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 Betreff des Beitrags: Kyle
BeitragVerfasst: 30. Jun 2004, 16:54 
Besessener
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Besessener
Registriert: 11. Jul 2002, 12:30
Beiträge: 1218
Wohnort: Bornim
Kyle TwoFeathers -Puppet-
Mensch (Amerindianer vom Stamm der Sioux-Dakota)
Mittelschichtlebensstil (monatlich)

GABEN/HANDICAPS

High-School-Abschluß
Abhängigkeit - suchterzeugend (BTL)

CONNECTIONS

Name: Frank Lachlan
Archetyp: Konzernwissenschaftler (Chemiker)
Aufenthalt: Fuchi-Archologie in Seattle
LTG#: Fix@seattle.net, 034/543221
Beziehung: freundlich

Name: Jimmy TwoBears
Archetyp: Schieber
Aufenthalt: Seattle
LTG#: all-that-you-need@salish.com; 0123/545245
Beziehung: freundlich


ATTRIBUTE

Konstitution: 5
Schnelligkeit: 3
Stärke: 3
Charisma: 2
Intelligenz: 6
Willenskraft: 3
Magie: 0
Essenz: 4,15
Reaktion: 4
Initiative: 1W6
Kampfpool: 6
Geld: 1.000 Y


FERTIGKEITEN

Biotech [4]
Computer [3]
Cybertechnologie [3]
Elektronik [4]
Naturwissenschaften/Chemie [3/5]
Feuerwaffen [3]
Heimlichkeit [2]
Sprengstoffe [3]


CYBERWARE

Cyberhand (links)
> Fingerkuppendietrich
> Shockhand (8S bet.)
> Lampe
Talentleitungen Plus (Stufe: 6)
Softverbindung (Stufe: 4)


KLEIDUNG

Mütze (schwarz)
Straßenkleidung (echtes Leder, schwarz) [0/2]
Maßgeschneiderte Körperpanzerung [4/1]
Sicherheitsjacke [5/3]
Chemoanzug (Stufe 6)

WAFFEN

Ares Hornet (LP) 7/9(TS) 7(Tr) EM 7L
> Tarnhalfter (Bein), Laserpointer, 21 Schuss, Schnelllader
Defiance T-250 (SF) 4 (TS) 5(M) EM 10S
> 20 Schuss (massiv), Extramagazin
Ares Squirt 7 (TS) 10(M) EM spez.
> DMSO/Hyper (10x), DMSO/Atropin (10x), Extramagazin, Schulterhalfter
Überlebensmesser 6 (TS) +0 - (St+2)L
> Kompass, Traumapatch, Mikro-Feuerzeug, Angelsehne&Haken
Tomahawk 4 (TS) +1 - (Str+2)M


AUSRÜSTUNG

am Körper:
Sonnenbrille (IR-Sicht)
Schweizer Armeemesser
Handgelenktelefon
'Francesca' Tech Scanner (St. 6)
Magschloßknacker (St. 8)
Chipbox mit Talentsofts
Chipbox mit BTL-Chips

in der Wohnung:
Elektronik WerkzeugKit
Cyberware WerkzeugKit
Computer WerkzeugKit
Medikit (mit einem Nachfüllpack)
RapiDetox
2x Antibac (St. 6)
Traumapatch
Tranqpatch (St. 10 )
Stimulanzpatch (St. 6)
Antidotpatch (St. 6)


TALENTSOFTS

Linguasoft:
Sioux (St. 8)
Japanisch (St. 4)
Spanisch (St. 4)

Aktionssoft (generell):
Bewaffneter Kampf (St. 6)
Geschütze (St. 3)
Projektilwaffen (St. 3)
Athletik: (St. 4)
Auto (St. 6)
Rotormaschienen (St. 3)
Hovercraft: (St. 2)
Flugzeug (St. 2)

Wissenssoft:
Gebräuche: Dakota (St. 5)
Psychologie (St. 3)
Biologie (St. 3)


