das hat viele Ausgänge. Bei völliger Trennung schreibt ne Nachricht an NA/UCAS SEA 6520038, das hör ich regelmäßig ab. OK, Uhrenvergleich. 0.32 Uhr, richtig? Funkfrequenzabgleich... lasst uns ne einfache nehmen...104,6 Herz auf UKW, hm?"
White Skull nickt Searge zu.

"Klingt vernünftig... hab nicht so viel Erfahrung mit diesen Aufträgen wie ihr... Ist mir ganz recht, wenn ich erstmal draußen bleibe. Obwohl ich die Luis "Laberi" auch von innen kenne... hab da mal 'ne kurze Zeit um Geld gespielt. Da sind genug Ecken, in denen man sich zur Not verstecken und genug Ausgänge, durch die man verschwinden kann. Auf jeden Fall sollten wir die Sache so schnell wie möglich hinter uns bringen. Soweit ich mich erinnern kann, sind die Rausschmeißer-Gorillas weder zimperlich noch unaufmerksam... wenn sie noch die gleichen haben, heißt das. Wie gesagt, ist schon 'ne Weile her." Die anderen schauen sich an: Rausschmeißer...im Laberi?
White Skull schüttelt seinen Kopf, schaut einmal verwirrt in die Runde und stammelt:
"Moment, wartet mal... Laberi? Leberi? Hab ich das etwa verwechselt? Wie hieß der Schuppen noch... möglich, daß ich mich irre... ist doch das Ding neben dem ehemaligen Museum... " Ihm antwortet einhelliges, energisches Kopfschütteln. "...nicht? Ups. Tut mir leid... ist 'n bißchen länger her, wie gesagt."
"Hmhm, eigentlich meinen wir das Laberi in den Barrens, ist ja nicht so schlimm!"
Snake schaut zu Jarrod rüber, und rollt mit den Augen.

"Wie dem auch sei," fährt er an Searge gewand fort, "hört sich gut an, Dein Vorschlag. Da ist nur noch ein Problem: ich weiß nicht wo sich dieser Smartyy aufhält! Auf jeden Fall sollten wir uns den Chip besorgen, drauf achten dass uns niemand folgt und uns dann wieder hier treffen! Ich versuch mal was zu Smartyy anzuleiern!"
Damit steht er auf, geht in die Küchenecke und bleibt dort mit dem Rücken zu den anderen stehen.
"Äh...Searge," Jarrod tritt auch endlich an die Couch. Er trägt inzwischen einen lange, schwarzen Ledermantel, unter dem man schwarze abgetragene, aber saubere Jeanskleidung erkennen kann. Er wirkt längst nicht mehr so schlaksig, anscheinend trägt er unter dem Jeanszeug noch eine Lage. In einem Schulterhalfter unter der Jeansjacke sieht man eine MP ohne Magazin stecken - dem geübten Runner als Cobra bekannt. Die Ausbeulungen in den Taschen des Dusters verraten die Magazine darin. "könntest du alles nach 'Headset' nochmal wiederholen. War leider etwas abgelenkt..." Zwinkernd lächelt er Searge an.
"Pah, Headset", murmelt er derweilen vor sich hin, "der nennt nen astreines Takticom nen Headset, naja, typisches Military-Verständnis von Technik..."
Dann sagt er laut:
"Klingt ansonsten gut der äh Einsatzplan, Sergant, Sir." Seine rechte Hand ruckt zum Kopf und formt so einen Armeegruß. "Wollt Bills Schlitten immer schon mal fahren. Hach ja, wenn das so wie mit Hardrock abgeht..." Verträumt sieht er auf den Pick Up. "...nur diesmal ohne Beulen...", schließt er gleich darauf an. Williams Gesicht verfinstert sich zusehends, doch Jarrod plappert munter weiter:
"Aber vielleicht sollten wir erst klären, wo Smartyy ist, und dann den Chip holen und dort gleich hinbringen. Wenn das natürlich zu lange dauert, dann widmen wir uns gleich dem Unternehmen 'Laberi-Storm'. Lass mal abwarten, was Snake so rausfindet." Dann senkt er die Stimme, wendet sich an White Skull: "Du solltest das Kiffen aufgeben, dann klappts auch wieder mit den Vokalen in Bar-Namen." Und schenkt ihm ein Lächeln.
White Skull wirft Jarrod ein kurzen Seitenblick zu und lässt ein trockenes [/b]"Ah ha ha ha" hören, bevor er sich aus der Couchecke erhebt und zu seinem VW ins Erdgeschoss tritt, um ihn aus der Halle zu fahren und so den Eingang frei zu räumen.
Searge und Snake folgen ihm zu den Autos.
Während Jarrod den Drei nachsieht, spürt er eine schwere Hand auf der Schulter und blickt in Williams kalt lächelndes Gesicht.

"Also" Williams Hand schließt sich fest um Jarrods Schulter, der einen verzweifelten Versuch unternimmt, sich dem zu entziehen. "Erst einmal fahre ich einen DODGE und keinen mickrigen GMC, wie du sicher festgestellt hast." Eiliges Nicken antwortet ihm. "Zweitens ist es kein Pick Up, sondern ein geschlossener Jeep. Dir wird doch sicherlich das große Dach aufgefallen sein. Und drittens" William rückt näher an Jarrod heran - ihre Gesichter sind jetzt direkt gegenüber, nur Zentimeter voneinander entfernt. Jarrod kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass das erstarrte Lächeln nichts Gutes bedeutet. Williams Stimme senkt sich zum Flüstern. "Wenn jemand eine Beule in mein Auto fährt, dann drehe ich seinen Kopf solange, bis er wieder in die richtige Richtung schaut, hm!?!" Damit zwinkert er Jarrod zu und dreht sich weg. Wankend tastet Jarrod nach der Couchlehne und lässt sich dann darauf fallen. Trotz der Behaarung kann man eine ungewohnte Blässe feststellen.
"Jeder der möchte, kann ein lecker gekühltes Bierchen haben - oder auch einen Scotch - ehe wir lossausen." Als keine Antwort von den Autos kommt, dreht sich William zur Bar und genehmigt sich allein einen kleinen "Scotch on the Rocks". Dass Jarrods Hand bei der Frage zitternd in die Höhe schoss, ignoriert er. Dann begibt sich William zum Wandschrank am Bett und nimmt ein paar Sachen heraus - Körperpanzerung, blaue Jeans, eine dunkle Jacke und einen langen Ledermantel. "Machts Dir was aus, dich den anderen anzuschließen - ich wollt mich umziehen." William wirft Jarrod einen auffordernden Blick rüber. Dieser bewegt sich schleunigst nach unten.
Dort verlässt Searge gerade seinen Wagen. Er wirft eine dunkle Panzertarnjacke für die Stadt über einen Träger und überprüft seine Waffen. Auch scheint er noch weiter Panzerung unter der Kleidung zutragen. Seitlich am Oberkörper hängen zwei Tarnhalfter, in die er links einen nach gewissenhafter Prüfung einen Manhunter und rechts eine Narcojekt steckt. In die Innentaschen der Jacke steckt er je zwei Magazine. Als letztes sieht er noch eine Schrotflinte und eine Maschinenpistole durch und lässt sie in der Fahrerkabine verschwinden. Als Jarrod eine Blick in diese riskiert, handelt er sich zum zweiten Mal an diesem Abend ein eisiges Lächeln ein.

"So, ich bin fertig. Jarrod, komm doch mal näher." Vorsichtig tritt Jarrod an Searge heran. Dieser lächelt beruhigend. "Du brauchst noch deinen Funk." Searge Blick fällt auf die Funkeinheit an Jarrods Gürtel - offensichtlich eine aus seinem Bestand. Anscheinend blieb Jarrod nicht beim bloßen Angucken seines Bison stehen.
"Oh, schon fertig?!? Wie bist Du da rangekommen? Na ja, egal, das spart uns jetzt die Anlegezeit", doch Searges Augen versprechen Ahndung, sollte diese 'Erleichterung' nochmals vorkommen. Stattdessen legt er sich selbst eine Funkeinheit an. Dann setz er sich ans Steuer und fährt den Van aus der Halle.
Plötzlich erklingt ein Surren und Brummen, erschreckt fährt Jarrod herum und kann sehen, wie die Hebebühne langsam nach unten gleitet. Auf ihr steht der Dodge. Als sie unten ankommt, ertönt das sonore Knattern des Zwölfzylinders im Dodge und er steuert langsam ins Freie. Durch die getönten Scheiben kann man verschwommen William erkennen.

'Boah, ist echt nen Hummer, dieses Auto' schießt es Jarrod durch den Kopf.
Als der Dodge die Halle verlassen hat, fahren White Skull und Snake ihre Wagen wieder hinein. Dann verlassen alle das Lager und William schließt die Tore ab. Searge winkt alle noch mal zu zusammen.

"Alles klar? Noch Fragen zum Plan? Wenn alles glatt läuft, treffen wir uns hier in zwei Stunden wieder."
"Klar, kein Problem. Ach so," William hüstelt. "Ich habe keine Rauchgranate - eigentlich lebt keiner mehr wenn ich verschwinde. Aber ich dachte mir so, wenn es so gefährlich wird, dann leg ich doch mal mein ARES MP LMG noch bereit." Und er zeigt auf seinen Wagen. Searge rümpft die Nase.
"Hm, aber pass auf, wenn wir die Grenze zu den Barrens passieren; da sind jetzt verstärkt Sicherheitskontrollen. Am besten, du folgst mir - ich kenn da nen paar Schleichwege. Hast du noch was Unauffälligeres dabei - für die Bar?"
William öffnet seinen Mantel und verweist auf eine Schwere Pistole im Halfter.

"Gut, dann kanns ja losgehen. Und wehe, es holt wer die Ari aus dem Versteck bevor sie gebraucht wird." Ermahnend blickt Searge noch mal alle an.
"Und dann los, Männer. Jeder in seinen Wagen."
White Skull, Snake und Searge gehen zum Bison, Jarrod folgt William zum Dodge.

So setzt sich der Trupp von Runnern in Bewegung, gerüstet wie Söldner die in den Krieg ziehen. Sie fahren aus dem Hafen raus Richtung Barrens. Es ist 1:30, die Nacht ist schon recht kalt. Die Straßen werden leerer desto näher die Barrens kommen. Vereinzelte Straßenkontrollen treiben den Blutdruck aller leicht nach oben, doch alles läuft problemlos, bis sie die Stadtgrenze zu den Barrens erreicht haben.
Aus dieser Richtung kommen viele Taxis, die ,wie gewöhnlich, umdrehen. Wer in die Barrens will, steigt dann doch lieber in ein gepanzertes Fahrzeug um.
Die Gassen werden dunkler, die Straßen schlechter ...
An der Stadtgrenze sind wie zu erwarten Absperrungen, an denen Kontrollen durchgeführt werden. Doch glücklicherweise sind solche Kontrollpunkte zu 90 % nur auf den Hauptstraßen, die Nebenstraßen kontrollieren die Gangs.

Sicher führt Searge die Wagen durch die Nebenstraßen - vorbei an LoneStar und an den Gangs. Ohne weitere Probleme kommt das Laberi in Sicht.
Sicherheitshalber fährt Searge erst einmal vorbei, um die Lage erst einmal genauer zu sondieren.
Das Laberi sieht von außen aus wie ein typischer Nachtclub in den Barrens. Es ist ein altes, zweistöckiges Haus, wie sie oft hier zu finden sind. Vielleicht ist es in einem etwas besseren Zustand als die anderen, mehr aber auch nicht. Es reiht sich sonst nahtlos in die Häuserreihe der Straße ein...bis auf...vor diesem Haus lungern keine Ganger oder anderes Gesindel. Über der Tür, die metallisch verstärkt aussieht, steht auf einem verrosteten Schild mit roten , handgeschriebenen Buchstaben
L. Laberi F.
Inhaber: Luis Fletcher

Vor der Tür stehen brennende Tonnen, die Fenster sind von Innen mit Holz vernagelt.

"Ah, eine Festung wie eh und je. Und so schön gemütlich und einladend..."
Jarrod blickt nach vorn. Gerade verlässt Snake an einer Ecke den Bison und schaut kurz zu ihnen rüber.

"Snake ist schon raus, William. Alles wartet auf dich. Also, hüpf mal aus deinem schicken Dodge und sondiere mal die Lage im Laberi."
Als William den Dodge verlässt, legt Jarrod das LMG durchgeladen auf den Boden vor dem Beifahrersitz und setzt sich ans Steuer. Nervös wie ein kleines Kind lässt er den Motor an und grinst wie ein Schmalzkuchen als er dumpf aufbrummt. Aufgeregt steuert er das Gefährt zur Hintergasse des Laberi und macht schnell einen Parkplatz mit guter Sicht auf Hintereingang, Fenster und Straße aus. Nach dem Einparken schaltet er den Motor ab, verschließt die Türen und packt ein Magazin mit Gelgeschossen in die Cobra. Dann rückt er sein Com zurecht.

"Ok. Searge. Bill ist drin. Kannst Snake langsam schicken."
Jarrod nimmt sein linkes Handgelenk hoch und tippt Snakes Nummer in das Telefon ein.

"Ok. Searge. Bill ist drin. Kannst Snake langsam schicken."
Verzerrt klingt Jarrods Stimme aus dem Headphonelautsprecher an Searges Ohr. Als er Snake daraufhin bedeutet, das Laberi zu betreten, kann er die Tastentöne eines Handy vernehmen. Als er sich zu White Skull umdreht, sieht er ihn aufs Laberi schauen und vor sich hinmurmeln.

"Nee... da drinne hätte ich nie gespielt. Nie."
Aber ein einen Anruf tätigt er dabei nicht. Währenddessen dringen vereinzelt leicht verzerrte Worte an sein Ohr.

"...Bruder...los...aufrecht...Toiletten...nicht..."
Die Stimme verstummt und mit ihr die Übertragung. Searge lauscht noch eine Weile, aber nur das Rauschen im Headphone ist zu hören. Schulterzuckend klettert er zu White Skull nach hinten.

"Also, das ist die Hauptanlage des Takticom, mit dem alle tragbaren Einheiten verbunden sind. Hier lässt sich die Übertragungsart festlegen: Laserstrahl, Radar und normale Funkwellen. Die Intensität..."
Fasziniert betrachtet White Skull all die Schalter, Knöpfe und Anzeigen, auf die Searge sein Augenmerk richtet.


"So Bruder. William ist drin. Kannst also los. Ich lass die Verbindung aufrecht - wenn irgendwas schief läuft, sag SOFORT Bescheid. Dann schnapp Dir Bill und ihr kommt an die Toiletten an der Hintertür. Da warte ich auf Euch. Also...pass auf Dich auf und lass Dich nicht umbringen." Jarrods Stimme klingt angespannt und besorgt - also wie bei jedem Run. 'Der Kerl macht sich immer zu viele Sorgen. Schließlich spricht er nicht mit einem Rookie.'
"Wird schon alles glatt laufen." Snake legt all seine Überzeugungskraft in diesen Satz und betritt dann den Bürgersteig vor dem Laberi. Es dringt kein Kampflärm nach draußen. Wenn William Ärger bekommen hätte, dann würde man das bei seiner 'Ausdrucksweise' sicherlich bis Downtown hören. Ein Lächeln huscht über das Gesicht des Runners; dann holt er tief Luft und betritt die Bar.

Das Laberi sieht von innen nicht wirklich besser aus. Einzig vom Qualm, der sich in konzentrischen Kreisen über den Boden bis hin zur Decke zieht, bleibt man vor der Tür verschont. Die einfachen Stühle und Tische aus Holz scheinen noch die selben zu sein wie vor zwei Wochen. Entweder war die Kundschaft des Ladens ruhiger geworden oder das Mobiliar war diesmal etwas robuster.
Doch trotz oder gerade wegen der Schlichtheit entfaltet sich eine sehr gemütlich Atmosphäre - es geht einfach beschaulicher und ruhiger als im SyberSpace zu. Dafür sorgt vor allem die leichten Gitarren- und Trommelklänge hawaiianischer Herkunft die aus der JukeBox klingen.

"Ssschönen guten Abend" zischt es von der Bar, als Snake die Tür hinter sich zufallen lässt. Sein Blick richtet sich auf den mexikanischen Barkeeper, der ihn freundlich anlächelt. Er nickt ihm zu und guckt sich dann um.
An der Bar sitzen ein Troll und ein Norm. Der Norm wirkt normal, wirklich auffällig ist der Troll. Er ist schmächtiger als der typische Vertreter dieser Spezies, man kann kaum entscheiden, ob er nicht eher ein Ork ist. Er trägt graue Straßenklamotten und hat einen etwas eigenwillige Frisur: ein strubbeligen Blondschopf, der aussieht, als ob etwas darin nisten würde. Außerdem trägt er massig Knochenschmuck und wirkt wie ein Trödelhändler, der seinen Tand am Körper mit sich rumträgt. Die Stiefel mit Cowboy-Sporen verstärken diesen Eindruck und lassen die Erscheinung noch seltsamer wirken.
Snake kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen und lässt seinen Blick schnell weiter schweifen. Rechts, hinter den Tische, steht ein Billardtisch, an dem drei Männer spielen. An den Tischen selbst sitzen die üblichen Stammgäste. Neu sind nur ein Zwerg mit Rasterlocken, der intensivst mit zwei wunderhübschen Rothaarigen flirtet und einer asiatischen Frau, die sich mit einem Norm in einem wirklich teuren Designer Anzug unterhält. Und...ein Norm, der sich gleichmütig umsieht und den Neuankömmling gar nicht beachtet. Snake verzieht keine Miene, als er William erkennt, sein Blick wandert weiter und bliebt erneut an dem Troll hängen. Diesmal kann er das Schmunzeln unterdrücken und er tritt an die Bar, neben den Troll.

" N'abend auch, ich hätte gern ein Bier."
Als der Mexikaner das Bier auf einen Bierdeckel vor Snake stellt, fügt dieser leise hinzu:

"Und noch ne Frage!" Gespannt hebt der Barkeeper seinen Kopf.
"Wer von diesen netten Herrschaften hier ist Mr. Digger?" und Snake schiebt ihm 100 Nuyen über dem Bierpreis zu.
Während der die Platte abwischt -und die Scheine in seinem Wischtuch verschwinden lässt- antwortet er:

"Mr.Diigggaaa?" und fügt dann leise hinzu "haben Sie einen Termin? Er ist leider noch nich da, kommt aber jede Minute." Er beendet den Satz mit einen fetten Grinsen. Snake hat das Gefühl, als wären einige der Gesichter hier in der Bar bei dem Namen ‚Digger' hellhörig geworden, doch als er die Anwesenden unauffällig mustert, scheinen sie nur mit sich selbst beschäftigt.
Nur der Troll neben ihm hat jetzt einen angestrengteren Gesichtsausdruck als vorher - offensichtlich denkt er gerade über etwas nach. Dann dreht er sich zu Snake und grummelt:

"Hey, du siehst aus, als ob du was drauf haettest, Mann! Ich ueberlege gerade, wie ich die Weltherrschaft an mich reißen kann. Du koenntest mir sicherlich dabei helfen. Interesse ?"
Während er das sagt, bemerkst du einen Button an seiner Jacke, der den Kopf einer Maus zeigt, die ein viel zu großes Gehirn zu haben scheint, darunter steht -Brain-.

"Nee laß mal Pinky", Snake winkt ab, "Heute Abend nicht, hab schon was anderes vor!"
und an den Wirt gewandt fährt er fort "ja ich hätte dann gern mal mit Mr. Digger gesprochen ,wenn er da ist!"
In diesem Moment taucht ein Zwerg aus dem Hintergrund auf, er scheint wie aus der Versenkung gekommen zu sein. Er trägt seine Haare zu einen Zopf gebunden, hat asiatisches Aussehen. Auf den ersten Moment erscheint er Snake bekannt, er hatte ihn schon einmal gesehen, aber dann...nein, doch nicht. Der Zwerg sieht überaus kräftig aus, bewegt sich elegant und kontrolliert. Er lächelt und kommt direkt auf Snake zu!

"Sie haben nach mir verlangt, Mr. Snake? Ich denke ich weiß weshalb sie hier sind ... wenn sie mir folgen würden, ich möchte in anderen Räumlichkeiten mit Ihnen reden. Wenn Mr.William möchte, kann er uns begleiten." Dann dreht er sich kurz zu dem Troll "Mr. Brain, sie auch bitte."
Überrascht nimmt Snake sein Bier und folgt Mr. Digger. Im Vorbeigehen nickt er William zu und macht ihm deutlich, dass er mitkommen soll. Über sein Headphone wendet er sich kurz an Jarrod :
"Okay, Kontakt aufgenommen."
Mr. Digger geht den Weg zurück, den er gekommen ist. Ihm folgen Snake, Brain und als letztes William. Sie steuern auf eine kleine Treppe zu, die knapp 2 Meter nach unten geht und dann in einen kurzen Gang endet. Dort erreichen sie eine metallische Tür, die Mr. Digger öffnet. Als Snake den Raum betritt, merkt er, wie seine Funkverbindung abreißt. Ein sonores Brummen deutet auf einen WhiteNoise Gerät hin.
Der Raum ist mittelgroß, mit einem runden Tisch und 5 Stühlen in der Mitte. Der Zwerg nimmt sich einen Koffer, der in der Ecke stand und setzt sich gegenüber von der Tür auf einen der Stühle am Tisch.