HINTERGRUNDGESCHICHTE

Kyle TwoFeathers wurde am 3.8.2038 in den Barrens der Stadt Seattle geboren und sollte das einzige Kind bleiben - seine Mutter starb nur drei Tage nach der Geburt im Kindbett. Geschuldet war dies wohl der unhygienischen Umgebung der kleinen Mietswohnung, in der Martha SmallTree ihren Sohn zur Welt bringen musste – eine Einlieferung im Krankenhaus hätten sie sich nicht leisten können. Die Familie verfügte nur über das magere Gehalt des Vaters, Morgan OwlsCreek, der sich und seine Frau mit einem Job als Lagerarbeiter im angrenzenden Supermarkt über Wasser hielt.
Ohne Mutter und mit einem depressiven Vater, der mehr und mehr dem Alkohol verfiel und immer seltener auf seiner Arbeit erschien, wuchs der Junge größtenteils bei der befreundeten Nachbarfamilie, den Lachlans, auf. Die Lachlans hatten zu diesem Zeitpunkt schon fünf Kinder, ein sechstes fiel nicht groß ins Gewicht. Allerdings war Kyle von den Kindern der Lachlans eher geduldet, denn akzeptiert, sie ließen den jungen Amerindianer ihre Abneigung in ihren kindlichen Spielen oft genug schmerzhaft spüren.
Seine Kindheit versucht Kyle deshalb möglichst zu Verdrängen, einzig ein Erlebnis aus seinem dreizehnten Lebensjahr vermag er nicht zu vergessen:
Er hatte in dieser Woche bei seinem Vater übernachten müssen, da die Lachlans zu ihren Verwandten im Council gefahren waren. Am Mittwoch dann war er spät in der Nacht hochgeschreckt, die ganze Straße vor ihrem heruntergekommen Haus war in grelles Licht getaucht gewesen. Die LoneStar - Sirenen waren lauter als sonst gewesen, Einsatzwagen um Einsatzwagen war über die zerlöcherte Straße gerast und man hatte den Hubschrauber mit dem Suchscheinwerfer immer wieder über das Haus knattern hören. Ein heftiges Knacken und Brechen riss ihn dann aus seinen Beobachtungen – im schmalen Flur der Wohnung stand ein Mann in dunkler Kleidung, die Wohnungstür war aus den Angeln gerissen und lag vor ihm auf dem Boden. Kyle erkannte sofort die Pistole in der Linken, die Rechte hatte der Mann auf seinen Unterleib gepresst. Ohne zu zögern hob Kyle die Hände und auch sein Vater, der aus dem muffigen Wohnzimmer dazugetreten war, tat es. Doch wie sich herausstellte wollte der Mann die beiden weder töten noch berauben. Er war auf der Flucht vor den Cops nur zufällig in ihre Wohnung eingebrochen. Da er auch Amerindianer war und versprach, die Tür großzügig zu ersetzen, ließ Morgan ihn gewähren – Kyle vermutete außerdem, dass sein Vater auch Angst vor der Waffe hatte– und so verbrachte der fremde Amerindianer die restliche Nacht bei ihnen. Erst gegen Morgen, als es auf der Straße auch ruhiger geworden war, verließ er die Wohnung wieder. Er hatte die ganze Zeit kein Wort gesagt. Beim Gehen drückte er Kyles Vater noch einen Zettel mit einem Namen und einer Nummer in die Hand: Jimmy TwoBears, 0123/545245.
Kyle hatte begriffen, dass dies seine erste Begegnung mit einem dieser berüchtigten Schattenläufer war.
Ansonsten war sein Leben wenig aufregend gewesen, er konnte sich nie entscheiden, in einer der ansässigen Straßengangs Mitglied zu werden – genauer gesagt hatten die beiden Ältesten der Lachlans – Richard und Carlos -, ihres Zeichens Anführerduo der „Sharks“, ihn nirgends eintreten lassen – für sie war er immer nur der Loser von nebenan geblieben. So saß Kyle oft zu Hause und lass – bevorzugt die Bücher von dem jüngsten Sohn der Lachlans, Frank. Dieser besuchte die High - School und studierte Chemie. Kyle selbst hatte die öffentliche Schule schon in der achten Klasse abbrechen müssen, da sie aus Lehrermangel geschlossen wurde. Doch offenbar besaß Kyle eine Begabung für Chemie, schon bald konnte er mit Frank fachlich mithalten und verdiente sich erstmals Respekt bei einem Lachlan. Frank gefiel der Fortschritt von Kyle so sehr, dass er es Kyle irgendwie ermöglichte – Kyle weiß bis heute noch nicht wie -, ein Stipendium von der Seattle High zu bekommen und Chemie zu studieren.