"Bitte setzen Sie sich, meine Herren"
Brain ergreift einen der freien Stühle und dabei seht man den Griff einer Ares, der wohl vorher mehr schlecht als recht von seiner Jacke verdeckt wurde. Während er sich setzt fragt er:

"Also, bei welchem Job sollen mir denn die beiden Typen hier helfen, Digga ?"
Als sich Snake einen Stuhl nimmt, tritt William neben ihn und flüstert ihm ins Ohr:

"Hey, diese Witzfigur von einem Troll, kennst du den? Soll der uns bei irgendwas helfen? Auf den muß man doch nur aufpassen, dass er nicht weg geblasen wird."
"Mr. Digger immer noch für dich, Brain .. aber bitte warten Sie ..."
Mr. Digger dreht sich kurz zur linken Zimmerecke, in der plötzlich ein kleiner Zwerg steht ... mit schlohweißem Bart und langer ebenso weißen Haaren. Er trägt eine alte Panzerjacke, alte Jeans und ein T-Shirt mit dem Aufdruck ZZ-Top. Außerdem hat er eine blau-leuchtende Tribal - Tattoowierungen am Hals, soweit man das im Dunkel der Ecke erkennen kann.
"Mr. Rusty, wenn sie sich nun auch an den Tisch setzen würden."
"Na wenn ich schon so nett darrum gebeten werrde, lasse ich mirr das natürrlich nicht zweimal sagen!", antwortet er Mister Digger rollend und tritt zu einem Stuhl. Mit einem Sprung nimmt er daruaf Platz. Den Anwesenden fällt ein leichtes Lächeln auf, das seine Lippen umspielt, und verspüren ein gewisses Unbehagen, als Rusty alle mit unverhohlenem Interesse mustert. Das liegt weniger an dem unkonventionellen Auftritt und Aussehen des Fremden, sondern mehr an seinen strahlend blauen Augen, die in das tiefste Innerste zu blicken scheinen...
"Ok, meine Herren, mein Name ist Mr. Digger. Sie sind hier um den Chip abzuholen, den sie zu einen gewissen Smartyy bringen sollen. Dieser Chip enthält überaus wichtige Informationen für mich, deshalb ist die Bezahlung auch so hoch angesetzt"
Er macht eine kurze Pause.

"Ich bitte Sie, sorgfältig auf den Chip acht zugeben, ihn zu Smartyy zu bringen, diesen nicht aus den Augen zu verlieren und auch auf ihn aufzupassen."
Er unterbricht sich erneut und fährt erst nach einiger Zeit an Snake und William gewandt fort.

"Außerdem habe ich erfahren, dass eine andere Gruppe auch hinter den Chip her ist. Deshalb auch die Verstärkung. Darf ich vorstellen: Mr. Rusty und Mr. Brain. Sie werden Sie magisch absichern und unterstützen. Denn ich habe gemerkt dass sie auf diesen Gebiet noch keine Experten dabei haben. Ich hoffe, Sie haben kein Problem damit. Ich würde vorschlagen dass Sie sich sofort wieder an die Arbeit machen"
Damit holt er ein kleines Case aus dem Koffer. Es ist schwarz, aus Leder und hat eine Sonne, die daraufgestickt ist. Er öffnet das Case und zeigt einen kleinen silbernen Chip in die Runde.

"Dies ist der Chip", und legt ihn wieder hinein. Danach reicht es Snake zu.
"Wenn keine weiteren Fragen bestehen, bedanke ich mich und viel Erfolg!"
Brain legt seine Stirn in Falten und scheint nachzudenken, öffnet kurz darauf den Mund und sagt mit einer freundlichen Stimme:

"Ok. Dann krieg ich jetzt also meine Anzahlung und kann loslegen. Richtig, Mister Digga ?" Daraufhin hält er seine Hand auf und grinst Digger an.
Eine kleine Ader schwillt auf der Stirn des Angesprochenen.

"Mr. Digger! Aber Sie haben es richtig erkannt" Und überreicht Brain einen Credstick. "Mr. Rusty, Sie bekommen dann Ihre Bezahlung nach Erledigen des Auftrags, so wie wir es ausgemacht haben. Weitere Fragen?"
Brain hebt die Hand. Den Anwesenden scheint es, als ob ein leises Seufzen durch den Raum geht - mit Digger als Ursprung.

"Ich hab noch eine. Wo treibt sich denn dieser Smartyy so rum ?"
"Das müssen Sie in Erfahrung bringen ... " erwidert Mr.Digger trocken.
"Gut" Snake klatscht in die Hände und steht auf "dann denke ich, dass es das erst mal war. Mr. Digger man sieht sich."
Mit diesen Worten verlässt er den Raum. Sobald seine Funkverbindung wieder steht, instruiert er Jarrod mittels Erika etwas über Brain und Rusty herauszubekommen. Während des Gesprächs verlässt er das Laberi und begibt sich zu der Ecke, an der er abgesetzt worden ist.
Rusty, Brain und William traben hinter Snake hinterher nach draußen.


"Hey Weisskopf" Searge mustert den Eingang des Laberi durch den Seitenspiegel. "da kommt ja unsere Schlange zurückgekrochen. Geh doch mal nach hinten und lass ihn rein."
Gerade als White Skull die Diebstahlsicherung ausschalten und die Türen entriegeln will, hört er von Searge...

"Scheiße, er hat sich noch zwei Schatten eingefangen. Einer ist nen Schamanentroll der andere nen Zwerg." Und er holt sein Handy raus und durchsucht sein Telefonbuch nach Snakes Nummer. Noch bevor er sie gefunden hat, klingelt sein Handy
"Ja?... Ok, wenn was faul ist an den Beiden, fass Dich ans linke Ohr. Ich seh Dich im Spiegel....ciao."
Doch ohne Probleme erreicht Snake den Bison, Rusty und Brain immer noch hinter sich. William, der als letzter die Bar verlassen hatte, ist nicht mehr mit dabei.
Snake wendet sich fragend an die beiden Runner.

"Na, wollt ihr mitkommen?" und steigt zu Searge in den Wagen.
"Klar doch", brummt Brain und setzt sich mit einem Nicken neben White Skull. Rusty folgt ihm.
Searge startet den Motor und fährt Richtung Hafen.

"Wir sind auf dem Weg. Treffen uns dann am Haus. over out." , murmelt er noch ins Headset. Im Seitenspiegel sieht er, wie sich der Dodge an der Kreuzung zur Hauptstraße hinter ihn setzt.


Zuletzt geändert von Jarrod am 9. Sep 2002, 12:25, insgesamt 5-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - DAS ERSTE MAL
BeitragVerfasst: 13. Aug 2002, 11:44 
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Kapitel 3: Wir führen keine Smarties!


3:30 Uhr.

Der Bison und der Dodge biegen auf Pier 17 ein und nähern sich Williams Lagerhaus. Gähnend parkt Searge vor dem Lager, wartet, bis William das Tor geöffnet hat und fährt dann rein. Notgedrungen stellt William seinen Dodge neben den Bison, der Weg zur Hebebühne ist durch die anderen Wagen verstellt.

"So, wer macht Kaffee?" Searge schält sich aus seinem Sitz raus aus dem Van. Auch die anderen verlassen den Wagen.
"Ja Will" wendet sich Snake an William "Ich könnte jetzt auch einen gebrauchen! Aber entschuldigt mich kurz, muß mal telefonieren!" Snake geht in den hinteren Bereich der Halle. "Ach ja ," ermahnt er noch "bevor ich es vergesse, wir sollten einen Posten aufstellen!"
"Dann fang ich mal an mit der Wache." meint Searge und schnappt sich eine Verstärkerbrille und die Cobra. Dann geht er zur Tür. Mit dem Rücken zu den anderen hört man ihn sagen:
"Sag mal, bist Du nicht nen Schamane? Wenn ich das an Deinen Klamotten richtig sehe? Dann hoffe ich doch einfach mal, dass Du clever genug warst uns irgendwelche fiesen Verfolgergeister schon auf der Fahrt vom Halse zu halten. Ich hoff das echt. DENN ICH HAB KEINE LUST....!!!" grummelnd und ohne eine Antwort abzuwarten schließt Searge die Tür hinter sich.
Noch ehe sich Brain und Rusty noch richtig umschauen oder eine Antwort auf Searges Frage formulieren können, steht Jarrod mit einem breiten Lächeln und erwartungsvollem Blick vor ihnen:
"Hi, ich bin Jarrod. Schick, Euch kennen zu lernen." [b]
Brain schüttelt Jarrod freundlich die Hand:

"Tach, Jarrod! Ich bin Brain. Und wer sind die anderen, scheinen ja nicht alle sehr gespraechig zu sein?
Is ja auch egal, ich wuerd sagen, wir machen uns erst mal nen Kopp, wo dieser Smartyy steckt! Hat jemand ne Idee?
Sehr professionell kommt Ihr mir uebrigens nich vor, habt ja nichmal ne Anzahlung verlangt. Naja, Hauptsache, ich hab mein Geld."
Jarrods Lächeln wird kurz etwas schmaler, erreicht aber schnell wieder die gewohnte Breite, als White Skull hinzutritt:

"Hi, White Skull mein Name" Beide nicken sich zu. "Kaffee hätt ich auch gern." , meint er dann.
"Tja Brain, das ist Deine Meinung von uns und jetzt kannst Du Dich ja allen vorstellen!" Unbemerkt ist Snake in den vorderen Hallenteil getreten. "Ach ja, laß uns doch mal alle in die Sitzecke gehen, da sind wir näher am Kaffee und es ist gemütlicher!"
Der Vorschlag wird zustimmend angenommen und alle bewegen sich zur Couchecke in die erste Etage. William verschwindet in der Küchenecke und man hört ihn mit Tassen und Löffeln hantieren.

"Also ich denke, die sind soweit sauber, der Digger hat sie persönlich angeworben!" , raunt Snake Jarrod auf der Treppe zu.[/b] "Hast Du schon was rausgekriegt? "
Jarrod verzieht seinen Mund zu einem verschmitzten Lächeln und sieht sich verstohlen um. Als Snake ihn etwas irritiert betrachtet, lässt er das Gehabe fallen.

"Hab ich in nem Gangsterfilm gesehen. Die machen das auch so... " Als Snake nicht reagiert fährt Jarrod resigniert mit leiser Stimme fort:
"Erika meint Folgendes: Brain ist nen Schamane von der Strasse Hat kleinere Jobs gemacht, nix aufregendes! Über Rusty dagegen hat sie kaum Infos, das einzige was sie weiß, ist, das an seiner Seite hochkaratige Runner gestorben sind: Nightmare, Devil Inside etc. Einer seiner alten Truppe ist Jack, ein Ork-Söldner, Ex Lt. läuft auch noch im Schatten herum. Oft zu finden im Tacoma Purple Haze!"

Snake kratzt sich nachdenklich an seinem Kinn.

"Hm... Außerdem mach ich mir noch ein paar Sorgen über das andere Team, ich hoffe, dass sie Smartyy nicht vor uns finden. Naja wie auch immer, laß uns zu den anderen gehen. Die warten schon."
Und tritt an die Sofa, auf denen es sich die anderen mehr oder weniger gemütlich gemacht haben. Heißer Kaffee steht dampfend auf dem Tisch und verbreitet einen angenehmen Geruch, der sich schnell im ganzen Lagerhaus ausbreitet. William, mit einer Tasse Kaffee in der Hand, kommt aus der Küche und geht zur Treppe.

"Searge soll auch einen kriegen"
Jarrod lässt sich in einen Sessel neben Brain plumpsen, Snake bleibt neben ihm stehen - am Kopf der Runde, wie Jarrod genüsslich feststellt.
"Also, meine Herren, das sind unsere neuen Mitglieder für diesen Run: Mr. Brain" [b] Snake deutet auf den Troll,
"und Mr. Rusty", ein Nicken zu dem Zwerg. "Und das sind Jarrod und White Skull. Der Besitzer dieses Heimes heißt William und dann ist da noch Searge, der gerade Wache schiebt! Meinen Namen kennen Sie ja schon, ich bin Snake!
So. alles, was wir über Smartyy rauskriegen konnten ist, dass er ein menschlicher Decker ist, der sich entweder im SyberSpace oder im OverClock aufhält; zweiteres ist ein Deckertreff in Redmond!"
"Narf, also ich bin Brain und wie Digga schon gesagt hat, kann ich 'n bisschen rumzaubern. Aber erwartet bloß nich von mir, dass ich jetzt mit Feuerbaellen um mich schmeiße, das kann ich nämlich nich. Aber ihr habt ja genug Wummen und euch noch dazu eure Koerper mit diesem Cyber-Drek zugestopft.
Narf.
Aber jetzt mal zu diesem Smartyy. Ich finde, die Bar in den Redmonds hoert sich doch gut an. Wie waer's, wenn wir da mal alle zusammen hingehen und uns ein wenig unauffaellig umhoeren ?
Oder, wir schleifen da einfach einen raus und fragen ihn mal. Wenn ich will, kann ich merken, ob mich jemand anluegt oder nich. Das is doch ein Plan, oder?!"
Brain hält inne und kräuselt seine Stirn. Drei Augenblicke später hellt sich seine Miene wieder auf.

"Wow, " Stolz schwingt in seiner Stimme. "Das sind sogar zwei Plaene...auf einmal! Ihr seht, ich werde nicht umsonst Brain genannt!"
Während die Anwesenden ungläubig auf Brain schauen, entfährt Jarrods Kehle ein Stöhnen. Die Aufmerksamkeit schwenkt zu ihm.

"Oh nein, nich schooon wieder das SyberSpace. ICH stimme Brain hier zu, dass wir erst mal die Bar in den Redmonds aufsuchen sollten. Liegt ja eh aufm Weg zum spacigen Laden...fast.
Schicke Pläne übrigens." Grinsend wendet er sich seinem Nachbarn zu. "Die waren schon immer gut, nur die Umsetzung hapert ständig. Was macht übrigens die Weltherrschaft? Wie gehts Pinky?"
Genüsslich nippt er an einem Käffchen und betrachtet Rusty - und nicht etwa Brain, an den diese Frage gerichtet scheint.
Brain wendet Jarrod mittlerweile überrascht den Kopf zu.

"Was denn, Du warst schon im SyberSpace?" Seine Mundwinkel ziehen sich erfreut nach oben. "Is ja super, dann brauchen wir ja da gar nicht mehr hin ! Dann mustert er interessiert Jarrod Gesicht.
"Woher kennst Du eigentlich Pinky ? Egal. Wie es ihm geht, kann er Dir ja selber sagen."
Mit diesen Worten hebt Brain seine Hand und beschreibt eine Kreis, wobei er einige unverständliche Worte murmelt. In dem Kreis erscheint plötzlich eine etwa 30 Zentimeter große, weiße Maus, die Brain fragend ansieht. Jarrods Gesicht wird etwas blasser und sein Blick wechselt zwischen Brain und der Maus hin und her.

"Da ist mein treuer Begleiter Pinky." , meint dieser gerade in die Runde. [/b] "Sorry, haette fast vergessen, ihn euch vorzustellen. Sag guten Tag, Pinky!"
Die weiße Maus namens Pinky wendet sich den Runnern zu.

"Guten Tag. Pinky!", ertönt eine helle Stimme.
"Das da ist Jarrod" Und Brain weist auf den bestürzten Elfen. "Er interessiert sich brennend dafuer, wie es Dir geht. Warum unterhaeltst Du Dich nich ein bisschen mit ihm?"
Pinky dreht sich in der Luft zu dem Gemeinten.

"Narf, Jarrod! Wie geht es Dir? "
"Ähm, tach schön Pinky." bringt Jarrod stotternd hervor. "Wie gehts denn so? Bist ja ne süße kleine Maus. Alles klar bei dir im Woauchimmer?"
Hastig wendet er sich an Brain, als er weiterredet.

"Ja, das SyberSpace hatten wir heut schon. Hab aber Smartyy noch nich getroffen da drin. Also in die Barrens."
Etwas unsicher, aber gefasst, grinst Jarrod von Pinky zu Brain.
Die Beiden grinsen zurück, dann erwidert Brain:

"Wegen mir kannst los gehen oder Pinky?"
"Ja, wohin gehts???"

Aufmerksam steht Searge an der Ecke des Lagerhauses und sieht sich um. Anscheinend ist alles ruhig, keine (Meta-)Menschenseele ist zu sehen. Plötzlich erklingt ein Geräusch rechts an der Lagertür, der Duft von Kaffee dringt ihm in die Nase. Dann steht William neben ihm.

"Hey Searge," meint er und reicht ihm eine Tasse warmen Kaffees "Ich hoffe, wir kriegen nicht noch mehr solche Leute an den Hals. Ich meine, ich hab ja nichts gegen sie, nur mit dem Rumzaubern, das ist doch nix ganzes und nix halbes. Sowas gehört in ein Buch und nicht an die Front."
Searge nickt mit dem Kopf und nimmt die dampfende Tasse.

"Alles ruhig hier. Kannst wieder reingehen. Lös mich mal in ner Stunde ab."
Searge sieht William nach, als dieser zurück zum Tor geht und die Halle betritt.

"Sag mal dem Schamanen, er soll nen Astralscan hier machen"
Die Tür fällt zu. Searge zuckt mit den Schultern und beobachtet den Pier.


"Ja, wohin gehts???"
Eine piepsige, unbekannte Stimme empfängt William, als er an die Couchecke tritt. Zwischen Jarrod und Brain schwebt eine kleine weiße Maus mit rosa Ohren und einem roten Näschen. Augenscheinlich gehört diesem Wesen das Stimmchen.

"Ups, was ist das denn" , entfährt es ihm.
Die Maus mustert William, rümpft ihre Nase und antwortet hoheitsvoll:

"DAS ist Pinky, Brains Freund, klar?!?" Dabei zeigt sie mit dem Daumen auf sich.
"Hi Pinky. Wusst ich ja nich." Entschuldigend zwinkert William sie an.
"Willst du vielleicht nen kleinen Whiskey oder was in der Richtung?" Er wendet sich auch an die andern. "Wie siehts mit Euch aus, Leute?"
Damit geht er zur Bar und macht sieben Whiskey. Dann drückt er jedem in der Runde -auch Pinky- ein gefülltes Glas in die Hand.

"Sorry, dass ich bisher nicht so redselig war. Aber ihr müsst wissen, in engen Räumen fühle ich mich nicht ganz so wohl. Aber egal, stoßen wir erst mal richtig mit unseren neuen Freunden an."
Er prostet in die Runde und leert das Glas in einem Zug. Dann geht nochmals zur Theke und gießt sich einen Neuen ein. Unter der Theke holt er eine Schrotflinte hervor und begibt sich dann mit ihr und seinem Glas zu einem Sessel. Als er die fragenden Blicke bemerkt, meint er schulterzuckend:

"Den Whiskey für jetzt, die Remington für die Wache. Keine Angst." Mit diesen Worten setzt er sich in den Sessel.[/b]
"So und wie geht es jetzt weiter mit Smartyy?"
"Tja ich würde mal sagen," ,setzt Snake an "wir sollten nicht alle da auftauchen. Außerdem bezweifle ich, dass der jetzt da ist oder hat mal zwischendurch einer auf die Uhr geschaut? Wir sollten morgen früh weitermachen! Da wir ja jetzt so viele sind, denk ich mal dass wir alle Stunde nen Wachwechsel machen können!? Ich löse dann Searge ab, alle anderen sollten sich irgendwo hinlegen! Und wenn wir ausgeruht sind gehen Jarrod, Searge, Brain und ich ins OverClock und suchen diesen Smartyy! Jemand was dagegen?"
Er sieht in die Runde, drückt dann Jarrod das Chipetui in die Hand:

"Hier pass gut drauf auf, solange ich da draußen bin."
Damit verlässt Snake die Etage.

"Na gut. Jarrod, wenn du die nächste Wache machen willst, dann mach ich nach dir. Wenn ich dir noch was Gutes tun kann, sag einfach Bescheid.
Und sei nicht immer so abweisen zu mir, wir sind doch Chummer oder sehe ich das falsch?"
Erstaunt guckt Jarrod William an: Er und abweisend? Natürlich waren sie beide Chummer! Lag das am Whiskey? Einer zu viel?
William erhebt sich aus seinem Sessel und geht zum Bett.

"O.k., Männer, wer hier bleiben will, macht es sich irgendwo gemütlich"
Und lässt sich aufs Bett fallen, das Gewehr und seine schwere Pistole griffbereit neben sich.

"GELADEN UND GESICHERT" , meint er noch. Dann seufzt er und die anderen vernehmen gleichmäßige, schwere Atemgeräusche.
Brain nippt an seinem Whiskey und brummt zu William:

"Danke, Mann. Und wenn ich Wache schieben soll," , er wendet sich an alle im Raum, "muss mich nur einer wecken, dann pass ich auf Euch auf. Meinen flinken Augen entgeht nichmal das flinkeste Miezekaetzchen, das sich an Euch ranschleichen will, vertraut mir!"
Er grinst bei dem letzten Satz verschwörerisch in die Runde und macht es sich in der Sitzecke bequem. Pinky kommt zu ihm rübergesaust und man kann hören, wie sie sich beide leise unterhalten. Jarrod, der noch am nächsten an ihnen sitzt, hört gelegentlich Worte wie "Weltherrschaft, Plan, Hypno-Strahler, Aliens, Datenchip, Weltpraesident, Labor, Bedienungsanleitung, Geheimprojekt, Narf". Doch bald schon ist Pinky verschwunden und es ist nur noch ein leises, friedliches Schnarchen zu vernehmen.


"Hi Snake," Searge blickt ihm entgegen, als Snake vor die Tür tritt und auf Searge zugeht. "Wollte der William nicht ablösen kommen? Ist ja auch egal. Hol Dir am Besten das Taktikom von Jarrod, hab ja leider nur noch die zwei, oder Du meldest Dich regelmäßig übers Telefon. Hier wär die Nummer der Zentraleinheit. Die schlägt dann Alarm, wenn Du Dich nicht alle 10 min meldest." Er reicht Snake einen Zettel mit der Nummer.
"Wie ist es da drinnen gelaufen mit unsern Neuzugängen? Scheint mir ganz schön zu improvisierten unser Auftraggeber. Sind sie vertrauenswürdig und noch wichtiger hat dieser Schamane nun endlich die Gegend abgescannt?"
Snake zuckt nur die Schulter und nimmt den Zettel.