Das Studium war hart und fordernd, Kyle fühlte sich unter den anderen Studenten, die meist aus besseren Schichten stammten schnell unwohl und seine Leistungen zeigten schon schnell die fehlende Ausbildung in der Schule. So musste sich Kyle den Stoff der Schule und der High School erarbeiten. Und das zeigte körperlich und geistig Wirkung, er wurde unkonzentriert und noch schlechter. Sein Stipendium war gefährdet und so war er gezwungen, einen Weg zu finden, möglichst 24 pro Tag zu lernen und Leistung zu bringen. BTL Chips versprachen eine solche Möglichkeit, schon zwei Stunden im „Ruheraum“, einem Entspannungschip, sollten so gut wirken wie zwölf Stunden Schlaf. Und so ließ sich Kyle eine Softverbindung implantieren – gesponsort von seinem Stipendium, dass diesen Eingriff als fachspezifische Maßnahme zur Nutzung von Wissenssoft anerkannte. Und tatsächlich schien es zu Wirken, Kyles Leistungen verbesserten sich spürbar.
Doch auch die Nebenwirkungen von BTL wurden spürbar, bei einem „Actiontrip“ verletzte sich Kyle so schwer an der linken Hand, dass sie ihm abgenommen werden musste. Nur noch einhändig fiel Kyle in ein tiefes emotionales Loch aus BTL-Chips, aus dem ihm nur noch die Unterstützung von Frank Lachlan half. Dieser war inzwischen dank seines Abschlusses summa cum laude bei Fuchi angestellt worden und er war es auch, der Kyle soweit motivieren konnte, sich auf seine High School Arbeit zu konzentrieren und BTL zu vergessen.
Doch der 24.5.2060 brachte den Umschwung. Es war nicht nur der Tag, an dem Kyle seinen Abschluss schaffte, es war auch der Todestag seines Vaters. Und der veränderte die Zukunftspläne Kyles, der sich auch eine Karriere bei Fuchi erträumt hatte. Offenbar waren in der Nacht zum 24. Runner in die Archologie von Fuchi eingebrochen und hatten irgendwelche Daten gestohlen. Auf ihrer Flucht waren sie von Konzerntruppen verfolgt worden und dann in den Barrens gestellt worden – nach der Schlacht waren nicht nur die Runner tot, sondern auch der gesamte Straßenzug, in dem die Schießerei stattgefunden hatte – der Straßenzug seines Vaters. Die schlacht hatte auch allen Lachlans das Leben gekostet, doch Frank war nicht bereit gewesen, Fuchi dafür die Schuld zu geben. Er sah sie bei den Runnern, doch Kyle sah sie bei Fuchis menschenverachtender Vorgehensweise.
So schloss Kyle mit seiner geplanten Zukunft ab. Vielmehr wollte er jetzt der anderen Seite angehören, er wollte Schattenläufer werden. Doch da er keinerlei Ausbildung besaß und auch keinerlei Connections, wurde auch daraus nichts. Ihm schien als ob er mit der Lebensversicherung seines Vaters nicht mehr machen konnte, als sich BTL´s zu besorgen und wenigstens in seiner Phantasie Erfolg zu haben.
Im nächstbesten Techshop wollte er sein Glück versuchen und den Besitzer nach den verbotenen Chips befragen. Doch dazu kam er in seiner Überraschung gar nicht – der Besitzer war nämlich kein anderer als der Mann von vor neun Jahren, der in ihrem Flur gestanden hatte und seine Seite gehalten hatte. Doch war er längst kein Runner mehr, er hatte sich niedergelassen und war ein Händler geworden – doch kein gewöhnlicher, wie sich zeigen sollte. Und tatsächlich war jener Jimmy TwoBears bereit gewesen, Kyle in das Runnerhandwerk einzuweihen – und er fand auch eine bessere Geldanlage für das Erbe als BTL Chips: Talentleitungen, die neusten vom Markt und gar nicht so teuer! Zwar nicht direkt vom Hersteller, aber billig!
So bekam Kyle nicht nur diese Talentleitungen, sondern auch noch eine neue linke Hand, die – wie Jimmy meinte – über kleine Gimmicks verfügte. Einige Softs und billige Waffen komplettierten Kyles Ausrüstung. Nun war er doch bereit, in den Schatten zu laufen. Nur der Nickname fehlte noch. Doch auch da hatte Jimmy einen Vorschlag: Puppet. Und Kyle gefiel dieser Name, denn unter dem Einfluss der Aktionssoftware fühlte er sich ab und an genau so.


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