"Bis dann. Ich weck dann Jarrod und der weckt dann später William. Schlaf schön."
Searge murmelt eine Dankeschön und betritt dann die Halle. Dort tritt er an seinen Bison und macht es sich in der Ladefläche gemütlich. Er sieht Jarrod gähnend aus der Toilette treten, sich am Kopf kratzen und schlaftrunken die Treppe hinauftaumeln. Dann fallen auch ihm die Augen zu.
Bald schon herrscht friedliche Stille.

Der Geruch von Eiern mit gebratenem Speck und frisch gebrühtem Kaffee zieht durch die Halle und weckt in den Runnern ein Gefühl von Gemütlichkeit, vor allem aber von Hunger. William steht an der Küchenzeile und hantiert mit Pfannen und Butter herum. Neben ihm steht eine große Schüssel mit Rührei, ein riesiger Teller mit Bacon und eine Platte mit Butter- und Wurstbroten. Offenbar hat er seinen Kühlschrank geplündert, um seine Gäste zu versorgen. Andächtig sitzen Snake, Brain und White Skull und beobachten William, wie er ein Frühstück zaubert, das einer ganzen Kompanie würdig wäre.

"So, das wär das letzte Ei. " William schüttet die Pfanne über der Schüssel aus und stellt dann alle Kochutensilien auf den Herd.
"Abgewaschen wird später. Erstmal ran ans Futter." Mit diesen Worten wuchtet er die Schüssel, den Teller und die Platte auf den Tisch.
"Geschirr und Besteck liegen auf der Spüle, könnt ihr euch nehmen. Kaffee ist in dem Pott dahinten."
White Skull nimmt sich eine Tasse und gießt sich Kaffee ein. Dann setzt er sich zurück an den Küchentisch.

"Na, willste nich was Festes?" William schaut White Skull an. Als dieser nicht reagiert, füllt William einen Teller mit Rührei und Bacon und stellt ihn vor White Skull.
"Guten Appetit auch."
"Danke." White Skull nimmt ein paar Bissen und William beschäftigt sich wieder mit seinem eigenen Teller, der ordentlich gefüllt ist. White Skull stochert auf seinem Teller umher und holt sich eine weitere Tasse Kaffee. Als William aufblickt, meint White Skull schnell:
"Nur zum Nachspülen... " Und isst noch ein paar Happen von dem Ei. William betrachtet ihn zweifelnd.
"Na ja. Wenn alle Mann wach sind, dann geht's richtig los. Ich würd mich übrigens als Fahrer bereit erklären um die Leute, die den Decker suchen, zu fahren."
"Dein Wagen ist viel zu klein für alle. Lass mal meinen Bison nehmen."
Searge tritt an den Tisch und betrachtet das Essen. William steht daraufhin auf und geht zur Spüle.

"Hey Searge, komm doch mal kurz her"
Während er dem näherkommenden Searge einen Teller reicht flüstert er ihm zu:

"Ich hab übrigens ein Comlink. Kann man das mit dem Takticom von dir verbinden? Dann bräuchte ich kein Headset von dir!"
"Erstmal Essen, dann Technik." Searge nimmt den Teller und geht zum Tisch zurück. Dort setzt er sich neben Brain, der kräftig Rührei in sich reinschaufelt.
"Hi, ich bin Searge."
"Hi, Searge! Ich bin Brain." , und er deutet dabei auf den Brain-Button auf seiner Jacke. "Ich wuerd dir ja auch Pinky vorstellen, aber der hat Kopfschmerzen von den vielen Plaenen, die wir gestern noch beredet haben.
Is bestimmt noch zu frueh fuer das OverClock. Aber was machen wir denn dann bis heute Abend?"
"Nun, was wir bis heute Abend machen?" Snake stellt seinen geleerten Teller in die Spüle. "Ich würde vorschlagen, wer noch ein paar Connections hat, der sollte mal rumfragen. Ich wüsste gern, wie dieser Smartyy aussieht - hab keinen Bock wieder alle fragen zu müssen, ist mir zu auffällig. Oder einer schafft es rauszukriegen, wo er wohnt?!"
William lehnt sich mit einem Seufzer gesättigt zurück und reckt sich.
"Ah, gute Idee. Ich hab da auch eine Nummer von einem Chummer," [b] Er greift sich einen Zahnstocher.
"fer ist auch gecker" Befriedigt wirft er den benutzten Zahnstocher in den Mülleimer. "Den werd ich gleich mal anrufen und wenn der Kunde ne große Nummer ist, dann kennt mein Chummer ihn.
Ach so, Searge. Ich dachte, es sollen nicht alle zu diesem Decker treffen, sondern nur ein paar und sich da mal umschauen oder hat sich das jetzt erledigt?
Und wie ist das nochmal mit den Headsets. Kann man da ein Comlink mit einbauen oder geht das nicht mit den Funkfrequenzen und so?"
"Ganz ruhig William." Searge legt die Gabel an den Tellerrand und stützt sein Kinn auf die Hand. "Wenn ich Snake richtig in Erinnerung habe, wollte er mit Jarrod, dem Brain und mir zum OverClock fahren.
Ich hab übrigens gerade mit dem alten Jericho gesprochen. Er sagt, unser Smartyy ist ne kleine Nummer, die bisher kaum Aufträge hatte. Er hängt seiner Meinung nach fast die ganze Zeit im OverClock ab. Ist aber ab und zu auch SyberSpace zu finden." Er nimmt die Gabel wieder auf und mampf sein Frühstück weiter.
"Und nun zum Funk. Man kann da bestimmt nen weiteres Com an die Hauptanlage anschließen. Dabei geht aber bestimmt die Verschlüsselung drauf. Doch wenn wir die nicht brauchen, ist es schon einen Erleichterung, ein weiteres Mikro anzuschließen. Jarrod, Du kannst Dir ja mal die Anlage anSEHEN?" Die letzten beiden Silben erfahren eine besondere Betonung von Searge.
"Dann würd ich vorschlagen: 1100 Abflug zum OverClock."
In diesem Moment tritt Rusty an den Tisch und begrüßt die anderen. An Searge gewandt meint er kurz:

"Rrusty, kannst nennen mich Rrusty...", und aus strahlend blauen Augen in die Runde blickend setzt er sich in eine Ecke der Küche und schaufelt etwas Ei in sich hinein. Dabei zieht er ein kleines Buch aus der Innentasche seiner zu großen Jacke, und schmökert darin herum. Der Einband zeigt ein stilisiertes Symbol und zwei (vermutlich) japanische Schriftzeichen.
Plötzlich kommt Bewegung in die Decke auf der Couch und Jarrod erhebt sich gemächlich. Verschlafen schaut er sich um.

"Hm, Kaffee..." und trinkt erstmal einen paar Schlückchen aus einer Tasse davon. Dann wendet er sich an William.
"Also dann erklär mir mal genau, was das fürn Comlink -am besten volle Typenbezeichnung und alle Extras- ist und ich werd sehen, was sich machen lässt." Augenscheinlich ist er schon etwas länger wach und hat dem Gespräch der anderen gelauscht.
"Komm einfach schnell mit zum Bison und dann erledigen wir das." Er greift sich ein Butterbrot und belegt es mit Schinken und Ei. Währenddessen mustert er Brain.
"Wie gehts Pinky? Noch nich wach?" Er unterbricht sich selbst und legt das Brot auf einen Teller. "Ach ja, der Chip."
Damit reicht Snake die Chip-Box. Vorher öffnet er sie kurz und vergewissert sich, dass der silberne Chip noch darin funkelt. Dann folgt er William zum Bison. Die anderen hören ihn auf der Treppe murmeln.

"Also wir haben noch nen bißchen bis um elf und dann wolln wa mal etwas rumspielen..."
Damit steigt er hinten in den Bison ein.
Snake schaut Jarrod noch hinterher und wendet sich dann zurück an den Tisch.

"Na Sergeant Sir, dann hoffen wir mal, dass der Typ auch schon um 11 da ist, und nich noch schläft. Hab nämlich eigentlich keine Lust den ganzen Tag in so ner scheiß Deckerkneipe rumzuhängen! Ach, und kann mir mal einer schnell sagen, wie spät es gerade ist?" Und er schaut sich fragend nach einer Uhr um.
"Wenn meine Connection sagt, er sei den ganzen Tag dort zu finden,", knurrt Searge in seinen Kaffee, "muss ich das auch erstmal glauben. Außerdem können wir ja auf dem Hinweg in seiner Wohnung vorbeischauen. Die Adresse hab ich nämlich auch bekommen." Erstaunt weiten sich Snakes Augen. Schön dass er dieses Detail jetzt schon erwähnte! "Da können wir gleich sehen, ob dieses andere Team schnell und gründlich ist, oder nicht. Und Du sagtest selbst, wir müssen uns beeilen. Ist schon kurz nach zehn. Also aufessen, wach werden und los."
"Ach Searge, sag sowas doch gleich, das ändert natürlich alles. Also wie wär`s, ein Team zum OverClock und eins zur Wohnung? Wer ihn hat, ruft die anderen an."
"Von mir aus können wir uns teilen. Wer geht dann mit wem? Ich würd sagen, jede Gruppe einen Magier und einen, der ihn am Leben erhält. "
"Ich würde vorschlagen Jarrod, Brain, Searge und ich in der OverClock Gruppe, Will, White Skull, Rusty schauen bei der Wohnung vorbei! Alle einverstanden? Gut dann sollten wir endlich mal los!"
"Ok, Snake, darfst auch mal was bestimmen. Der Riese da passt eh nur in den Van. Sobald ich mich rasiert hab, können wir abfliegen." [b]
Während sie schnell den Frühstücktisch abräumen und das Geschirr in die Spülmaschine stellen, wendet sich Searge an Rusty, der die Hektik gar nicht zu beachten scheint, sondern ruhig die Reste seiner Mahlzeit kaut und sich über sein Buch beugt.

"Dann erzähl mal, wie Du zu dem Job gekommen bist und was Du so drauf hast."
Rusty hebt den Kopf und überlegt kurz. Dann antwortet er gemächlich:

"An die Auftrrag bin ich gekommen durrch Anruf von eine Bekannte, krrieg gute Lohn dafürr... Und was ich drraufhab? Hmm, ich zauberre eine bißchen und kämpfe ganz gut, aberr nicht mit diese komische Feuerspuckende Dingerr, macht keinen Spaß... viel besserr drran an die Mann und werrde auch so leicht nich umgehaun." Unter dem dichten Bart formt sich ein breites Grinsen. "Verrsuche aberr immerr noch zu verrstehen, warum ihrr verrletzen einanderr, oderr warrum anderre verrsuchen zu verrletzen mich, niemand bis jetzt mir bleibende Narrbe zufügen konnte" Seine Mundwinkel ziehen sich nun fast bis zu den Ohren hoch. "Und ich unterrhalte mich ganz gerrne, mag rreden, vorr allen Dingen mit Leute, die Ahnung haben von Magie und Beschwörrungen, kenn mich damit nicht soo gut aus..." Bei seinem letzten Satz wirkt das Lächeln nicht mehr belustigt, sondern eher verteidigend und ein wenig betreten.

"Du Trottel, Jarrod." William springt aus dem Bison und tippt sich an den Kopf. "Das Ding ist doch innen, da kann man doch nicht so einfach dran rumschrauben. " Etwas verunsichert von Jarrods kalten Feixen kratzt sich er sich am Kopf. "Oder seh ich das falsch?"
"Mir ist schon klar, was nen Comlink ist. " Jarrods Stimme klingt kühl, angegriffen. "Deshalb möcht ich ja die Typenbezeichnung mit allen Extras. Aber zu deiner Frage: Man kommt da recht einfach ran. Ich muss nur diesen spitzen Schraubendreher in dein Ohr stechen und etwas darin rumstochern. Dann komm ich an die Schnittstellen des Comlinks und kann daran rumstellen. Kostet dich allerdings dein Hörvermögen auf dem Ohr...und das wolln wir doch vermeiden.
Also: Typenbezeichnung und Extras."
"Jarrod, lass das Com vorerst noch in Ruhe.", ertönt da Searges Stimme von der Treppe. "Getrennt nutz es uns ja eh nichts. Es hat in dieser Stadt auch noch nie seine maximale Reichweite erreicht."
Fragend sehen sich William und Jarrod an.

"Getrennt?"
"Yep." Searge tritt an den Bison. "Jarrod, Snake, Brain und ich fahren zum OverClock. Du, White Skull und Rusty fahren zu Smartyys Wohnung. Jaaa," Searge seufzt genervt, als er die erstaunten Blicke der Beiden sieht. "Wir haben seine Adresse."
"O.k. " William zuckt die Schultern. "Ist mir recht egal. Fahren wir getrennt. Die andere Gruppe, hat viele Leute? Und die Daten sind wichtig? Dann kriegen ein paar von uns mächtig Stress, glaube ich."
Als Searge seine Fragen nicht beantwortet - er scheint die Antworten auch nicht zu kennen - verzieht er sein Gesicht zu einem Schmunzeln und meint unruhig:
"Aber jetzt eine schnelle Entscheidung, weil...ich stecke voller Tatendrang. Und brauche mal wieder was vor die Flinte."
"Naja, es bleibt bei dem Plan. Kannst dich also fertig machen."
Searge hält kurz in seiner Arbeit -das Verstecken der Waffen im Bison- inne, dreht sich dann abrupt vom Wagen weg und geht auf die anderen zu, die am Dodge stehen und gerade ihre Sachen zurecht rücken.
"Sagt mal Weisskopf und Rrusty. Habt ihr nen Telefon bei und könnt mir die Nummer mal ansagen? Ach ja, Du auch Brain?"
"Nö, hab keine Telefon, mirr ist auch egal was wirr machen, Hauptsache wirr tun bald mal was... je eherr wirr die Smartyy haben, desto kürrzerr wirrd die Suche danach!"
"Na klar hab ich Telefon ... "[b] Brain zückt ein Handy, tippt ein wenig auf den Tasten rum und hält Searge das Display unter die Nase.
"Kann ich Deine Nummer auch haben ?
"Bekommst sie, klar." Damit nimmt er einen Zettel und schreibt sie drauf. "Dann alle einsteigen. Nächster Halt OverClock."
Jarrod, Brain, Searge und Snake steigen in den Bison. Ziel ist das OverClock.

"Ach William," Searge lehnt sich aus dem Fahrerfenster. "Seid schön vorsichtig. Wir brauchen Smartyy noch. Also nicht drauflos ballern! Also wer ihn hat, meldet sich. Bis dann."[b]
William sieht dem Bison genervt hinterher.

"Nicht drauflos ballern. Wir brauchen ihn noch", äfft er Searge nach. "Geht klar, Mama."
Er setzt sich in den Dodge, wartet auf die anderen und braust dann los zu Smartyy´s Wohnung.

Eine knappe halbe Stunde später, biegt William in McGillian Ave am Rand von Redmond ein. Auf den Straßen ist ziemlich viel los und es dauert eine Weile, bis sie die 56 erreichen. Wie alle Häuser der Gegend wurde das Wohnhaus im klassischen Stil von Redmond erbaut. Es ist ziemlich mitgenommen, aber zu mindestens sind Fenster und Türen noch intakt. Wer hier wohnt hat entweder nicht mehr Geld, oder möchte unauffällig bleiben.
Neben dem Haus ein kleiner Lebensmittelladen. Links grenzen weitere Wohnhäuser an. Alle sind vierstöckig.

"Hm, also Smarrtyy wohnt im drritten Stock, rrechte Seite. Dann wolln wirr mal."
Rusty verlässt den Dodge und sieht sich aufmerksam um. Es scheint ein schöner Tag in Seattle zu werden, der Himmel ist wolkenlos und sonnig. Aber außer den üblichen Pendlern, die zur Arbeit gehen oder fahren ist nichts zu erkennen.
"Dann wolln wirr mal unserrn alten Kumpel, derr heißt wie diese Schokoteile aus derr Tüte, besuchen... Kommt ihrr mit oder habt ihrr schon nen ausgeklügelten Plan ausgetüftelt?"

"Sag mal" Jarrod hockert angespannt im Bison herum und versucht, seine Nerven zu beruhigen und sich abzulenken. "Was bedeutet eigentlich dieses NARF, das du und Pinky immer benutzen?"
"Narf is n tolles Wort. Kann man nehmen fuer toll, schick, super, shit, fuck, dreck, hallo, bis spaeter und jedes andere Wort, das mir nich gleich einfaellt. Echt praktisch." Brain kann sich ein Lächeln angesichts Jarrods Aufgeregtheit nicht verkneifen.
"Hmm, klingt ja schick. Dis merk ich mir, wenn..."
"Ok, wir sind da", unterbricht ihn Searge.
Als Brain aus der Frontscheibe sieht, stellt er fest, dass auch das OverClock in den Redmonds liegt.
Es ist eine Gegend, die noch ziemlich gut im Takt ist, ab und zu sind Läden an der Seite zu sehe. Das OverClock sieht von außen marode aus, aber das Sicherheitsglas, das den Laden absichert und Gästen einen Blick nach draußen bietet, sieht sehr neu und massiv aus. Das Glas ist verspiegelt, daher kann man das Innere nicht erkennen. Sicherheitskameras deuten auf eine erhöhte Sicherheitsstufe. An einer der verspiegelten Scheibe steht "OverClock" open 24h geschrieben, wie schon fast üblich in roter Schrift!

"Nette Gegend, narf! Hat jemand 'nen Plan, wie dieser Smarty aussieht? Aber is ja eigentlich egal, ich frag einfach jemanden da drin, schließlich wollen wir ihm ja nichts tun, oder?"
Mit diesen Worten dreht er sich von der Frontscheibe weg, öffnet die Hecktür und stiefelt los in Richtung OverClock.

"Snake halt ihn auf, bitte. Das kann doch nicht wahr sein.", ächzt Searge, "Wenn er jetzt reinläuft und nen Schild schreibt: "Smartyy, bitte melde Dich.", bring ihn um."
"Hey Brain, warte mal!" Snake steigt aus und packt Brain an der Schulter. "Wir können doch da nicht einfach so reinstürmen. Was ist, wenn die anderen schon da sind? Die knallen Dich doch einfach ab. Komm, Du bleibst hier bei Searge im Wagen und ich geh mal vorsichtig mit Jarrod nachschauen, was da drin los ist. Ok? Du kannst ja mal den AstralRaum überwachen, das kannst Du doch oder?"
Währenddessen schiebt er Brain vorsichtig zum Auto zurück. "So setz Dich da hin. Gut! Jarrod, bist Du bereit?"
"Hey, das is ne gute Idee, mit der Astralgestalt ! Hattest wohl schon oefters mit Magiern zu tun, was?" [b] Doch Brains erfreutes Gesicht verfinstert sich plötzlich.
"Moment mal! Da faellt mir ein, das mit der Astralgestalt klappt irgendwie nich bei mir, ich kann nur in den Astralraum gucken. Das mit projiz...aeh...in den Astralraum gehen, muss ich noch irgendwie lernen. Also muss ich wohl doch mit reinkommen. Aber wenn Du willst, halt ich die Klappe. OK?."
"Ach, das kannst Du nicht? Ich dachte das können alle großen Magier?! Was kannst Du denn dann? Aber egal, wir gehen halt zu dritt da rein, setzen uns an einen Tisch und schauen uns erst mal um, Ok? Gut dann mal los. Searge deck uns bitte den Rücken. Bis gleich."
"Klar, mach ich. Soweit möglich. "
Searge steigt kurz nach Jarrod aus und aktiviert die Diebstahlsicherung. Dann schaut er sich in der Umgebung gründlich um.
Grummelnd stapft Brain Snake und Jarrod hinterher zum OverClock. Er stupst Jarrod mit dem Ellenbogen an und meint verdrießlich:

"Na und, ich bin halt ein ganz besonderer Magier ! Narf !!"
"Hm?" Jarrod sieht zu dem Troll auf.. "Ich hab doch gar nichts gesagt. Selber Narf!" Dann scheint ihm ein Licht aufzugehen und er meint versöhnlich: "Aber mach dir nichts draus, auf Runs ist Snake immer recht angespannt. Meint er nich böse. Bloss der Streß."
Sinnierend bleibt er kurz stehen und betrachtet Brain.
"Keine Ahnung, ob alle in den Astralraum kommen. Ich kenne...kannte bisher nur einen Magier, aber der wurde leider abgeschossen...in ner Gondel...tragisch." Jarrods Gesicht wird bei diesen Worten wehmütig, traurig. Dann fasst er sich wieder und setzt hinzu:
"Ach ja, und nen Ad...Adepten. Der kann auch bloß gucken. Biste auch son Adept?
Aber kannst ja Pinky fragen, ob der das macht mit der unsichtbaren und dann Searge Bescheid gibt, falls was läuft."
Mittlerweile haben sie den Eingang des OverClock erreicht. Sie folgen Snake in die Kneipe.
Die Tür, die sie durchstreiten, sieht sehr massiv aus - Sicherheit braucht man schon für die Decker, in solch einer Gegend. Dafür spricht auch der Metalldetektor, der zwischen der Eingangstür und der Lokaltür platziert wurde. Neben ihm stehen zwei Zwerge, deren Figur und Auftreten einem Deckerdasein widerspricht. Offensichtlich sind sie die hiesigen Sicherheitsfachkräfte. Höflich, aber bestimmt, fordern sie die Runner auf, ihre Waffen abzugeben. "Zum Schutze der Menschheit!", wie sie betonen.
Nachdem alle ihre Spielzeuge abgegeben haben, öffnet einer der Zwerge die Lokaltür, und weist ihnen so den Weg ins OverClock durch die nochmals sehr massive Tür. Hier wird wohl jemand Angst haben!?!
Snake betritt als erster die Bar und sieht sich interessiert um. Überall sind kleine Kabinen mit Computer, Trid, und einer Sitzecke. Insgesamt gibt es wohl an die zwanzig davon. Durch die Scheibe auf der rechten Seite sieht man gedämpft die Straße. Langsam läuft er an den Kabinen vorbei zu der Info, an der man die Kabinen mieten kann, nebenbei schweift sein Blick in die Kabinen an der Seite.
In der ersten sitzt ein alter Ork, der sich köstlich über die Show im Trid amüsiert und währenddessen einen SoyKaf trinkt. Die folgenden zwei Kabinen sind frei, in der vierten sitzt ein Junge, der sich gerade tierisch über ein verlorenes Spiel aufregt. Danach kommt ein Mensch, der angestrengt arbeitet. Er hat eine Datenbuchse und sieht gestresst aus. In der nächsten Kabine sitzen 3 Zwerge, die im Netz nach irgendwas stöbern. Die restlichen Kabinen sind frei.
Deckerkneipe? Sieht eher nach nem Treff für alle möglichen Leute aus.
Am Ende des Ganges steht eine Infobox, hinter der eine alte Frau sitzt. Sie lächelt den Ankömmlinge freundlich entgegen.

"Wie alt sollte Smartyy denn sein?"
Snake beantwortet Jarrods Frage mit einem hilflosen Schulterzucken.

"Keine Ahnung."
"Na gut, dann anders."
Jarrod wendet sich der alten Dame zu und meint mit einem freundlichen Lächeln:

"Guten Morgen, ich hätte gern eine Auskunft. Ich suche einen fähigen Decker, und mir wurde ein junger Mann namens Smartyy sehr empfohlen. Man sagte mir, dass er hier öfter zu finden sei. Ist er auch heute hier?"
"Wie bitte, junger Herr?" Die Frau schaut Jarrod verwirrt an.
Seufzend startet der einen neuen Versuch.

"Ich suche Smartyy. Ist der schon da?" Dabei hebt er seine Stimme ein wenig.
"Wir verkaufen keine Smarties, wir sind doch kein Lebensmittelladen." Die Alte hinter dem Tresen wirkt erzürnt, sie schreit schon fast. "Ich bin 88 Jahre und immer noch bei klaren Verstand, versuchen Sie nicht, mich zu verwirren."
Jarrods Stimme passt sich fast automatisch ihrer Lautstärke an.

"Oh nein nein nein, ich habe mich da etwas falsch ausgedrückt. Ich suche einen DECKER namens SMARTYY. Mein Fehler, dass ich so ungenau war."
In diesem Moment tritt ein junger Mann aus der Tür hinter der Infobox, erfasst erschrocken die Lage und eilt auf die Box zu.

"Mutter du sollst doch nicht immer nach vorne kommen. Ich bitte vielmals um Entschuldigung. Wie war der Name doch gleich? Smartyy?" Und er tippt in den Rechner den Namen ein. "Ah, hier. Kabine 14." Er wendet sich der alten Dame zu und fasst sie vorsichtig unter den Arm.
"So, dann komm mal wieder mit nach hinten, Mutter."
"Ach, halb so wild. Wir haben uns nur nett unterhalten." Freundlich sieht Jarrod den Beiden hinterher. Dann grinst er Snake an
"Na dann wolln wir mal Smartyy von seinem neuen Auftrag unterrichten." Und dreht sich in den Gang.


Zuletzt geändert von Jarrod am 9. Sep 2002, 12:26, insgesamt 3-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - DAS ERSTE MAL
BeitragVerfasst: 26. Aug 2002, 11:09 
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Kapitel 4: Decker ohne Deck


13:25 Uhr.

Als Jarrod, Snake und Brain Smartyy im OverClock antreffen, laden sie ihn in den Bison und bringen ihn zu seiner Wohnung, um das für die Verschlüsselung nötige Equipment zu besorgen.

Dort haben sich Rusty, White Skull und William inzwischen Zutritt zur Wohnung verschafft, indem Rusty wie durch Geisterhand in die Wand neben der Tür ein konzentisches Loch erschuf und es nach durchschreiten wieder schloss. Die Wohnung ist leer und verrät einen unordentliche, noch recht kindlichen Besitzer, der aber über keinerlei Computer-Ausrüstung oder Zubehör verfügt - recht ungewöhnlich für einen Decker. Gelangweilt stehen die Runner in der Wohnung als sie eilige Schritte auf der Treppe vernehmen, die sich der Wohnungstür nähern. Rusty, der sich zum Lauschen der Tür nähert, wird durch deren Öffnung zu Boden geworfen und ergeht sich in Flüchen und Verwünschungen gegen diese unsanfte Behandlung. Den umstehenden White Skull und William wird bei diesen Worten ganz mulmig zu Mute und sie bewegen sich von dem aufgebrachten Zwerg fort, der wütend zu nun offenen Tür stapft.

Auf dem Weg zur Wohnung erfahren die Runner von Smartyy, dass dieser gar kein Deck besitzt und auch sonst vorerst nicht in der Lage ist, den Chip zu entschlüsseln. Die Codes für das Chiffrierprogramm, das er selbst entworfen hat, befinden sich auf einem Matrix-unabhängigen Rechner an der Seatler TU, an der er bis vor Kurzen eine Renraku-Ausbildung genossen hatte. Leider kam ihm ein missglückter Hacker-Run -die Besorgung von Prüfungsergebnissen aus deren Hauptrechner- dazwischen und er wurde von der Uni regelrecht verbannt.
An der Wohnung angekommen stürzen Snake und Smartyy schnell zu Wohnung hoch, da Jarrod nach eigener Aussage ein ungutes Gefühl betreffs Verfolgern plagt. Als Snake hastig die Wohnungstür aufstößt, trifft sie auf unerwarteten Widerstand, der sich alsbald als der Kopf eines wütenden Zwerges entpuppt. Ehe Rusty oder Snake auf den jewiligen Unbekannten reagieren können, erkennen sich beide und so entspannt sich die angeheizte Situation.
Smartyy, der inzwischen in Panik das Haus verlassen hat, führt die vereinte Truppe zur Renraku TU und erklärt nochmals sein Missgeschick. Daraufhin beschließen die Runner, einen Besuch der Uni mit Smartyy auf die Nacht zu verlegen´um sich so völlig ungestört umschauen zu können. Als sie zur Besprechung des genauen Plans an einem SoyImbiss Halt machen und Essen, befällt Jarrod erneut dieses panische Gefühl und als er sich umblickt, erkennt er einen schwarzen Van, der schnell sich auf die Position der Runner zubewegt und in voller Fahrt die Seitentür öffnet. Während Smartyy, Jarrod und Brain hinter dem Imbiss in Deckung gehen, zücken Snake und William ihre schweren Pistolen und zielen gehockt auf den Van. Searge scheint wie angewurzelt, sieht sich aber intensiv die Situation an. Dann verschwindet auch er mit gezogener Pistole in Deckung Richtung Bison. Einzig Rusty bleibt starr stehen und starrt unverwandt auf den sich schnell nähernden Van. Auch als dieser plötzlich schlenkert, als ob er etwas gerammt hätte, rühert er sich nicht. Plötzlich kann man in der Seitentür etwas Metallenes in der Sonne blitzen sehen, William und Snake eröffnen das Feuer auf den Van. Die Schüsse prallen wirkunglos an der anscheinend guten Panzerung des Wagens ab. Wie als Antwort beginnt es aus der Vantür zu blitzen und eine Salve Geschosse prasselt auf die Runner ein, das Metall entpuppt sich als Lauf eines leichten Maschinengewehrs. Obwohl Rusty und William offensichtlich Treffer durch die Salve einstecken, rühren sie sich nicht von der Stelle. Erst als Searge Anweisung zum Rückzug erteilt, bewegt sich William in Richtung Dodge; Rusty jedoch starrt immer noch nicht unbeweglich auf den Van. Plötzlich schießt vor diesem eine Wand aus der Straße und er prallt trotz sofortiger Vollbremsung mit Wucht dagegen. Qualmend bleibt er stehen, die LMG Geschosse fliegen wirr in die Umgebung, dann verstummt das LMG. Die Gefahr scheint gebannt, bis das LMG erneut schwenkt und die Runner wieder ins Visier nimmt. Erschrenkenderweise ist hinter ihm kein Schütze auszumachen. Snake hält überrascht inne als er dort kein Ziel findet. Searge rennt auf die Fahrertür des Vans zu, während hinter ihm das tiefe Brummen des Dodges zu hören ist. Rusty steht immernoch wie eine Statue, Brain, Jarrod und Smartyy ducken sich tief hinter den Imbiss, den Rückzugsbefehl von Searge ignorierend.
Da schießt aus der Straße erneut eine Wand empor, diesmal an der Seite des Vans. Gleichzeitig schiebt sich der Dodge zwischen den Van und den Imbiss. Die Runner nutzen diese doppelte Deckung und stürzen zu den Fahrzeugen, das Sirenengeheul der sich nähernden LoneStar Streifen im Ohr. Mit quitschende Reifen verlassen sie den Vorplatz und rasen die Avenue hinunter zum nächsten Parkhaus. Dort verharren die Wagen und warten auf eventuelle Verfolger. Doch als nichts passiert, biegen sie in die Straße zum Hafen ein und verlassen Bellvue.

Im Lagerhaus angekommen entfaltet sich ein Gespräch über das weitere Vorgehen, das kurz unterbrochen wird, als Jarrod und Snake nochmals losfahren, um ihre Ausrüstung für den bevorstehenden Run aufzustocken. Im Laufe der verschiedenen Planungen, die bald wirr in Jarrods Kopf herumschwirren und die drohenden Gefahren von Verrat, Feuergeistern und Hinterhalt verdeutlichen, wird die Atmosphäre angespannter. Jarrod verliert in Anbetracht der Probleme und Differenzen kurzzeitig die Orientierung und auch die Beherrschung. Doch schließlich steht der Plan für den Besuch der Technischen Uni und auch Smartyy kann seine technischen Vorbereitungen dank eines alten PC`s in Williams Kellergeschoss beenden.
Nach dem Einteilen der Wachen zieht Ruhe in das Lagerhaus ein; die letzte Vorbereitung für den Run ist in Angriff genommen: eine Mütze voll Schlaf für jeden.


Zuletzt geändert von Jarrod am 9. Sep 2002, 12:28, insgesamt 4-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Tagebuch eines Schattenläufers - DAS ERSTE MAL
BeitragVerfasst: 9. Sep 2002, 11:07 
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Kapitel 5: Studenten


0:00 Uhr

-eine stunde bis zum ausfall der sicherheitsanlagen an der tu von seattle-


Nach erholsamem Schlaf sind die Runner bereit für alle Schandtaten. Der Bison und der Dodge werden erneut als Beförderungsmittel gewählt und schon geht es los zur Technischen Universität des Renraku-Konzerns. Dort ist alles ruhig, nur auf der Straße ist ab und zu ein Auto zu sehen.
Nachdem alle ihre Waffen und Ausrüstung auf ihre Funktionstüchtigkeit geprüft haben, geht es nach Plan los zum Campus. White Skull und William bleiben im Dodge als weltliche Rückendeckung und Fahrer, während Brain mittels Fernglas die magische Sicherung übernimmt. Die anderen folgen Smartyy durch ein gut getarntes Loch im Sicherheitszaun auf das Hochschulgelände. Searge sucht sich schell ein ruhiges, übersichtliches Plätzchen in Nähe der Feuerleiter und schraubt sein Sturmgewehr zusammmen. Snake, Rusty, Jarrod und Smartyy kämpfen sich weiter durchs Unterholz vor bis an die Feuerleiter, ihrer improvisierten Eingangstür. Als weder Wachen noch Sicherheitseinrichtungen zu sehen sind, klettern die vier die Leiter hinauf und Smartyy öffnet Punkt 1.01 Uhr geschwind die "Hintertür".
Das Gebäude ist augenscheinlich metamenschenleer und auch von den Feuergeistern zeigt sich keine Spur. So gelangen sie ungehindert zum Standort des besagten Rechners, der hinter einer noch gesicherten Tür auf die Runner wartet. Geschickt bastelt Smartyy das Türschloss auseinander, so dass bald darauf die rote Leuchte auf grün umspringt. Eilig, aber vorsichtig betreten Jarrod und Smartyy den Raum. Rusty und Snake bleiben an der Tür zurück, umsichtig den Gang sichernd. Dank Smartyys Taschenlampe finden Beide im stockdunklen Raum den Rechner und Smartyy macht sich sofort an die Arbeit, während Jarrod nervös neben ihm stehen bleibt, erneut von einem unguten Gefühl befallen. Doch alles ist ruhig, der Campus und das Uni-Gebäude liegen friedlich. Schnell findet Smartyy die Codes und Jarrod reicht ihm auf dessen Nachfrage den Chip, den er sicherheitshalber in seiner Chipbuchse aufbewahrt hat. Doch Jarrods schlechtes Gefühl verstärkt sich, der Run gegen den Konzern scheint zu leicht zu gelingen. Vorsichtig beginnt er, den Raum nach Sicherheits- und Überwachungsanlagen zu untersuchen, während Smartyys Finger über die Tastatur des Rechners huschen, Rusty und Snake aufmerksam den Flur beobachten, Searge trotz der Dornen endlich bequem und unsichtbar im Brombeergebüsch an der Feuertreppe sitzt, Brains astraler Blick über den Campus schweift und White Skull neben William zu schnarchen beginnt.
Der Raum scheint sauber, auch das Schloss wurde von Smartyy mustergültig ausgeschaltet. Beruhigt wartet Jarrod, dass Smartyy den Chip decodiert. Auch Snakes Verdacht auf dem Flur stellt sich als unbegründet heraus. Erleichtert atmen alle auf, als Smartyy sich grinsend mit dem Chip in der Hand vom Rechner erhebt. Da zerreissen plötzlich zwei Explosionen die Stille im Gebäude und durch schaffen ein Durcheinander von blitzender Helligkeit und stinkendem Rauch, in dem die Tür zugeschleudert wird und so Rusty und Snake aussperrt. Geistesgegenwärtig reist Rusty ein Loch in die Wand des Raumes und Snake deckt diese Aktion durch eine Kugelsalve. Doch ehe sich ein Erfolg der Aktionen zeigen kann, erscheinen im Gang zwei humanoide, flammende Wesen, die sich langsam auf sie zubewegen. Rusty, die Gefahr erkennend, warnt vor den Feuergeistern und vollführt eilige Gesten.
Im Computerraum herrscht derweilen hektische Betriebsamkeit. Während Jarrod auf die zuknallende Tür feuert, schnappt er sich Smartyy und verdrückt sich schutzsuchend in eine Ecke des Raumes, umherstehende Tische als Deckung ausnutzend und nach einem Ausweg aus der Enge des Raumes suchend.

Searge, von zwei Erschütterungen im Haus hochgeschreckt, sieht sich nervös um, doch nach wie vor ist alles ruhig. Einzig das Rauschen aus dem Takticom stört dieses Idylle.

William erscheint White Skulls Schnarchen ziemlich merkwürdig, eigentlich klingt es eher wie Trideoschnee. Schnell merkt er, dass das Rauschen in seinem Kopf von dem Comlink stammt, das keine Verbindung zu den anderen mehr herstellen kann. Eilig weckt er White Skull, der verschlafen den Wagen startet und sich dann verdutzt umsieht. Auf dem Campus rührt sich kein Grashalm.

Im Gang vor dem Computerraum wird es plötzlich empfindlich kalt, der Atem vom Rusty und Snake scheint schon in der Nase zu kondensieren. Doch unbeeindruckt schweben die Feuergeister näher und greifen die Beiden an. Ihre Hiebe hinterlassen rote Wunden auf den Gesichtern der Runner und der süßliche Geruch von verbrannten Fleisch verbreitet sich im Flur. Heftig wehrt sich Snake gegen den Angreifer, doch seine improvisierten Schläge mit dem Kolben der Samopal zeigen keine nennenswerten Erfolge.

Jarrod reißt die Waffe hoch, als er einen schweren Schlag gegen den Hals erhält. Aus der Cobra löst sich ein Feuerstoß, während Jarrod durch die Wucht des Hiebes und den Rückstoß der Cobra nach hinten an die Wand geschleudert wird. Schemenhaft sieht er eine Gestalt bei den Schüssen zusammenzucken, dann breiten sich wellenartig Schmerzen über den Hals in seinen ganzen Körper aus und die Welt versinkt in der tiefen Schwärze der Ohnmacht.

Unruhig verlässt Searge sein Versteck und schaut sich unschlüssig um. Als in der Ferne plötzlich Sirenen aufheulen, trifft er eine Entscheidung und spurtet los zum Bison. Vom Eingang der Uni hört er quitschende Reifen und ein lautes Poltern, als Metall auf Rasen prallt. Am Tor angekommen sieht er ein Stück Zaun am Boden liegen, durch ungeheure Wucht aus den Verankerungen gerissen. Williams Dodge holpert über das Gatter und steuert nach Westen, der Bison steht am gewohnten Fleck. Da hört er Motorenbrummen hinter sich, zwei schwarze Vans brausen um die Ecke der Universität aus Richtung des Innenhofs, einer hält direkt auf ihn zu, der andere zieht nach Westen ab und beginnt, aus der Seitentür auf ihn zu feuern. Eilig wirft er sich aus der Bahn und eröffnet das Feuer aus seinem Sturmgewehr in Richtung Van.

Durch die Sirenen aufgeschreckt geht William zu Plan B über. Mit quitschenden Reifen rammt sein Dodge den Absperrzaun, der dem V8 nicht standhält und einfach teilweise weggerissen wird. So schnell als möglich steuert White Skull über die Metallstreben und lenkt westwärts des Gebäudes auf das Areal unter dem Fenster des Computerraumes zu.

Quitschender Gummi reißt Brain aus dem Astralraum in die weltliche Realität. Verdutzt beobachtet er, wie Willams Wagen beschleunigt und den Zaun der TU in westliche Richtung durchbricht. Aus dem Takticom dringt statisches Rauschen an seine Ohren. Gleichzeitig erscheint in der Nähe des geborstenen Zauns eine Gestalt, die ihm wage vertraut vorkommt. Hinter ihr tauchen fast sofort zwei große, dunkle Schatten auf, zwei schwarze Vans. Einer fährt direkt auf die Gestalt zu, der andere umkurvt das Haus nach Westen und aus seiner Seitentür blitzt Mündungsfeuer. Ohne lange zu überlegen zerrt Brain seinen Predator aus dem Halfter und zielt auf einen Reifen des vorderen Vans. Der dumpfe, schwere Knall der Pistole dröhnt in seinen Kopf, als er den Abzug durchzieht.

Wie durch ein Wunder weichen die zwei Elementare und verschwinden so plötzlich im Nichts, wie sie gekommen sind. Das Türschloss schaltet auf grün und der Gang liegt so ruhig wie vor zehn Sekunden vor Snake und Rusty. Eilig öffnen sie die Tür und finden im dortigen Chaos Jarrod bewußtlos auf dem Boden liegen. Von Smartyy ist nichts zu sehen, dafür aber Blutspuren am Boden des Raumes. Sirenen aus Downtown ertönen, sie kommen von Sekunde zu Sekunde näher. Rusty nimmt schnell einige Proben des Blutes, wirft sich Jarrods Sachen über die Schulter und eilt zur Feuerleiter. Snake folgt ihm mit Jarrod.

Die Schüsse auf den Van richten zwar keine sichtbaren Schäden an, doch der Wagen weicht aus der Spur und zieht weg von Searge in Richtung Dodge. Sofort springt Searge auf und spurtet zurück zum Gebäude, zum Fenster des Computerraumes. Reifenspuren säumen den Weg dorthin. Aus dem Fenster des Raumes dringt Rauch, doch er kann kurz etwas Weißes, Flauschiges am Fenster sehen. Das Com funktioniert wieder und er sendet eilig Befehle an Jarrod. Dann aktiviert er per Funk den Autopiloten des Bison.

Die Beiden stürmen mit ihrer Last die Treppe hinunter, ein Brummen nähert sich vom Haus her und der Bison durchbricht die Nacht. Eilig springen die zwei hinein und Searge gibt Vollgas weg von der Uni. Brain untersucht die Verletzten, während Searge die Straße erreicht und Richtung Hafen verschwindet.


weiter in der neuen Topic "Ein Mal ist Kein Mal". Kannst du die auch irgendwie "Wichtig" machen, tick, dass die höher rutscht?


Zuletzt geändert von Jarrod am 17. Sep 2002, 12:10, insgesamt 5-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 11. Sep 2002, 17:53 
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Ich find den Text ja immer ganz schön, aber in letzter Zeit stimmt das alles nich so überein. Bitte schreibt nicht irgendwas sondern wartet erst ab was wirklich passiert

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Wenn mir auch alles, was ich um mich herum wahrnehme, nur vorgegaukelt werden könnte, so ist doch die Tatsache, dass ich denke und an all dem zweifeln kann, ein Beweis dafür, dass ich selbst keine Einbildung bin, sondern wirklich existierte. Ich denke, also bin ich.
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BeitragVerfasst: 12. Sep 2002, 20:54 
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schreib ihn einfach mal um wenn du zeit hast und editier ihn .... dann ist das schon ok ;)

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BeitragVerfasst: 12. Sep 2002, 22:12 
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Is doch schon editiert und umgeschrieben. Was is denn noch falsch?? :shock:


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BeitragVerfasst: 13. Sep 2002, 22:58 
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schon ok, schreibst du das dann auch noch mal richtig um mit gesprächen etc.?

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